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In den vergangenen Jahren hat sich in Heilbronn auf dem Weg zur „familienfreundlichen Wohlfühlstadt" viel getan - dieses soll auch in den nächsten Jahren so bleiben. Die Voraussetzungen sind dafür da: Auf der einen Seite stehen Bürgerstolz, Traditionen, Heimatverbundenheit und Gemütlichkeit, auf der anderen Seite aber auch Offenheit für Neues, Bereitschaft zur Innovation, die Fähigkeit, sich flexibel auf immer neue Herausforderungen einzustellen. |
Oberbürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung gestalten im Dialog mit Bürgerschaft, Vereinen, Unternehmen und Institutionen den Weg in die Zukunft gemeinsam.
Einige Ziele:
Schlüssel zur Stadtentwicklung sind die von der Bahn erworbenen Flächen, die für Gewerbe, Wohnen oder Naherholung genutzt werden können. Die Bundesgartenschau 2019 öffnet Perspektiven für das neue Stadtquartier „Neckarbogen" auf der Insel zwischen Neckar und Neckarkanal. Am Südbahnhof wird die Bahntochter Aurelis ein neues Wohnquartier erschließen, auch am Sonnenbrunnen in Böckingen können einige Flächen entwickelt werden.
Die Stadtmodernisierung muss voranschreiten. Die „Stadtgalerie" und das „Geschäftshaus am Kiliansplatz" (Klosterhof) bringen der Einkaufsstadt neuen Drive. Die Fußgängerzonenerneuerung inklusive Kiliansplatz wird fortgeführt; die Sanierung in Heilbronn und den Stadtteilen wird weiter gehen.
Im Stadtgebiet ist der Ausbau der Saarlandstraße inklusive der Umgehung für Leingarten/Klingenberg bis 2013 das wichtigste Straßenbauprojekt. Bis Ende 2013 soll auch die Nordstrecke der Stadtbahn fertig sein und dann Sinsheim, Mosbach, Bad Friedrichshall und Neckarsulm direkt mit der Heilbronner City verbinden. Damit unser Hafen als siebtgrößter Binnenhafen Deutschlands für die Zukunft gerüstet ist, muss darauf geachtet werden, dass der Neckarkanal wirklich - wie zugesagt - in den nächsten 10 bis 15 Jahren bis zur Mündung ausgebaut wird. Der Bau eines Containerterminals wird bis Ende 2011 abgeschlossen werden. Der schnellstmögliche Ausbau der A 6 sowie der Frankenbahn Würzburg-Heilbronn bleiben auch in den kommenden Jahren ein dringendes regionales Anliegen.
Daueraufgabe bleiben die Profilierung des Wirtschaftsstandortes und die weitere Entwicklung der Gewerbegebiete bei einem gleichzeitig ressourcensparenden Umgang mit den zur Verfügung stehenden Flächen. Mit dem Projekt Zukunftspark Wohlgelegen unterstützen die Stadt und der Zukunftsfonds die Ansiedlung technologieorientierter Branchen, die es in Heilbronn bislang kaum gab. Auch der Ausbau der Hochschule Heilbronn muss weitergehen, wenn der „doppelte" Abi-Jahrgang 2012 erfolgreich bewältigt werden soll. 2011/12 wird eine Wirtschaftsfakultät als neue Außenstelle am Europaplatz eröffnen; gleichzeitig geht auch der neue Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung an der Mannheimer Straße in Betrieb, wo sich mehrere private Bildungs- und Hochschuleinrichtungen ansiedeln.
Heilbronn wird sich auch in den nächsten Jahren weiter als familienfreundliche Stadt profilieren, z.B. durch den Ausbau der Ganztagesangebote oder durch die Aufrechterhaltung von Sport-, Freizeit - und Hilfsangeboten. Unser Klinikum am Gesundbrunnen muss in den nächsten Jahren um- und in großen Teilen auch neu gebaut werden. Das „Mehrgenerationenhaus" soll als Initiative Zeichen setzen. Im November 2009 hat die „experimenta" eröffnet, ein in Süddeutschland einmaliges Science Center zur Präsentation naturwissenschaftlicher und technischer Phänomene.
Die „Kulturstadt" Heilbronn hat im Herbst 2010 eine letzte Angebotslücke mit der Kunsthalle Vogelmann geschlossen. Spannende Ausstellungen der Städtischen Museen und des Heilbronner Kunstvereins werden zu sehen sein. 2012 wird das neue „Haus der Stadtgeschichte" eröffnet. Langfristiges Ziel bleibt eine Multifunktionshalle. Und in schwierigen Zeiten gilt: Stadtkultur muss nicht nur in Stadtregie laufen. Als Großevent steht im Jahr 2012 das Landesturnfest an.
Die Verwaltungsmodernisierung geht weiter, dabei wird das Rathaus den Kurs fortsetzen, sich auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren und vermehrt Partner für wichtige Vorhaben zu suchen. Neben das „wirkliche" wird das "virtuelle" Rathaus treten und verstärkt elektronische Bürgerdienstleistungen anbieten.
Eine Schlüsselrolle bei der Förderung des Bürgerengagements fällt der 2004 gegründeten Bürgerstiftung zu, die sich besonders auf dem Gebiet Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen stark macht und ein „Bündnis gegen Gewalt" der Heilbronner Schulen auf die Beine gestellt hat. Nicht zuletzt ist es Ziel, die Integration der in Heilbronn lebenden Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationsgeschichte voranzubringen, hierfür engagieren sich besonders der neue Integrationsbeirat und die neu ernannte Integrationsbeauftragte.
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