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Wohnbauflächenentwicklung

Bis zum Jahr 2020 ist im gesamten Heilbronner Stadtgebiet die Erschließung von 17 neuen Wohnbaugebieten geplant. Dazu hat die Stadtverwaltung unter Federführung des Planungs- und Baurechtsamts eine Prioritätenliste erstellt, der der Gemeinderat Ende Januar 2008 zugestimmt hat. Die Liste beruht auf einer umfassenden Untersuchung potenzieller Neubaugebiete und des voraussichtlichen Wohnungsbedarfs bis zum Jahr 2020. Dabei wurden auch die Vorgaben des Regionalplans, Gebiete westlich von Böckingen, nördlich und südlich der Stadtbahn, vorrangig zu entwickeln, berücksichtigt. Einen hohen Stellenwert hatte zudem die den Stadtteilen im Stadtentwicklungsplan Heilbronn 2020 zugestandene Eigenentwicklung.

Dennoch soll der Flächenverbrauch so gering wie möglich gehalten werden, indem etwa 50 Prozent des Wohnungsbedarfs im Siedlungsbestand beispielsweise durch Schließung von Baulücken, Nachverdichtung, Abriss und Neubau oder Aufstockung gedeckt werden. Hinzu kommen die Umwidmung bisher nicht für Wohnbauzwecke genutzter Flächen und noch vorhandene Potenziale in bestehenden, aber noch nicht vollständig besiedelten Neubaugebieten, so dass daher nur etwa 3662 Wohneinheiten von insgesamt etwa 8763 erforderlichen Wohneinheiten auf der Grünen Wiese errichtet werden müssen.

Die Prioritätenliste sieht neben dem seit Spätsommer 2007 baureifen Neubaugebiet Maihalde II in Frankenbach, zur künftigen Entwicklung weitere 17 Gebiete vor, die geordnet nach Stadtteilen in folgender zeitlicher Folge erschlossen werden sollen:

  • Heilbronn: Südbahnhof bis 2009 (4 Hektar für 740 Bewohner);
  • Böckingen: Südlich Limesstraße bis 2008 (3 ha, 360), Längelter bis 2015 (15 ha, 1000), Trappenhöhe bis 2016 (39 ha, 5000), Rasenäcker I bis 2017 (12 ha, 950);
  • Sontheim: Klingenäcker bis 2012 (75 ha, 360);
  • Neckargartach: Bernhäusle bis 2011 (5 ha, 260), Südlich Nordheimer Weg bis 2013 (7 ha, 400), Hafenäcker bis 2016 (15 ha, 1850);
  • Frankenbach: Kehle bis 2014 (6 ha, 250);
  • Biberach: Mühlberg/Finkenberg bis 2012 (6 ha, 285), Dachlet II bis 2017 (4 ha, 150);
  • Kirchhausen: Wittumäcker II bis 2012 (3,5 ha, 200), Gernäcker bis 2018 (9 ha, 500);
  • Horkheim: Bei dem Schloss bis 2008 (1 ha, 60), Hossäcker III bis 2015 (3 ha, 240);
  • Klingenberg: Schlossäcker bis 2018 (4 ha, 160).

Damit werden in Heilbronn, Sontheim, Frankenbach und Klingenberg jeweils ein Wohnbaugebiet neu erschlossen, in Biberach, Kirchhausen, Horkheim jeweils zwei Gebiete, in Neckargartach drei und in Böckingen vier.

Die Untersuchung potenzieller Neubauflächen stellt einen wichtigen Baustein für die bereits laufende Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplanes der Stadt Heilbronn dar.

Gemeinderatsdrucksachen 244 und 244 a (PDF-Datei, ca. 67 KB): Entwicklung von Wohnbauflächen in Heilbronn, Eignungsbewertung und Prioritätenliste

Grafik Entwicklung von Wohnbauflächen (PDF-Datei, ca. 235 KB)