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Pressemitteilungen August 2008

1. August 2008

Asphaltarbeiten Am Wollhaus

Ab Montag, 4. August

Von Montag, 4. August, bis Mittwoch, 6. August, werden die Fahrbahnbeläge im Bereich Allee/Wollhaus erneuert. In südlicher Fahrtrichtung steht von der Allee in Richtung Wilhelmstraße deshalb zeitweise nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Außerdem wird es zeitweise bzw. am Mittwoch ganztägig nicht möglich sein, nach links in die Wollhausstraße abzubiegen.

Mit Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen. Ortskundigen wird empfohlen, die Allee in Richtung Wilhelmstraße weiträumig zu umfahren.

4. August 2008

Doppelspitze für experimenta nun komplett

Andreas Kaiser neuer Kaufmännischer Geschäftsführer

Die Führungsriege für die experimenta, die geplante Lern- und Erlebniswelt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Hagenbucher, ist komplett: Am 1. August hat Andreas Kaiser die Kaufmännische Geschäftsführung für die Experimenta - Science Center der Region Heilbronn-Franken gGmbH übernommen.

An seinem vorläufigen Arbeitsplatz in der Geschäftsstelle der experimenta im Gebäude des Naturhistorischen Museums wurde der Diplom-Kaufmann mit zusätzlichem MBA-Abschluss (Edinburgh) von seinem Kollegen Dr. Wolfgang Hansch, der die wissenschaftliche Geschäftsführung innehat, und dem Geschäftsführer der Dieter-Schwarz-Stiftung, Klaus Czernuska, begrüßt. Die Schwarz-Stiftung ist sowohl Hauptsponsor der experimenta als auch – neben der Stadt Heilbronn, der IHK Heilbronn-Franken, der Hochschule Heilbronn und der Akademie für Information und Management - einer der fünf Gesellschafter der gGmbH.

Zusammen mit Hansch wird Kaiser, der bislang in Mannheim wohnt, nun den Aufbau der experimenta, die bis Herbst kommenden Jahres für 27 Millionen Euro im Hagenbucher eingerichtet wird, vorantreiben. Dabei wird zu den Aufgabenschwerpunkten des 43-Jährigen die Entwicklung eines Marketingkonzepts und die Verwaltung der Finanzen gehören. Der habilitierte Geologe und seitherige Leiter des Naturhistorischen Museums Hansch wird für die Ausstellungen und das Schülerforschungszentrum zuständig sein. Beide zusammen werden sich um die Personalrekrutierung kümmern.

Zuletzt war Kaiser, der gebürtig aus Rheda-Wiedenbrück (Westfalen) stammt, in einer führenden Position bei einer Management-Beratung im Frankfurter Raum tätig. Andreas Kaiser ist verheiratet und hat eine fünfjährige Tochter und einen dreijährigen Sohn. Soweit es seine Zeit zulässt, widmet sich Kaiser seinen Hobbys, dem Joggen, Wandern und Skilaufen, der klassischen Musik oder dem Kochen.

5. August 2008

Robert an der Brügge als Geschäftsführer bestätigt

Stadtsiedlung Heilbronn

Großer Vertrauensbeweis für den Geschäftsführer der Stadtsiedlung Heilbronn GmbH: Ein Jahr vor Ablauf seines derzeitigen Vertrags hat der achtköpfige Aufsichtsrat jetzt einstimmig die Wiederbestellung von Robert an der Brügge für weitere fünf Jahre als Geschäftsführer des Wohnungsunternehmens mit rund 4000 verwalteten Mietwohnungen beschlossen.

Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach als Aufsichtsratsvorsitzender des städtischen Tochterunternehmens dankte dem 47–jährigen Diplom-Volkswirt für seine Arbeit und freut sich auf die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit: „Mit Robert an der Brügge an der Spitze ist die Stadtsiedlung als größter Wohnungsgeber in der Region bestens aufgestellt. Auch die Entwicklung des Zukunftsparks und die Neuentwicklung des Stammviertels in der Nordstadt sind bei ihm in den besten Händen.“

An der Brügge ist seit Juli 2000 Geschäftsführer der Stadtsiedlung. Sein neuer Vertrag wird nun bis Ende Juni 2014 verlängert.

5. August 2008

Besucherplus in den Freibädern

200.000-er Marke überschritten

Die städtischen Freibäder Neckarhalde, Gesundbrunnen und Kirchhausen verzeichnen nach den ersten drei Monate ein leichtes Besucherplus im Vergleich zum Vorjahr: Seit Eröffnung Anfang Mai nahmen 204.084 Besucher das Badevergnügen der Heilbronner Freibäder in Anspruch. Das sind 6635 mehr als im vergangenen Jahr.

Allein im Mai dieses Jahres hat die Stadtwerke Heilbronn GmbH als Betreiberin der Bäder 128.000 Besucher im Vergleich zu 108.900 im Vorjahr gezählt; im Juni waren es 40.950 (62.100) und im Juli 35.100 (26.500). Der Rekordsommer 2003 bleibt damit weiterhin unübertroffen. Damals verzeichneten die Freibäder bereits Ende Juni 266.100 Besucher.

Trotz des leichten Besucherplus ist Peter Schulz, Leiter der Bäderverwaltung bei den Stadtwerken, nicht ganz zufrieden mit der Bilanz. „Das Wetter ist dieses Jahr leider recht unbeständig. Die Schwimmer kommen zwar auch bei wolkigem Himmel, aber die Badegäste wollen halt Sonne. Dabei ist die Wassertemperatur dank Solarbeheizung in allen drei Bädern sehr angenehm.“

Wer nicht einfach nur schwimmen will, kann auch die kostenlosen Sportangebote nutzen. So gibt es im Freibad Gesundbrunnen jeden Montag von 19 bis 20 Uhr und jeden Donnerstag von 10 bis 11 Uhr Aquajogging für jeden, der Lust hat, mitzumachen. Im Freibad Neckarhalde findet das gleiche Angebot montags von 10 bis 11 Uhr und mittwochs von 19 bis 20 Uhr statt. Das Freibad Kirchhausen bietet dienstags um 19 Uhr und mittwochs um 10.30 Uhr Aquafitness an.

Im Freibad Gesundbrunnen gibt es bis Freitag, 8. August zudem wieder ein spezielles Ferienprogramm für alle daheimgebliebenen Kinder und Jugendlichen. Weitere Infos dazu finden sich auf der Internetseite der Stadtwerke. Und am Sonntag, 10. August steigt im Freibad Neckarhalde von 11 bis 18 Uhr die Fun & Action Poolparty mit außergewöhnlichen Wasserspielen und einer Verlosung.

www.stadtwerke-heilbronn.de

5. August 2008

Franzosen von Stadtbahn begeistert

Regionalvertreter zu Besuch

Die Heilbronner Stadtbahn macht auch in Frankreich Furore: Erste Bürgermeisterin Margarete Krug konnte jetzt eine Gruppe französischer Regionalvertreter begrüßen, die sich über die Vorteile des Stadtbahnkonzepts informierten. Hintergrund: In verschiedenen Regionen des Nachbarlands gibt es Überlegungen für eine „tram-train“, der Besuch im Unterland gab dazu weitere Impulse. Neben mehreren Vorträgen standen auch Fahrten durch die Stadt und in Richtung Hohenlohe auf dem Programm.

Besonders interessierte die Gäste die Möglichkeit, das System Eisenbahn mit dem System Straßenbahn zu kombinieren. In Heilbronn konnte die Gruppe u.a. an den Beispielen Bahnhofstraße und Harmonie erfahren, welche Auswirkung ein solches Projekt auf die Stadtentwicklung hat. Die Verknüpfung von Individual- und öffentlichem Verkehr durch Park- and Ride-Plätze oder auch Fahrradboxen stieß ebenfalls auf großes Interesse. Auch die Abstimmung aller öffentlichen Verkehrsmittel im Heilbronn-Hohenloher-Haller Nahverkehr (HNV) brachte den Franzosen wichtige Erkenntnisse.

Die Teilnehmer kamen aus den Regionen Ile-de-France (Großraum Paris), Centre (Tours / Orléans) und Midi-Pyrénées (Toulouse). Bisher gibt es in Frankreich nur in der Region Ile-de-France im Osten von Paris eine erste acht Kilometer lange Stadtbahnstrecke, diese Linie soll verlängert werden. Weitere konkrete Projekte gibt es im Elsass (Mulhouse und Strasbourg), in der Region Pays-de-la-Loire (Nantes) und in Rhônes-Alpes (Lyon).

6. August 2008

Dammstraße bekommt ein frisches Gesicht

Sanierungsgebiet Nordstadt

Die Dammstraße im Sanierungsgebiet Nordstadt bekommt ein frisches Gesicht. Dabei werden die Fahrbahn verengt, die Fahrbahndecke neu asphaltiert, die Gehwege neu gepflastert und auf der Nordseite Bäume gepflanzt. Vor dem Evangelischen Nikolai-Kindergarten wird ein Abschnitt verkehrsberuhigt. Insgesamt investiert die Stadt Heilbronn in die heute begonnene Maßnahme 1,56 Millionen Euro.

„Nach der Aufwertung des Straßenraums hoffen wir, dass die Immobilienbesitzer nachziehen und ihre Häuser und deren Fassaden auf Vordermann bringen. Dabei können sie auch von den steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten im Sanierungsgebiet profitieren“, erklärt Bürgermeister Wilfried Hajek.

Für den Umbau der Dammstraße hat das Amt für Straßenwesen insgesamt vier Bauabschnitte vorgesehen. Den Anfang macht jetzt der Teilabschnitt zwischen Wartbergstraße und Nordstraße. Parallel haben die städtischen Entsorgungsbetriebe zwischen Nordbergstraße und Wartbergstraße mit der Erneuerung des Kanals begonnen. Sobald diese Ende September abgeschlossen sein wird, geht es hier von Oktober bis Dezember mit den Straßenbauarbeiten weiter. Im ersten Quartal 2009 steht dann der Abschnitt von der Paulinenstraße bis zur Nordbergstraße an. Der vierte und letzte Bauabschnitt westlich der Paulinenstraße wird 2009/2010 folgen.

Weitere Sanierungsmaßnahmen sind im kommenden Jahr die Umgestaltung der Sichererstraße sowie die Anlage eines Quartiergartens an der Dammstraße. Der dafür notwendige Abbruch bestehender Gebäude erfolgt bereits in diesem Monat. Außerdem wird die Olgakrippe bis zum Sommer kommenden Jahres in ein Kinder- und Familienzentrum nach dem Vorbild eines englischen Early-Excellence-Center umgewandelt.

Um die Lebensqualität in der stark verdichteten Nordstadt zu verbessern, lag der Schwerpunkt der bereits erfolgten Aufwertungs- und Erneuerungsmaßnahmen nach enger Abstimmung mit den Bewohnerinnen und Bewohnern auf mehreren Grün- und Spielprojekten. So wurden im Sanierungsgebiet, das sich nördlich der Weinsberger und Mannheimer Straße bis zum Bahnbogen erstreckt und auch das Areal um die Wartbergschule einschließt, bereits der Spielplatz Lessingstraße erneuert, der Schulhof der Dammschule umgestaltet und der Schulhof der Wartbergschule in einen „Traumschulhof“ mit Atrium und großem Baumhaus umgewandelt. Darüber hinaus wurde die Grünanlage Ecke Sichererstraße / Wartbergstraße grundlegend erneuert.

Zur Umsetzung des durch den Gemeinderat 2003 genehmigten Maßnahmenkonzepts stellen Bund, Land und die Stadt Heilbronn im Rahmen des Förderprogramms „Die soziale Stadt“ 5,4 Millionen Euro zur Verfügung. Der Bewilligungszeitraum endet 2010.

6. August 2008

Führung übers BUGA-Gelände

Mittwoch, 13. August, 18 Uhr

Am kommenden Mittwoch, 13. August, führt der Leiter des städtischen Grünflächenamtes, Hans-Peter Barz, über das Gelände der Bundesgartenschau 2019. Der Informationsspaziergang dauert etwa zwei Stunden. Treffpunkt ist um 18 Uhr an der Unteren Neckarstraße Ecke Lohtorstraße.

Das Fruchtschuppen-Areal hinter dem Hauptbahnhof ist das Herzstück des Bundesgartenschaugeländes. In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Gemeinderat entschieden, im Herbst einen städtebaulichen Ideenwettbewerb zu starten, damit dieses Gebiet künftig zum Wohnen und Arbeiten dienen kann. Die Ergebnisse – der ‚Masterplan Neckarvorstadt’ – sollen im Frühsommer kommenden Jahres vorliegen und dann mit der Bürgerschaft diskutiert werden.

7. August 2008

Kinderspiele überall erlaubt

Verkehrsberuhigte Bereiche

Verkehrsberuhigte Bereiche, die so genannten Spielstraßen, bestehen mittlerweile an vielen Stellen im Heilbronner Stadtgebiet. Obwohl das blau-weiße Verkehrszeichen bereits im Jahre 1980 erstmals eingeführt wurde, ist seine Bedeutung immer noch wenig bekannt. Immer wieder kommt es daher zu einem Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmer, das nicht selten gebührenpflichtige Verwarnungen nach sich zieht.

Wichtigste Regel in einem verkehrsberuhigten Bereich ist das gleichberechtigte Miteinander von Fußgängern und dem Fahrzeugverkehr. Optisch ist dies an der fehlenden Trennung von Fahrbahn und Gehweg zu erkennen.

Das Parken außerhalb besonders gekennzeichneter Flächen ist in verkehrsberuhigten Bereichen verboten. Ausgenommen von der Haltverbotsregelung sind lediglich das Halten zum Ein- und Aussteigen sowie Be- und Entladen.

Eine weitere Vorgabe ist das Fahren mit Schrittgeschwindigkeit mit einem Tempo von vier bis sieben Stundenkilometern. Da an vielen Tachometern eine solch geringe Geschwindigkeit nicht ablesbar ist, gilt folgende Regel: Wer Fußgänger in einem verkehrsberuhigten Bereich überholt, ist bereits zu schnell.

Fußgänger dürfen die Straße in ihrer ganzen Breite nutzen, ohne aber den fahrenden Verkehr unnötig zu behindern. Auch Kinderspiele sind überall erlaubt. Fahrende Verkehrsteilnehmer, dazu gehören auch Radfahrer, dürfen Fußgänger weder gefährden noch behindern. Wenn nötig, müssen sie warten.

Beim Verlassen eines verkehrberuhigten Bereiches gilt nicht etwa rechts vor links. Vielmehr hat sich der Fahrzeugführer wie bei der Ausfahrt aus einem Grundstück zu verhalten. Aus einem untergeordneten Verkehrsbereich kommend, muss bevorrechtigten Verkehrsteilnehmern Vorfahrt gewährt werden.

8. August 2008

Mehr als 38,2 Millionen Euro Stiftungsvermögen

Stadt verwaltet Kapital

Rund 38,21 Millionen Euro betrug zum Jahresende 2007 das Vermögen der 26 von der Stadt Heilbronn verwalteten Stiftungen. Dies sind knapp 400.000 Euro mehr als im Jahr 2006. Die Erträge des Stiftungsvermögens verwendet die Stadt nach dem Willen der Stifter für kulturelle, soziale und wissenschaftliche Zwecke. Teilweise können die von der Stadt verwalteten Stiftungen auf eine jahrhundertelange Tradition zurückblicken. Aber auch in der jüngsten Vergangenheit werden noch Stiftungen gegründet und der Stadt anvertraut.

Älteste und gleichzeitig größte Stiftung ist mit einem Kapital von rund 20 Millionen Euro die Spitalstiftung: Sie geht auf die Stiftung des Katharinenhospitals durch den Rat der Stadt Heilbronn im Jahre 1306 zurück. Stiftungszweck ist nach der Stiftungsurkunde die Pflege und Unterstützung armer und kranker Menschen. Die Erträge werden für soziale Zwecke eingesetzt. Zum Stiftungsvermögen gehören neben Kapital auch zahlreiche Grundstücke insbesondere auf der Gemarkung Neckargartach. Ein Teil davon hat die Stadt der Stiftung abgekauft. Durch den Verkauf ist das Barvermögen der Stiftung beträchtlich gewachsen. Der Besitz von Grund und Boden hat die Spitalstiftung, wie andere Stiftungen auch, über die große Inflation des Jahres 1923, die das vorhandene Kapital in kurzer Zeit dahinschmelzen ließ hinweggerettet.

Zweitgrößte Stiftung ist die Becker-Franck-Stiftung mit rund 11,4 Millionen Euro Barvermögen. Im Grundbesitz der Stiftung befindet sich das Käthchenhaus und die heutige Tourist-Info. Die Becker-Franck-Stiftung hat den Bau der Kindergärten in der Ellwanger Straße, der Staufenbergstraße sowie im Badener Hof finanziert. Sie werden aus Stiftungserträgen betrieben. Die Stiftung geht zurück auf einen Erbvertrag der Geschwister Elisabeth und Marianne, Nachkommen der Heilbronner Industriellenfamilie Becker.

Gemessen am Stiftungskapital an dritter Stelle steht mit 3,7 Millionen Euro die Paul und Anna Göbel-Stiftung zur Förderung von Kultur- und Kunstwerken sowie der Volksbildung. Im Jahr 2007 wurden unter anderem gefördert: die Veranstaltungen „Heilbronner Sommertheater“ und „Lange Nacht der Kultur“, die Publikation „Wir wohnen in Heilbronn- Kinder lernen ihre Stadt kennen“ und das Kulturwegweisersystem. Nach wie vor erhält die Stiftung jährlich eine großzügige Spende aus dem Familienvermögen der Stiftungsgründer. Der 1982 verstorbene Ehrenringträger Dr. Kurt Göbel hatte 1963 die Stiftung zum Andenken an seine Eltern Anna und Dr. Paul Göbel, Anfang des 20. Jahrhunderts Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn, ins Leben gerufen.

Erhebliches Stiftungsvermögen besitzen auch die Alfred-Beck-Stiftung sowie die Link’sche Familienstiftung, die - wie andere städtische Stiftungen – mit ihren Erträgen die Altenbetreuung beziehungsweise die Katharinenstift gGmbH fördern.

Nicht immer aber kommen bei einer Stiftung Millionenbeträge zusammen: Gerade etwa 500 Euro Kapital weist die „Stiftung der Kameradschaft des ehemaligen Festungspionierstabes 10“ aus. Aus den Zinsen des Stiftungsertrags wird alljährlich ein Kranz gekauft, der am Volkstrauertag an der Ehrentafel der Kameradschaft am Hafenmarkt niedergelegt wird.

Einige Stiftungen unterstützen die Verleihung von Preisen: Dank der Wilhelm-Maybach-Stiftung kann jährlich an der Wilhelm-Maybach-Schule ein Wilhelm-Maybach-Preis vergeben werden, die Erna-Jauer-Herholz-Stiftung finanziert unter anderem Schülerpreise an der Gustav-von-Schmoller-Schule.

Ein besonderes Schicksal erfuhr die Achtung’sche Stiftung: Das Ehepaar Achtung hat im 19. Jahrhundert der Stadt ihr ganzes Vermögen als Stiftung für wohltätige Zwecke vermacht. Zum Vermögen gehören große Grundstücksflächen im sachsen-anhaltinischen Aschersleben, die nicht verkauft werden dürfen. Aus dem Geldvermögen wurde 1891 ein Schwimmbad gebaut, das zu DDR-Zeiten enteignet wurde. Seit den 60-er Jahren blieben auch Nachrichten über die finanzielle Entwicklung der Liegenschaften aus. 1990 hat die Stadt Heilbronn ihre Eigentumsrechte erneut angemeldet, die Pachtgelder kommen dem Sozialhaushalt zu Gute.

Im Jahr 1996 wurde von Ursula Niethammer, der Frau des 1996 verstorbenen Heilbronner Ehrenbürgers Friedrich Niethammer, zur Verbesserung der Lebenssituation von Heilbronner Kindern die Friedrich-Niethammer-Stiftung eingerichtet. Bei Gründung der Stiftung betrug das Kapital 21.353 Euro. Heute beläuft sich das Stiftungskapital bereits auf 180.000 Euro. Vor wenigen Monaten hat die Stiftung zum Stiftungskapital eine große Einzelspende eines SPD-Mitglieds in Höhe von 25.000 Euro erhalten.

Jüngste Stiftung der Stadt ist die im Jahr 2006 gegründete Dr. Annette Fuchs-Stiftung. Sie wurde von Emilie Fuchs, der Witwe des früheren Bürgermeisters Erwin Fuchs, zum Gedenken an die verstorbene Tochter ins Leben gerufen. Zwischenzeitlich hat die Stifterin das anfängliche Grundkapital mit weiteren großzügigen Spenden auf 200.000 Euro aufgestockt. Mit den Erträgen sollen Kinder aus dem Stadtkreis Heilbronn, die gesundheitlich oder in ihrer Entwicklung gestört sind, gefördert werden. Erstmals können in diesem Jahr Fördermittel vergeben werden.

Zusätzlich zu den Stiftungsmitteln verwaltet die Stadt Gelder aus dem Nachlass der Heilbronnerin Irmingard Wild. Aus ihrem Vermögen fließen mehr als 730.000 Euro in den vom Gemeinderat im vergangenen Jahr beschlossenen Bau und den Betrieb des Early Excellence Centers in der Olgakrippe.

8. August 2008

Hilfreiche Pflegeangebote

Neue Broschüre zur Betreuung Pflegebedürftiger

Tagespflege und zeitweilige Betreuungsangebote bieten pflegenden Angehörigen hilfreiche Unterstützung und können dazu beitragen, dass Pflegebedürftige lange in der häuslichen Umgebung versorgt werden können. Eine jetzt vorgelegte Broschüre informiert daher über alle Tagespflege- und Betreuungsangebote im Stadt- und Landkreis Heilbronn mit jeweiligen Adressen und Kosten. Insgesamt finden sich in der 24-seitigen Broschüre über 80 nützliche Adressen von Diensten und Beratungsstellen. Darüber hinaus weist die Broschüre auch auf die Voraussetzungen und die durch die Reform der Pflegeversicherung zum 1. Juli verbesserten Finanzierungsmöglichkeiten der Tagespflege und der niedrigschwelligen Betreuungsangebote hin.

Herausgegeben wurde die Broschüre vom Amt für Familie, Jugend und Senioren der Stadt Heilbronn und vom Sozialdezernat des Landkreises Heilbronn in einer Auflage von 4000 Exemplaren. Erhältlich ist sie ab sofort bei allen Bürgerämtern und im Amt für Familie, Jugend und Senioren der Stadt Heilbronn, Gymnasiumstraße 44, sowie beim Landratsamt Heilbronn und den IAV-Stellen im Landkreis.

8. August 2008

Götzenturmbrücke gesperrt

Am Dienstag, 12. August

Am Dienstag, 12. August ist von 14 bis 18 Uhr die Götzenturmbrücke wegen Fernsehaufnahmen für Fahrzeuge gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Rosenbergstraße und Südstraße. Für Fußgänger und Radfahrer ist die Brücke passierbar.

8. August 2008

Tollwutgefährdeter Bezirk aufgehoben

Ab heute

Die Stadt Heilbronn – Ordnungsamt, Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung - hebt die in der Veterinärbehördlichen Tierseuchenanordnung vom 10. Dezember 2004 festgelegten Schutzmaßnahmen für den Tollwut gefährdeten Bezirk Stadt Heilbronn zum 8. August 2008 wieder auf.

Nach der amtlichen Feststellung der Tollwut am 3. Dezember 2004 bei einem erlegten Fuchs im Neckar-Odenwald-Kreis wurde der gesamte Stadtkreis Heilbronn zum “Gefährdeten Bezirk” erklärt. Im gefährdeten Bezirk durften Hunde und Katzen ohne wirksamen Impfschutz nicht frei laufen gelassen werden.

Aufgrund der erfolgreichen Impfung der Wildfuchspopulation wurde der letzte Tollwutfall in Baden-Württemberg am 28. Februar 2005 festgestellt; die letzte Impfung erfolgte im September 2007. Begleitet wurden die Impfmaßnahmen von umfangreichen Kontrolluntersuchungen des Fuchsbestandes.

Der gefährdete Bezirk im Stadtkreis Heilbronn kann daher entsprechend der Kriterien des Internationalen Tierseuchenamtes (OIE) zum 8. August 2008 aufgehoben werden.

Allgemeinverfügung Aufhebung des tollwutgefährdeten Bezirks

11. August 2008

Präventives Angebot gegen jugendliche Alkoholexzesse

„Zurück ins Leben“

In Heilbronn gibt es ab Herbst dieses Jahres mit „Zurück ins Leben“ ein neues Präventivangebot für Jugendliche, die durch Komatrinken auffällig werden. Hintergrund des Konzeptes ist die immer noch wachsende Zahl an Krankenhauseinweisungen nach exzessivem Alkoholkonsum. Das Konzept wurde in enger Kooperation zwischen der Stadt Heilbronn und dem Diakonischen Werk entwickelt.

„Für uns ist es wichtig, Jugendlichen möglichst früh Angebote zu machen, um sie vor Folgeschäden bei Alkoholmissbrauch zu bewahren. Mit ‚Zurück ins Leben’ gehen wir gemeinsam mit ihnen neue Wege“, erklärt Bürgermeister Harry Mergel.

Innovatives Kernstück ist die Bereitstellung einer „Brückenkraft“, die in der Akutphase nach einer Krankenhauseinweisung den Jugendlichen und deren Eltern zeitnah zur Seite steht. Die Jugendlichen sollen motiviert werden, innerhalb ihres sozialen Umfeldes die bestehenden Angebote wie Jugendhäuser oder schulische Angebote wahrzunehmen. Durch die unterstützte Anbindung und Integration der Jugendlichen an diese Angebote wird die Wiederholungsgefahr reduziert.

Beim Komatrinken handelt es sich um das schnelle und zwanghafte Konsumieren von Alkoholika, mit dem Ziel, in kürzester Zeit betrunken zu werden. Folgen können beispielsweise Rausch, Bewusstlosigkeit bis hin zu Tod sein. „Ein Jugendlicher, der ins Krankenhaus eingeliefert wird, sollte jemanden an seiner Seite habe, der ihm hilft, sein Trinkverhalten zu analysieren“, erklärt Achim Bocher vom Amt für Familie, Jugend und Senioren. „Gerade in Krisensituationen erreicht ein Gespräch oftmals mehr, da die Betroffenen viel empfänglicher sind. Sie sind schockiert darüber, was mit ihnen und ihrem Körper passiert.“

Träger des Projektes „Zurück ins Leben“ ist das Diakonische Werk; die Stadt Heilbronn unterstützt in den kommenden zwei Jahren das Suchtprojekt mit 30.000 Euro pro Jahr.

11. August 2008

Schadstoffsammlung

Samstag, 16. August

Am Samstag, 16. August findet von 8 bis 14 Uhr auf dem Recyclinghof Schwabenhof, Lise-Meitner-Straße, eine mobile Schadstoffsammlung statt.

Angenommen werden schadstoffhaltige Abfälle aus Privathaushalten in haushaltsüblicher Menge. Dazu gehören z. B. Batterien, Farb- und Lackreste, Verdünner, Pflanzen- und Holzschutzmittel, Fleckentferner, Reinigungsmittel, Imprägniermittel, Frostschutzmittel, Laugen, Quecksilberthermometer, Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen und sonstige Abfälle, die giftige bzw. umweltgefährliche Stoffe enthalten. Altöl wird gegen eine Kostenpauschale von 50 Cent pro Kilogramm angenommen. Schadstoffe bitte nicht unbeaufsichtigt abstellen, sondern direkt beim Fachpersonal abgeben.

11. August 2008

Vorauszahlungen Grund- und Gewerbesteuer

Bis Freitag, 15. August

Bis Freitag, 15. August, werden die Vorauszahlungen bei der Grund- und Gewerbesteuer für das dritte Quartal fällig. Die Raten ergeben sich aus dem letzten Steuerbescheid. Die Stadtkasse bittet um termingerechte Bezahlung, da im Verzugsfalle Säumniszuschläge angesetzt und bei der Mahnung Gebühren erhoben werden müssen. Barzahlungen werden nicht entgegengenommen, bei Banküberweisungen ist das Buchungszeichen anzugeben.

12. August 2008

Cluss- und Marx-Briefe zum Hören

Ein Podcast auf www.adolf-cluss.de

Im Nachklang zum Adolf-Cluss-Projekt von 2005 begibt sich das Stadtarchiv Heilbronn auf experimentelle Pfade: Als neuartige Form der Präsentation von historischen Quellen veröffentlicht das Archiv Ausschnitte aus dem Briefwechsel zwischen Adolf Cluss, Karl Marx, Friedrich Engels und anderen als kleine Hörstücke, die im Internet als Podcast abonniert und abgerufen werden können. Einmal in der Woche wird auf www.adolf-cluss.de ein neues Stück veröffentlicht.

Insgesamt 30 Hördokumente wurden produziert, gesprochen von Katrin Becker, Bernhard Hackmann und Felix Würgler, allesamt bisher Mitglieder des Heilbronner Theaterensembles. Die Koordination lag bei Dr. Martina Michelsen, die Idee hatte Peter Wanner vom Stadtarchiv.

Adolf Cluss aus Heilbronn hatte nach seiner Auswanderung in die USA erstmals 1850 wieder Briefkontakt mit Karl Marx und anderen Genossen aus der Zeit des Kommunistischen Bundes aufgenommen. In den folgenden Jahren entspann sich ein intensiver Briefwechsel mit politischen Debatten, blumigen Berichten über das Alltagsleben und Klatsch und Tratsch über die Emigrantenszene in Washington und London, zu der neben Cluss mit Franz Arnold und Carl Pfänder weitere Heilbronner zählten.

www.adolf-cluss.de

12. August 2008

Sauberkeitskontrollen

Schwerpunkt: Kleinstabfälle

Wer kennt es nicht, dieses unangenehme Gefühl, wenn während eines Spaziergangs oder Einkaufbummels plötzlich ein Kaugummi an der Schuhsohle klebt? Um diesem Ärgernis Herr zu werden und zugleich das optische Erscheinungsbild der Heilbronner Straßen und Plätze zu verbessern, kontrolliert der städtische Vollzugsdienst ab kommender Woche verstärkt das unzulässige Wegwerfen von Kleinstabfällen.

Wer zum Beispiel Kaugummis, Zigarettenkippen, Papiertaschentücher wegwirft, muss mit empfindlichen Verwarnungsgeldern rechnen. So werden für das Wegwerfen von Dosen und Papiertaschentüchern 20 Euro fällig. Wer seine Zigarettenkippe auf der Straße fallen lässt, muss mit 15 Euro Verwarnungsgeld rechnen. Verbotenes Kaugummi-Entsorgen und Spucken auf öffentlichen Straßen kosten 25 Euro. Weggeworfene Glasflaschen werden mit 35 Euro geahndet.

13. August 2008

Zweisprachige Erziehung kommt gut an

Becker-Franck-Kindergarten im Industriegebiet

Ein Jahr nach Einführung der zweisprachigen Erziehung im Becker-Franck-Kindergarten in der Ellwanger Straße ziehen die Erzieherinnen eine positive Zwischenbilanz. „Für unsere türkischsprachigen Kinder ist es gut, dass eine Erzieherin nur Türkisch mit ihnen spricht. Das stärkt sie in ihrer Muttersprache und hilft ihnen, die Zweitsprache Deutsch besser zu lernen“, erklärt die Leiterin Christiane Sock.

Den Becker-Franck-Kindergarten im Unteren Industriegebiet besuchen derzeit 60 Kinder, von denen 35 Türkisch als Muttersprache sprechen. Die Erzieherin Gülsen Kütuk, die sowohl im Deutschen als auch im Türkischen zu Hause ist, spricht mit allen Kindern ausschließlich Türkisch. Alle übrigen Erzieherinnen sprechen mit den Kindern Deutsch, und Deutsch ist auch allgemeine Umgangssprache im Kindergarten.

„Die zweisprachige Erziehung motiviert die Kinder unbewusst, sich mit Sprache zu beschäftigen. Das ist ein toller Effekt“, berichtet Sonja Fischer vom Amt für Familie, Jugend und Senioren, die das in Heilbronn bislang einzigartige Modellprojekt begleitet. „Unser wichtigstes Ziel ist aber, dass die Kinder einen besseren Zugang zur deutschen Sprache finden. Dabei greifen wir Erkenntnisse der Zweitsprachenerwerbsforschung auf, die davon ausgeht, dass die sichere Beherrschung der Muttersprache wichtige Grundlage für das Erlernen einer zweiten Sprache, in unserem Falle also des Deutschen, ist.“

Um die Erfolge des Projekts abschließend beurteilen zu können, wird es mindestens über weitere zwei bis drei Jahre fortgeführt. Dann werden die ersten Kinder vom Eintritt in den Kindergarten bis zur Schulreife die zweisprachige Erziehung genossen haben.

Parallel zur sprachlichen Förderung der Kinder unterstützt der Becker-Franck-Kindergarten auch die Eltern beim Deutschlernen. Besonders die Mütter haben bislang die von der Dieter-Schwarz-Stiftung finanzierten Kurse besucht. Die nächste und vierte Runde startet im Oktober.

Vor Ort informierte sich dieser Tage auch der Stiftungsrat der Becker-Franck-Stiftung über das Projekt.

13. August 2008

Startschuss für Haus der Stadtgeschichte

Vier Büros bei Mehrfachbeauftragung

Das Stadtarchiv in der Eichgasse stellt dieser Tage die Weichen, um seinen Anspruch als Haus der Stadtgeschichte zu unterstreichen: Im Rahmen einer „Mehrfachbeauftragung“ sind vier renommierte Ausstellungsgestalter eingeladen, Grundideen für eine zeitgemäße Präsentation der Stadtgeschichte in den beiden Ausstellungsräumen des Archivs zu entwickeln. Die Überlegungen der Ausstellungsfachleute bilden dann die Grundlage für die weiteren Beratungen des Gemeinderats.

Aus Heilbronn nimmt die Gruppe Sepia von Andrea Golowin und Andreas Keck teil, aus Ulm beteiligt sich das Büro Stemshorn Architekten an der Mehrfachbeauftragung. Zudem sind das Reutlinger Atelier Pfeifroth und Reinecke New Media aus Stuttgart mit von der Partie. „Ich bin überzeugt, dass wir kreative und spannende Überlegungen für eine attraktive und moderne Präsentation zur möglichen Bündelung der jüngeren Stadtgeschichte erhalten“, freut sich Bürgermeister Harry Mergel über den Startschuss für erste Planungen zum Haus der Stadtgeschichte.

Die vier beauftragten Büros sind alle auf die Gestaltung von Ausstellungen spezialisiert, waren in den letzten Jahren an vergleichbaren Projekten in der Region beteiligt und haben sich auch darüber hinaus einen Namen gemacht.

Knapp 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen im Haus der Stadtgeschichte zur Verfügung, um die reiche Geschichte der Stadt Heilbronn vor den Besuchern neu zu entfalten. Teile der bestehenden Präsentation sind inzwischen 18 Jahre alt.

„Die Fülle der Aspekte unserer Stadt sinnlich und begreifbar und damit auch für jüngere Besucher wieder erlebbar zu machen, ist eines der Ziele, die wir mit unserem Einsatz für das Haus der Stadtgeschichte verbinden. Schließlich sollten sich junge wie alte Heilbronnerinnen und Heilbronner gleichermaßen mit ihrer Heimatstadt auseinandersetzen und identifizieren“, begründet Bürgerstiftungsvorstand Dietmar Fütterer das Engagement der Heilbronner Bürgerstiftung.

Mit finanzieller Unterstützung der Bürgerstiftung wird nun zunächst eine Grobkonzeption entwickelt, die als Grundlage für die weiteren Beratungen des Gemeinderats dienen soll.

Multidimensionale und multimediale Themenvermittlung heißt eine der Leitlinien der Heilbronner Stadthistoriker – Besucher aller Altersstufen sollen in der neuen Ausstellung je nach Interesse mehr oder weniger tief in die Stadtgeschichte eintauchen können, mit Hilfe einer Komposition unterschiedlicher Medien. Interaktion wird als weiteres Grundprinzip genannt – die Besucher sollten nicht nur schauen, sondern auch spielen, bewegen, anfassen, einfach ausprobieren können.

Auch der zeitliche Horizont der Ausstellung könnte erweitert werden – erstmals soll die Geschichte des 20. Jahrhunderts ins Zentrum gerückt, der Zusammenhang zwischen Gegenwart und Vergangenheit unmittelbar erlebbar gemacht werden.

Das Gebäude des Stadtarchivs könnte im Zusammenhang mit der neuen Dauerausstellung auch einen Eingang vom großen Deutschhof-Innenhof aus erhalten – dies wäre ein wichtiger Schritt, um den Deutschhof mit dem Haus der Stadtgeschichte und dem Stadtmuseum in Zukunft neben der experimenta im Hagenbucher und der Kunsthalle an der Harmonie als eigenständigen Standort zu etablieren.

13. August 2008

Dorfplatz für Neckargartach

Ausbau des Leinbachparks geht weiter

Der Ausbau des Leinbachparks in Neckargartach geht weiter. In diesen Tagen erfolgen einige Vorarbeiten, Anfang September, nach den Betriebsferien der Baufirma, beginnen die Hauptmaßnahmen. Schwerpunkte sind die Umgestaltung des ehemaligen Raiffeisen-Geländes an der Römerstraße zum neuen Dorfplatz, die Freilegung und Renaturierung des Keidgrabens, die Anbindung der Radwege und der Bau von zwei Fußgängerbrücken. Insgesamt investiert die Stadt Heilbronn dafür rund 570.000 Euro.

„Durch die Maßnahme entsteht eine ganz neue, ruhige Ortsmitte mit hoher Aufenthaltsqualität, in der man sich gerne zum Schwatz treffen wird. Neckargartach wird dadurch deutlich an Attraktivität gewinnen“, so Bürgermeister Wilfried Hajek.

Begrenzt wird der rund neun Ar große Dorfplatz durch den Leinbach im Norden, den dann offen gelegten Keidgraben im Osten, den Radweg im Süden und die Römerstraße im Westen. Hier wird eine Hecke den Platz abgrenzen. Zum Keidgraben wird eine geschwungene Mauer errichtet, sodass sich vom höher gelegenen Platz ein balkonartiger Ausblick auf die Inselspitze zwischen Leinbach und renaturiertem Keidgraben ergeben wird. Über einige Stufen, die auch zum Sitzen genutzt werden können, wird es aber auch möglich sein, direkt ans Wasser zu gelangen. Über eine Stahlbrücke gelangt man in den Kleingartenbereich Keidländer. Der Platz selbst wird mit Basalt gepflastert und mit verschiedenen Bäumen bepflanzt. Mehrere Sitzbänke vor Heckenelementen laden zum Verweilen ein. Eine weitere kleine Fußgängerbrücke wird am östlichen Ende den Keidgraben überspannen. Die vorhandenen Wege werden im Anschluss mit den neuen Brücken verbunden.

Projektleiter Gunther Uhlig vom Grünflächenamt rechnet damit, dass alle Arbeiten einschließlich der letzten Pflanzungen im Frühjahr kommenden Jahres abgeschlossen sein werden.

14. August 2008

Bündelsammlungen für Altpapier gehen weiter

Zusammenarbeit der Vereine mit den Entsorgungsbetrieben

Auch nach Einführung der Papiertonne werden die nun schon seit mehreren Jahrzehnten von Heilbronner Vereinen im Auftrag der Stadt durchgeführten Bündelsammlungen für Altpapier und Kartonagen weiter fortgesetzt. Alle 16 derzeit sammelnden Heilbronner Vereine haben jetzt in einer schriftlichen Erklärung ihre Zusammenarbeit mit den Entsorgungsbetrieben der Stadt Heilbronn verlängert. Auch in den kommenden Jahren bieten die Vereine in den verschiedenen Sammelbezirken mehrere Sammlungen pro Jahr an, bei denen das gebündelte Altpapier im Auftrag der Entsorgungsbetriebe direkt am Haus abgeholt wird. Im Gegenzug erhalten die Vereine von den Entsorgungsbetrieben eine Aufwandsentschädigung von 60 Euro pro Tonne gesammeltem Altpapier. Dieses Geld kommt dann direkt der Vereinsarbeit zugute. Bei den Bündelsammlungen werden Zeitungen, Zeitschriften, Prospekte, Kataloge, Hefte, Bücher (ohne Einband) und Verpackungen aus Papier und Pappe sowie Kartonagen abgeholt. In besonderen Fällen sind die Vereine nach vorheriger Kontaktaufnahme auch bereit, das Papier aus dem Keller oder der Garage zu räumen. Die Termine der Altpapierbündelsammlungen werden - soweit möglich - im Abfall-Kalender veröffentlicht. Darüber hinaus teilen die Vereine ihre Sammeltermine weitgehend per Handzettel mit. Alle Termine der Bündelsammlungen können auch bei der Abfallberatung nachgefragt werden. Vereine, die Interesse an der Durchführung von Bündelsammlungen haben, können sich zur Vermittlung von freien Sammelbezirken unter der Rufnummer (07131) 56-29 51 an die Abfallberatung wenden. Diese Vereine sammeln im Auftrag der Entsorgungsbetriebe in der Stadt Heilbronn Altpapier:

  • Abfuhrgebiet 74072 Heilbronn: ASV Heilbronn, VCP Siedlung Hans Riesser, DPSG Stamm Mahatma Gandhi, VCP Siedlung Martin Luther
  • Abfuhrgebiet 74074 Heilbronn: ASV Heilbronn, BdP Stamm Grenzland, VCP Siedlung Hans Riesser
  • Abfuhrgebiet 74076 Heilbronn: ASV Heilbronn, VCP Siedlung Martin Luther, VCP Siedlung Hans Riesser
  • Biberach: Musikverein Kirchhausen
  • Böckingen: Evangelische Jugend, VCP Stamm Vulkan, Posaunenchor, Männerchor Kreuzgrund aktiv
  • Frankenbach: ASV Heilbronn
  • Horkheim: Evangelische Kirchengemeinde, Musikkapelle St. Martinus
  • Kirchhausen: Musikverein Kirchhausen
  • Klingenberg: SSV Klingenberg
  • Neckargartach: VfL Neckargartach
  • Sontheim: TSG Heilbronn, Musikkapelle St. Martinus, VCP Stamm Gustav Adolf

19. August 2008

Begabtenförderung an der Musikschule

Neues Projekt der Bürgerstiftung

Ab dem kommenden Schuljahr erhalten talentierte Musikschülerinnen und Musikschüler an der Städtischen Musikschule eine Begabtenförderung, ohne dass für die Eltern zusätzliche Unterrichtskosten anfallen. Bis zum Schuljahr 2012/2013 trägt die Heilbronner Bürgerstiftung die Gesamtkosten von rund jeweils 16.000 Euro. Insgesamt kann die Städtische Musikschule pro Schuljahr vier Stipendien in Höhe von jeweils rund 800 Euro vergeben. Dies sieht eine Vereinbarung vor, die die Heilbronner Bürgerstiftung und die Stadt heute unterzeichnet haben.

„Heilbronn ist und bleibt eine Musikstadt. Wir haben ein attraktives und vielfältiges Angebot für alle Musikinteressierten. Für die Kinder und Jugendlichen unserer Stadt wollen wir zudem die musikalische Bildung verbessern: Diesen Anspruch verstärken wir durch die Begabtenförderung an der Städtischen Musikschule“, erklärt Bürgermeister Harry Mergel.

Die Begabtenförderung umfasst eine zusätzliche Stunde zum normalen, einstündigen Unterricht, Musiktheorie und Gehörbildung sowie das Musizieren in verschiedenen Ensembles. Dazu werden von der Musikschule Stipendien vergeben, die Kosten trägt die Heilbronner Bürgerstiftung. „Quantitatives und qualitatives Fördern ist unsere Aufgabe“, erklärt Dietmar Fütterer von der Heilbronner Bürgerstiftung. „Die Stipendiaten bekommen nun eine kontinuierliche Chance, innerhalb fester und umfassenderer Bahnen ihrem Talent entsprechend ausgebildet zu werden. Mit diesen vier Stipendien setzen wir einen Meilenstein in der musikalischen Welt Heilbronns.“

Für die Stipendien können sich alle Schülerinnen und Schüler der Städtischen Musikschule bewerben, die bereits an einem Wettbewerb wie „Jugend musiziert“ erfolgreich teilgenommen haben. Das Auswahlverfahren besteht aus einem Vorspiel. Das Stipendium läuft ein Jahr, in dieser Zeit sollten sich die Stipendiaten auch an „Jugend musiziert“ beteiligen.

21. August 2008

Heilbronner Sommertheater steht vor der Tür

Internationales Straßentheaterfestival

Farbenfroh, abwechslungsreich und witzig wird es am Samstag, 30. August: Ab 12 Uhr steht das 13. Heilbronner Sommertheater vor der Tür. Einmal mehr ruft es die Elite des internationalen Straßentheaters nach Heilbronn. 14 Gruppen und Solokünstler aus sieben Ländern beweisen, wie viel Spaß Theater unter freiem Himmel macht.

„Für einige Stunden wird Heilbronn Kunstgenüsse im Halbstundentakt erleben. Ich freue mich, dass es uns auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, so viele Künstler mit den verschiedensten Produktionen in das Oberzentrum der Region zu locken. Und ich danke den zahlreichen Sponsoren, dass sie es wieder ermöglicht haben, das Sommertheater auf die Beine zu stellen“, so Bürgermeister Harry Mergel.

Stelzenläufer, Komödianten, Puppenspieler, Akrobaten, Clowns und Straßenmusikanten werden ab Samstagmittag unterwegs sein und ihr Können präsentieren. Neben den bekannten Gesichtern sind in diesem Jahr auch wieder einige neue Künstler mit dabei. Nicht nur an den Spielorten Kiliansplatz, Großer Deutschhof, Eichgasse und Hafenmarkt finden Aktionen statt, auch so mancher Walkact wird die Fußgängerzone unsicher machen.

Höhepunkt des Tages ist um 20.45 Uhr: Da präsentiert das „Zebra Stelzentheater“ auf dem Marktplatz seine Nachtproduktion „Revue Mystique“, eine Stelzentheater-Revue auf höchstem Niveau.

Auch für Kinder wird viel geboten: Speziell an den Spielorten Großer Deutschhof und Eichgasse gibt es ein besonderes Programm, das auf die Bedürfnisse der Kleinen und ihrer großen Begleiter angepasst ist.

Selbst bei schlechtem Wetter müssen die Zuschauer nicht auf alle ihre Lieblingsnummern verzichten; sollte es regnen, werden einige der Produktionen auf einer überdachten Bühne auf dem Kiliansplatz gezeigt.

Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen frei; allerdings findet im Anschluss an einige Vorführungen die traditionelle Hutsammlung statt – die direkte und ehrliche Art, die Künstler zu entlohnen. Der Erlös aus der Sammlung dient der Finanzierung des Straßentheaterfestes.

Erreichen lässt sich das Sommertheater problemlos mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln.

Detaillierte Programminformationen finden sich hier auf der Website in der Rubrik Kultur und Freizeit. Am Veranstaltungstag ist ab 11 Uhr auf dem Kiliansplatz ein Infostand eingerichtet, erreichbar unter Tel. 0172/6304545.Veranstalter ist das Schul-, Kultur- und Sportamt der Stadt Heilbronn.

Weitere Infos zum Sommertheater

21. August 2008

Asphaltarbeiten in der Südstraße

Ab Montag, 25. August

Ab Montag, 25. August bis voraussichtlich Mittwoch, 27. August stehen umfangreiche Asphaltarbeiten in der Südstraße beim Silcherplatz an. Die Fahrbahn wird dabei halbseitig zwischen der Gabelsbergerstraße und der Stuttgarter Straße stadtauswärts gesperrt. Durch die Sperrung sind Verkehrsbehinderungen unumgänglich. Das Amt für Straßenwesen empfiehlt Ortskundigen, den Bereich weiträumig zu umfahren.

21. August 2008

Hausnummer kann Leben retten

Pflicht der Hauseigentümer

Jeder Hauseigentümer sollte das Anbringen seiner Hausnummer nicht nur als eine lästige Pflicht ansehen, sondern bedenken, dass im Ernstfall sein eigenes Leben oder das seiner Hausbewohner von einer gut sichtbaren Hausnummer abhängen kann. Not- und Rettungsdienste, Lieferanten, Postboten, Taxifahrer und Besucher haben eines gemeinsam: So können sie ihr Ziel auf kürzestem Weg finden.

Auch das Baugesetzbuch weist darauf hin, dass es die Pflicht des Hauseigentümers ist, sein Grundstück mit der von der Gemeinde festgesetzten Nummer zu versehen. Die Hausnummern müssen von der Straße aus gut lesbar sein, in Kontrast zum Hintergrund, wetterbeständig und nachts möglichst beleuchtet. Unleserliche Nummern sollten schnellstmöglich erneuert werden. Sie müssen an der nächstgelegenen Häuserecke angebracht werden und sollten sich nicht in mehr als drei Metern Höhe an der Straßenseite des Gebäudes befinden.

Weitere Auskünfte zur Vergabe bzw. Änderung von Hausnummern erteilt das Service-Center des Vermessungs- und Katasteramtes der Stadt Heilbronn Telefon (07131) 56-28 22, Mail an das Service-Center.

21. August 2008

Rücknahmeaktion für Pflanzenschutzverpackungen

Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. August

Seit 1996 bieten Pflanzenschutzindustrie und Handel in Deutschland mit PAMIRA (PAckMItelRücknahmeAgrar) ein flächendeckendes Entsorgungssystem für die Verpackungen ihrer Produkte an. In Heilbronn findet die diesjährige Sammlung von Verpackungen für Pflanzenschutzmittel und Flüssigdünger am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. August statt, jeweils von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr. Die Sammelstelle befindet sich bei der Firma AGRO Schuth GmbH in der Wannenäckerstr. 30.

Landwirte können ihre restlos leeren, gespülten und trockenen Pflanzenschutzkanister aus Metall oder Kunststoff kostenlos abgeben. Behälter über 60 Liter sollten durchgeschnitten werden. Verschlüsse sind extra abzugeben.

Wer größere Mengen abgeben will, sollte mit der Sammelstelle einen Termin vereinbaren, um längere Wartezeiten zu vermeiden. Die Kosten für Sammlung, Logistik und Verwertung der Verpackungen tragen die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln.

21. August 2008

Schnelle Hilfe bei Verdacht auf Missbrauch

Kriseninterventionsdienst

Um auf familiäre Konflikte wie Vernachlässigung oder Missbrauch zeitnah reagieren zu können, hat die Stadt Heilbronn einen Kriseninterventionsdienst eingerichtet. Bianka Krüger, Nicole Brenner und Hans-Jürgen Kemmerle vom Amt für Familie, Jugend und Senioren sind ab sofort die Ansprechpartner.

Ziel des Kriseninterventionsdienstes ist es, familiäre Krisen professionell zu bearbeiten, aufzufangen und nach einer geeigneten Unterstützung für die betroffenen Familien zu suchen. Die hierfür speziell qualifizierten Fachkräfte des Kriseninterventionsdienstes haben die Aufgabe, zeitnah abzuklären, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegt und wie diese abgewendet werden kann. „Unsere Aufgabe ist es, so schnell wie möglich in Kontakt mit den Betroffenen zu treten, vor allem bei akuten Fällen“, erklärt Sozialpädagogin Bianka Krüger.

Der Kriseninterventionsdienst arbeitet dabei eng mit dem Sozialen Dienst des Amtes für Familie, Jugend und Senioren zusammen. Mit anderen Einrichtungen wie Pfiffigunde e.V. berät der Kriseninterventionsdienst an einem Runden Tisch, um gemeinsam das weitere Vorgehen zu planen. „Falls die Krise allerdings chronisch wird, müssen andere Lösungen gefunden werden, beispielsweise die Anrufung des Familiengerichts“, erklärt Hans-Jürgen Kemmerle.

Neben dem eigenen Tätigwerden in akuten Krisen hat der Kriseninterventionsdienst auch eine beratende Funktion. Er steht sowohl intern für die Mitarbeiter des Amtes für Familie, Jugend und Senioren als auch extern für die verschiedenen Kooperationspartner des Amtes wie Polizei, Kindertagesstätten oder Schulen zur Verfügung. Diese Institutionen können sich an den Kriseninterventionsdienst wenden, wenn sie mit Situationen konfrontiert werden, in denen eine Kindeswohlgefährdung nicht auszuschließen ist. Gemeinsam mit dem Kriseninterventionsdienst wird dann geklärt, welche Maßnahmen zur Abwendung der Gefährdung einzuleiten sind.

Ein Sozialraumkonzeptfür Heilbronn

Das Modell des Kriseninterventionsdienstes stützt sich auf ein Konzept des Jugendamtes Sigmaringen. Dieses wurde vom Amt für Familie, Jugend und Senioren der Stadt Heilbronn weiterentwickelt und in das Sozialraumkonzept integriert. „Mit dem neuen Sozialraumkonzept, das bis zum Herbst komplett umgesetzt sein wird, gibt sich die städtische Verwaltung einen neuen Maßstab zum Schutz der kindlichen Entwicklung“, erklärt Joachim Nerpel vom Amt für Familie, Jugend und Senioren. Heilbronn ist in drei Sozialräume aufgeteilt, jeder einzelne funktioniert wie ein kleines Jugendamt. Schulsozialarbeit, die Jugendgerichtshilfe, Sozialer Dienst, die Kindergärten und die Jugendhäuser werden unter einer Leitung zusammengefasst und nicht mehr organisatorisch verschiedenen Abteilungen und Sachgebieten zugeordnet.

25. August 2008

Eine der sichersten Großstädte Deutschlands

Heilbronn auf Platz 1 unter Stadtkreisen im Land

Heilbronn gehört weiterhin zu den sichersten Großstädten Deutschlands: Im Vergleich aller 82 Großstädte über 100.000 Einwohner liegt Heilbronn nach der jetzt veröffentlichten Statistik des Bundeskriminalamtes für 2007 - wie im Vorjahr - auf Platz sechs. Unter den baden-württembergischen Stadtkreisen belegt Heilbronn – ebenfalls wie im Vorjahr - den ersten Platz. Grundlage für die Statistik ist die Zahl der Straftaten auf 100.000 Einwohner. Sie betrug im Jahr 2007 in Heilbronn 7304.

„Die sehr gute Platzierung Heilbronns ist auch eine Frucht der guten Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Polizei im Rahmen der Kommunalen Kriminalprävention“, kommentieren Bürgermeister Harry Mergel und Roland Eisele, Leiter der Polizeidirektion Heilbronn, die Zahlen.

Die sicherste Großstadt Deutschlands im Berichtszeitraum 2007 war wieder Bergisch Gladbach (6065 Delikte auf 100.000 Einwohner), gefolgt von Salzgitter, Remscheid, Solingen und Reutlingen.

26. August 2008

Mit technischem Know-how gegen Spurrillen

Heilbronner Pionierarbeit

Alle drei Jahre müssen bisher die Brückenbauer ran, um die Fahrbahn der hochbelasteten Karl-Wüst-Brücke zu erneuern. Mit einem innovativen Verfahren will das Amt für Straßenwesen dieses Sorgenkind nun in den Griff bekommen: Auf die traditionelle Asphaltdecke wird als oberster Belag Beton eingebracht, um die Haltbarkeit zu verlängern. Die Verwendung dieser „halbstarren Deckschichten" im Brückenbau ist bundesweit nahezu einmalig - in Heilbronn wird Pionierarbeit geleistet.

Massiver Lkw-Verkehr, häufiges Bremsen und Anfahren aufgrund der nahen Ampel sowie das Fehlen jeglichen Schattens machen die im Industriegebiet am Neckar gelegene Karl-Wüst-Brücke fast zu einer Dauerbaustelle. Schnell entstehen hier gefährliche Spurrillen, so dass die Baukolonnen viel häufiger als anderswo anrücken müssen.

Auf der Suche nach einer genauso stabilen wie kostengünstigen Lösung stießen die Experten vom Heilbronner Amt für Straßenwesen auf ein Verfahren, das in den Niederlanden im Brückenbau schon angewandt wird: die Kombination aus flexibler Asphaltdecke und starrer Betondecke. Die Zementschlämme wird flüssig auf die Asphaltdecke aufgebracht und verfüllt optimal die "Poren" der Asphaltdecke. Insbesondere bei hohen Temperaturen wird der Asphalt weicher, hier übernimmt das starre Zementgerüst die Stabilität des Belags. So sollen die ungeliebten Spurrillen verhindert werden.

Funktioniert die neue Technik, können die Sanierungsintervalle um mehrere Jahre gestreckt werden - was die Brückenunterhaltung unterm Strich günstiger macht. Denn die "halbstarre Deckschicht" ist kaum teurer als die bisherige Reparatur: rund 180.000 Euro investiert die Stadt Heilbronn in die derzeit laufende Brückensanierung.

26. August 2008

Informationen über Altlasten im Boden

Altlastenkataster aktualisiert

Mit dem Erwerb eines Grundstücks verhält es sich zuweilen wie mit dem Kauf eines Gebrauchtwagens – etwaige Zusatzkosten sind mitunter nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Zumal dann, wenn das Grundstück in der Vergangenheit gewerblich genutzt wurde oder in der Nähe eines Industriegebietes liegt – in diesem Fall können Rückstände wie Öl oder Schwermetalle den Boden belasten und unter Umständen erhebliche Entsorgungskosten verursachen. Eine zuverlässige Informationsquelle ist in dieser Situation das Altlastenkataster der Stadt Heilbronn, das seit 2005 systematisch aktualisiert worden ist. „

Mit Hilfe von Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg haben wir 739 Flächen bearbeitet und neu bewertet“, sagt Jean-Christophe Pilz, stellvertretender Leiter des Planungs- und Baurechtsamtes. „Die Ergebnisse dieser Erhebung liefern einen wesentlichen Beitrag zur Planungs- und Rechtssicherheit bei Bauleitplan- und Baugenehmigungsverfahren“, so Pilz weiter.

Bei der Fortschreibung des Altlastenkatasters von 1999 sind bereits bekannte Flächen sowie in der Zwischenzeit stillgelegte oder aufgegebene Gewerbestandorte neu eingestuft worden. Danach weisen 552 Standorte (75 Prozent) keine Anhaltspunkte für eine Altlast auf – für potentielle Bauherrn jedoch nur bedingt ein Grund zur Entwarnung, da hiervon 322 Flächen bei Bauarbeiten dennoch entsorgungsrelevante Bodenveränderungen aufweisen können.

Bei 187 Standorten (25 Prozent) erbrachten die Recherchen dagegen klare Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Altlast – hiervon besteht bei der derzeitigen Nutzung in 91 Fällen kein weiterer Handlungsbedarf, bei den übrigen 96 Flächen sind dagegen so genannte orientierende technische Untersuchungen notwendig. Diese werden von der Stadt Heilbronn als Unterer Bodenschutz- und Altlastenbehörde anhand einer Prioritätenliste sowie gemäß den finanziellen Möglichkeiten vorgenommen.

Die Abteilung „Umwelt und Arbeitsschutz“ des Planungs- und Baurechtsamtes erteilt unter Wahrung des Datenschutzes Auskünfte über die betreffenden Grundstücke. Informationen gibt es per Mail an die Abteilung Umwelt und Arbeitsschutz.

27. August 2008

Run auf Peter-Bruckmann-Brücke

Europaweiter Wettbewerb

Der Ingenieurwettbewerb für die neue Peter-Bruckmann-Brücke geht in die nächste Runde: Auf die europaweite Ausschreibung haben sich 22 Planungsbüros aus Deutschland und Italien beim Amt für Straßenwesen gemeldet; ein externes Expertengremium hat nun zehn Büros zur Erarbeitung von Plänen und Modellen ausgewählt. „Es ist alles dabei, was Rang und Namen hat“, freut sich Amtsleiter Hartmut Sugg über das sehr gut besetzte Bewerberfeld. Im Dezember wird das Preisgericht den Sieger küren, die letzte Entscheidung trifft der Gemeinderat.

Hintergrund für den Wettbewerb: Parallel zu der bestehenden Brücke errichtet das Amt für Straßenwesen in den nächsten Jahren als Ergänzung ein zweites Brückenbauwerk. Damit wird die Verbindung fit gemacht für die Verkehrsmengen, die mit der Verlängerung der Saarlandstraße 2012 aus Richtung Leingarten/Zabergäu erwartet werden. Ziele des Wettbewerbs sind gestalterische und ingenieurtechnische Ideen für den Neubau.

Über die Zukunft der bestehenden Brücke aus den Jahren 1948/49 wird erst nach weiteren Untersuchungen entschieden, hier wird auf lange Sicht entweder eine umfangreiche Sanierung oder sogar eine Ersatzbrücke notwendig sein.

27. August 2008

Mietspiegel liegt nun vor

Bei allen Bürgerämtern und im Technischen Rathaus

Der neue Mietspiegel der Stadt Heilbronn liegt nun – ergänzt um umfangreiche Informationen - als Broschüre vor. Ab sofort ist er bei allen Bürgerämtern sowie im Planungs- und Baurechtsamt, Service Center Wohnungswesen, im Technischen Rathaus, Cäcilienstraße 45, gegen eine Schutzgebühr von 6,50 Euro erhältlich.

Auf Wunsch kann der Mietspiegel auch gegen eine zusätzliche Gebühr von 2 Euro zugesandt werden. Bestellungen nimmt das Planungs- und Baurechtsamt der Stadt Heilbronn unter Telefon (07131) 56-20 14 und –20 17 entgegen. Hier erhalten Sie auch nähere Informationen zum Mietspiegel.

Der Mietspiegel wurde am 23. Juli vom Gemeinderat als qualifizierter Mietspiegel beschlossen und ist zum 1. August in Kraft getreten. Eine verkürzte Form des Mietspiegels ist hier auf der Website zu finden.

Kurzversion des Mietspiegels

27. August 2008

Blitzer gegen Raser

20 Jahre städtische Geschwindigkeitsüberwachung

20 Jahre nach Einführung der städtischen Geschwindigkeitskontrollen zieht Bürgermeister Harry Mergel eine positive Bilanz. „Unser wichtigstes Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen ist, ist erreicht. Ablesbar ist dies unter anderem an der deutlich gesunkenen Zahl an tödlich Verunglückten.“

War die erschreckend hohe Zahl von 21 Verkehrstoten in Heilbronn im Jahr 1987 mit der entscheidende Anstoß für die Einführung der kommunalen Geschwindigkeitskontrollen, so sank die Zahl der tödlich Verunglückten nach Beginn der Kontrollen im Jahr 1988 auf 11 und in den Folgejahren weiter auf zuletzt 4 im Jahr 2007. „Gerade bei Unfällen mit Verletzten oder Toten ist zu schnelles Fahren nach wie vor Hauptunfallursache Nr. 1“, betont Ordnungsamtsleiter Bernd Werner. „Daher werden wir die Kontrollen konsequent auf allen Heilbronner Straßen an allen Wochentagen und zu jeder Uhrzeit fortsetzen.“

Heute betreibt das Ordnungsamt elf stationäre Messstationen - die älteste ist die Anlage in der Theodor-Heuss-Straße in Klingenberg - und zwei mobile Messgeräte. Allein mit diesen beiden werden rund 2300 Kontrollen an wechselnden Standorten pro Jahr vorgenommen. Die Quote der „erwischten“ Fahrer liegt dabei im Schnitt bei drei bis vier Prozent, Anfang der 90er Jahre betrug sie noch mehr als sieben Prozent. Hinzu kamen 2007 noch 9700 geblitzte Fahrer an den stationären Messgeräten. Auch hier ist die Beanstandungsquote deutlich zurückgegangen.

„Daran sehen wir, dass sich unser Engagement auf den Straßen lohnt und sich positiv auf das Fahrverhalten auswirkt“, so Werner. Vor der Einführung der kommunalen Messungen war ausschließlich die Polizei für die Geschwindigkeitsüberwachung zuständig.

Bei der Auswahl der Messstandorte legt das Ordnungsamt besonderes Augenmerk auf Unfallschwerpunkte. Daneben werden besondere Gefahrenstellen im Bereich von Schulwegen, Kindergärten, Spielplätzen oder Seniorenheimen überwacht, um die schwächsten Verkehrsteilnehmer zu schützen. Etwa die Hälfte der Messungen finden in verkehrsberuhigten Wohngebieten statt, in denen Tempo-30 oder Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben ist.

Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung werden bei der Messstellenauswahl ebenfalls berücksichtigt. „Zu den kuriosen Erfahrungen gehört dabei“, so Werner, „dass Anwohner Geschwindigkeitskontrollen in ‚ihrer’ Straße wünschten und dann dort selbst geblitzt wurden.“ Die Sanktionen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen bewegen sich zwischen 10 und 425 Euro. Die Regelsätze des Bußgeldkataloges können jedoch erhöht werden, wenn besonders erschwerende Umstände vorliegen. In Einzelfällen wurden daher in den vergangenen Jahren auch schon Bußgelder von über 600 Euro für Geschwindigkeitsüberschreitungen festgesetzt.

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung ab 31 Stundenkilometern innerorts bzw. ab 41 Stundenkilometern außerorts wird grundsätzlich mit einem Fahrverbot zusätzlich zur Geldbuße geahndet; wer zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres eine Geschwindigkeitsüberschreitung ab 26 Stundenkilometern begeht, muss ebenfalls mit einem Fahrverbot rechnen. Punkte in Flensburg gibt es bei PKWs und Krafträdern ab einer Überschreitung von mindestens 21 Stundenkilometern.

Insgesamt wurden bei den städtischen Geschwindigkeitsmessungen in den vergangenen 20 Jahren mehr als 770.000 Fahrzeuge „geblitzt“. Etwa 5000 Raser mussten ihren Führerschein für die Dauer von ein bis drei Monaten in amtliche Verwahrung geben.

29. August 2008

Was tun bei Fehlern im Steuernummeranschreiben?

Bundesbehörde startet Versand an alle Heilbronner

Seit dieser Woche bekommen alle rund 121.000 Heilbronner mit Hauptwohnsitz in der Stadt Post vom Bundeszentralamt für Steuern: Verschickt wird die zentrale Steueridentifikationsnummer, die in diesem Jahr an alle Bundesbürger vergeben wird. Die Versandaktion der „Steuer-ID“ soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Das Bürgeramt der Stadt Heilbronn weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Schreiben des Bundeszentralamts fehlerhafte Angaben enthalten können, insbesondere nachdem diese zum Stichtag 1. Juli 2007 erhoben wurden. Dazu gibt das Bürgeramt folgende Hinweise:

  • Wer in seinem Schreiben bei den im unteren Absatz aufgeführten Daten Fehler feststellt, sollte sich mit seiner Meldebehörde in Verbindung setzen, in Heilbronn telefonisch unter (07131) 56-38 00 oder persönlich bei jedem Bürgeramt. Die Meldebehörde korrigiert eventuelle Fehler und teilt dies dem Bundeszentralamt mit. Von dieser Bundesbehörde wird jedoch kein neues Mitteilungsschreiben versandt, die mitgeteilte Steuernummer ändert sich dadurch nicht.
  • Aus technischen und organisatorischen Gründen kann es sein, dass nicht alle Familienmitglieder oder Einwohner einer Straße gleichzeitig das Schreiben erhalten.
  • Wer bis zum 31. Dezember keinen Brief mit „Steuer-ID“ erhalten hat, sollte sich beim Bürgeramt melden.
  • Ausführliche Informationen sowie Fragen und Antworten zur Steuer-ID erhält man auch auf den Internetseiten des Bundeszentralamts für Steuern.

Mehrere tausend unzustellbarer Schreiben

Obwohl die kommunalen Meldebehörden dem Bundeszentralamt für Steuern im vergangenen Jahr die erforderlichen Daten zur Verfügung gestellt und auch sämtliche nachfolgenden Änderungen mitgeteilt haben, zeigen sich bundesweit Probleme mit Adressdaten. So wurden vom Bundeszentralamt teilweise Umzüge, Namensänderungen oder Sterbemitteilungen nicht berücksichtigt, mit der Folge, dass verstorbene und weggezogene Personen angeschrieben werden.

In Heilbronn gehen daher täglich Hunderte nicht zustellbare Anschreiben bei der Stadtverwaltung ein, inzwischen handelt es sich um 2000 unzustellbare Schreiben. Das Bürgeramt befürchtet bis zu 10.000 fehlerhafte Rückläufer. Alle diese Schreiben muss das Bürgeramt als Meldebehörde überprüfen. Die aktuelle Anschrift wird ermittelt und dem Bundeszentralamt für Steuern mitgeteilt, das dann die Einwohner nochmals anschreibt.

Weitere Infos beim Bundeszentralamt für Steuern

29. August 2008

Fassadensanierung Zug um Zug

Heinrich-von-Kleist-Realschule

Die umfassende Fassadensanierung der Heinrich-von-Kleist-Realschule geht weiter. In den Sommerferien haben die Bauarbeiten für den 2. Bauabschnitt angefangen (Nord- und Westfassade), während der 1. Bauabschnitt (Süd- und Ostseite) in den letzten Zügen liegt. Beide Abschnitte sollen dieses Jahr abgeschlossen werden. Die 36 Jahre alte Fassade der Schule im Stadtteil Böckingen war dringend sanierungsbedürftig.

Die alte Fassade wird komplett abmontiert, die neuen Betonfertigteile erhalten eine außenliegende Wärmedämmung und eine Fassadenbekleidung aus Faserzementtafeln. Statt wie bisher blau wird die Schule künftig ein naturbraunes Gewand tragen. Die seitherigen Fensterelemente werden zudem gegen neue, gut dämmende Alufenster ausgetauscht. Insgesamt investiert die Stadt Heilbronn 2,9 Millionen Euro, davon fallen für den ersten Bauabschnitt – inklusive eines externen Treppenhauses - 1,2 Millionen Euro und für den zweiten Bauabschnitt 1,1 Millionen Euro an. In einem dritten Schritt stehen die Fassadensanierung der Sporthalle und der Hausmeisterwohnung sowie des Verbindungsgangs an. Mit der Planung und der Bauleitung hat das Hochbauamt das Architekturbüro Müller beauftragt.

Zwischen den Sommer- und Herbstferien kann wegen der Bauarbeiten ungefähr die Hälfte der Klassenräume nicht genutzt werden. Daher werden in dieser Zeit rund 36 Container für zehn Schulklassen im Schulhof aufgestellt. Insgesamt besuchen rund 780 Kinder die Schule in der Böckinger Kreuzgrund-Siedlung.