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28.06.2012

Dienstbeginn für Kommunalen Ordnungsdienst

Für die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl

Ab kommender Woche ist der neue Kommunale Ordnungsdienst (KOD) in Heilbronn im Einsatz. Das vierköpfige Team soll dafür sorgen, dass die Stadt noch sicherer wird und das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger steigt – objektiv ist Heilbronn bereits jetzt eine der sichersten Großstädte Deutschlands. Vorab wurden die Mitarbeiter des Ordnungsamts sowie ein ergänzendes Streetwork-Team der Presse vorgestellt.

Zunächst wird der KOD den Schwerpunkt seiner Arbeit auf die City legen. „Hier gilt es, Präsenz zu zeigen und das Augenmerk auf Brennpunkte der ‚Innenstadtszenen‘ zu richten“, erläutert Bürgermeister Harry Mergel. Die Mitarbeiter würden aber auch Verstöße wie das Wegwerfen von Kleinabfällen, Lärmen, Plakatieren, Spucken oder auch Urinieren ahnden. Des Weiteren seien der Jugendschutz sowie Regelungen für Gaststätten- und Spielhallen im Blickfeld des KOD, der laut Mergel nicht die Polizei ersetzen soll, sondern zwischen den Aufgaben von Polizei und städtischem Vollzugsdienst angesiedelt ist.

Der neue Kommunale Ordnungsdienst besteht aus einer Mitarbeiterin und drei Mitarbeitern, die bisher im städtischen Vollzugsdienst tätig waren und für die neue Aufgabe intensiv geschult wurden. Die an ihren blauen Uniformen mit der Aufschrift „Polizeibehörde“ erkennbaren Mitarbeiter werden auch am Wochenende und – wenn nötig – bis in die Nacht hinein auf Streife gehen. Durch ein eigenes Kraftfahrzeug sowie zwei Segways ist für Mobilität gesorgt.

Der Kommunale Ordnungsdienst steht der Bürgerschaft und Besuchern der Stadt für Hinweise auf Ordnungsstörungen oder für Auskünfte zur Verfügung. Soweit die Bevölkerung Störungen beobachtet, können diese Ordnungs- und Vollzugsdienstleiter Jürgen Auer unter Telefon 56-20 50 gemeldet werden. Außerhalb der Büro-Dienststunden können Meldungen unter der Notrufnummer 110 an die Polizei erfolgen, welche die Informationen an den KOD weiterleitet.

Der Ordnungsdienst arbeitet künftig mit den bisherigen Kollegen vom Vollzugsdienst und der Polizei, aber auch mit dem Streetworker-Team eng zusammen. „Die Kombination aus stärkerer Präsenz der Ordnungskräfte und neuen Hilfsangeboten ist landesweit einmalig“, betont Bürgermeister Harry Mergel. Das Instrument Streetwork soll eingesetzt werden, um gezielt auf auffällige Jugendgruppen oder auch junge Erwachsene sowie suchtkranke Personen zugehen zu können, die sich zu einzelnen Szenen zusammenballen. Dazu hat die Arbeitsgemeinschaft Suchtkrankenhilfe (ARGE Sucht) im Auftrag der Verwaltung eine Konzeption erstellt; vor allem sollen die Streetworker die Betroffenen an bestehende Beratungs- und Hilfsangebote verweisen. Die beiden bei der Caritas bzw. bei dem Verein für Jugendhilfe im Landkreis Böblingen angestellten Streetworker haben bereits vorher in Heilbronn gearbeitet, im Kontaktladen bzw. im Bereich Suchtprävention an Schulen.

Zwischen den Akteuren des Kommunalen Ordnungsdienstes und den beiden Streetworkern findet ein regelmäßiger Austausch statt, ein gemeinsamer Auftritt vor „Szenen“ ist allerdings nicht zielführend. Die Vernetzung mit dem Kommunalen Ordnungsdienst erfolgt über den Arbeitskreis „Miteinander in der City“, aber auch durch den direkten Austausch der Fachkräfte untereinander.

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