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Pressemitteilungen November 2008

4. November 2008

Vorbereitungen für Umweltzone laufen

Ausnahmegenehmigungen jetzt erhältlich

Zum 1. Januar 2009 tritt die Heilbronner Umweltzone in Kraft. Dann dürfen in der Regel nur noch Fahrzeuge mit einer Feinstaubplakette die Innenstadt und die meisten Stadtteile befahren. Die gelbe und die grüne Plakette gilt zunächst unbefristet, die rote Plakette bis Ende 2011. Von den Einschränkungen sind im Stadtkreis rund 3000 der 58.200 gemeldeten Pkw und rund 1800 der 5200 gemeldeten Lkw betroffen. Freie Fahrt haben sämtliche Fahrzeuge weiterhin auf der Neckartalstraße, in den meisten Industriegebieten und in den Stadtteilen Biberach und Kirchhausen. Über zwei Park & Ride–Parkplätze an der Theresienwiese und am Freibad Gesundbrunnen ist das Stadtgebiet auch gut mit Bus und Bahn erreichbar.

Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2009

Um die Versorgung der Bürger weiterhin zu garantieren, wurde in Baden-Württemberg ein Ausnahmekonzept erarbeitet, das bestimmte Fahrten bis zum 31. Dezember 2009 auch ohne Plakette ermöglicht. Dazu gehören die Belieferung mit lebensnotwendigen Gütern (Lebensmittel, Güter für Apotheken und Krankenhäuser) und Dienstleistungen (Reparaturen von Gebäude-, Wasser-, Gas- und Elektroschäden) und Fahrten mit Spezialfahrzeugen.

Um diese Ausnahmen nutzen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das Fahrzeug muss vor dem 1. November 2007 auf den Halter zugelassen worden sein.
  • Es darf keine alternativen Fahrzeuge für die Fahrten geben.
  • Das Auto darf nicht nachrüstbar sein.

Von diesen Bedingungen nicht betroffen sind Pkw mit geregeltem KAT und der Schlüsselnummer 03, 04, 09, 11, Oldtimer ohne Oldtimerkennzeichen oder Fahrten mit einem rotem, Kurzzeit- oder Ausfuhrkennzeichen.

Bei diesen ausnahmsweise gestatteten Fahrten muss die Bescheinigung mitgeführt werden, dass das Fahrzeug nicht nachrüstbar ist. Grundsätzlich befreit von der Plakettenpflicht sind Sonderfahrzeuge wie Rettungswagen.

Weitere Ausnahmen

Darüber hinaus können ab Donnerstag, 6. November, Privatpersonen und Betriebe weitere Ausnahmegenehmigungen beantragen, falls besondere Gründe vorliegen, beispielsweise die notwendige Fahrt zur Nachtschicht, weil es keinen ÖPNV-Anschluss gibt oder die Fahrt zur regelmäßigen gesundheitlichen Versorgung (z.B. Dialyse) - immer vorausgesetzt, dass es für das Fahrzeug keine Nachrüstmöglichkeit gibt.

Die Ausnahmegenehmigungen können online auf der Internetseite www.heilbronn.de unter der Rubrik „Verkehr und Umwelt“ ausgefüllt oder direkt im Service Center Planen und Bauen im Technischen Rathaus, Cäcilienstraße 49, beantragt werden (Telefon 56-4551 und 56-4555). Zum Thema Umweltzone ist auch ein Faltblatt erschienen, das in den Bürgerämtern ausliegt.

Plaketten aus der Werkstatt

Die Plaketten sind bundesweit bei den für die Abgasuntersuchungen anerkannten Stellen erhältlich. Dies können entsprechende Werkstätten oder die technischen Kfz-Überwachungsstellen wie TÜV und DEKRA sein. Erhältlich sind die Plaketten auch bei den Kfz-Zulassungsbehörden. In Stadt– und Landkreis Heilbronn kostet die Plakette zwischen 5 und 6 Euro.

Schilder bestellt

Zur Kennzeichnung der Umweltzone werden an insgesamt 38 Einfahrten zur Stadt Hinweisschilder aufgestellt, weitere Schilder werden schon im Landkreis auf die Umweltzone Heilbronn hinweisen. Wer ohne Plakette in der Umweltzone fährt, verstößt gegen die Straßenverkehrsordnung und kann mit einem Bußgeld von 40 Euro und einem Punkt in Flensburg belangt werden.

Die Umweltzone ist eine Maßnahme des Luftreinhalteplans, der vom Regierungspräsidium Stuttgart verabschiedet wurde. Die Zone soll bewirken, dass ältere Fahrzeuge abgastechnisch nachgerüstet werden.

5. November 2008

Masterplan für die City

Bürgerinfo am Montag, 19.30 Uhr

Am Montag, 19.30 Uhr, findet im Wilhelm-Maybach-Saal der „Harmonie" eine Informationsveranstaltung zum neuen Masterplan für die Heilbronner City statt. Erste Bürgermeisterin Margarete Krug stellt dabei Hintergründe und Inhalte des Planes vor, der in der jüngsten Sitzung den Gemeinderat passiert hat. Weitere Erläuterungen wird es von Dr. Christoph Böhmer, Leiter des Planungs- und Baurechtsamtes der Stadt, sowie von IHK-Vizepräsident Hans Peter Albrecht als Vertreter des Handels geben.

Vom Masterplan Innenstadt sollen weitere Impulse für eine ganzheitliche Entwicklung der Heilbronner City ausgehen: Wohnen, Einkaufen, Arbeiten, Kultur, Gastronomie. Dazu wurde von einer Vorbereitungsgruppe mit Mitgliedern aus allen Bereichen des innerstädtischen Lebens eine Bestandsanalyse, eine Liste mit Handlungschwerpunkten und vielen möglichen Einzelmaßnahmen erstellt. Diese Maßnahmen sollen in den nächsten Jahren nach und nach abgearbeitet werden.

5. November 2008

Hilfe für Eileen

Typisierungsaktion in der Stadtgalerie

Die Diagnose Leukämie ist für jeden Patienten und seine Angehörigen ein Schock. Für zahlreiche Patienten besteht die einzige Chance auf Heilung in der Übertragung von gesunden Stammzellen. Wird kein passender Stammzellenspender gefunden, kann die auch als Blutkrebs bekannte Krankheit zum Tode führen. In genau dieser Situation befindet sich die 8-jährige Eileen Jasnau aus Rethem (Niedersachsen).

Im Jahr 2005 wurde bei dem Mädchen eine Chronische Myeloische Leukämie festgestellt. Diese wird seither mit Medikamenten in Schach gehalten, so dass Eileen momentan noch ein normales Leben führen kann. Doch sobald die Medikamente ihre Wirksamkeit aufgrund eines eingetretenen Gewöhnungsprozesses verlieren, besteht ihre einzige Überlebenschance in einem Spender, dessen Gewebemerkmale mit ihren übereinstimmen. Obwohl Eileen ein Drillingskind ist, hat sich in der Familie kein passender Spender gefunden – genauso wenig wie bei den über 50 bisher bundesweit zu ihren Gunsten durchgeführten Aktionen.

Die Stadtgalerie Heilbronn und der Amateur-Eishockeyverein EHC Eisbären Heilbronn e.V. möchten nun gemeinsam mit der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige GmbH mithelfen, einen passenden Spender für Eileen und andere Leukämie-Patienten zu finden. Aus diesem Grund findet am Samstag, den 29. November 2008 von 14 bis 20 Uhr im Shoppingcenter Stadtgalerie Heilbronn eine große Typisierungsaktion statt.

Regionaler Schirmherr der Aktion ist Heilbronns Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach. Überregional begleitet der Bundestrainer der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft, Uwe Krupp, die Typisiserungsaktion als zweiter Schirmherr. Um seine Verbundenheit mit der Aktion „Hilfe für Eileen und andere“ zu demonstrieren und sie in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, hat sich Uwe Krupp schon im Vorfeld im Rahmen eines Treffens mit den Organisatoren von der DKMS typisieren lassen.

Die anwesenden Ärzte und Krankenschwestern werden den Teilnehmern bei der Typisierung jeweils 5 ml Blut entnehmen, was ungefähr der Menge eines Teelöffels entspricht. Diese Blutprobe wird in den Laboren der DKMS auf seine Gewebemerkmale untersucht. Diese Daten stehen dann in anonymisierter Form über ein zentrales Knochenmarkregister weltweit für Patientenanfragen zur Verfügung.

Die DKMS ist heute mit über 1,7 Millionen registrierten Spendern die weltweit größte Einzeldatei. Durchschnittlich erhalten jeden Tag mindestens sechs Patienten Stammzellen von Spendern aus der DKMS, mehr als 15.000 Mal konnte ein DKMS-Spender einem Patienten die Chance auf Leben geben – alleine im Jahr 2007 über 2500. Trotz dieser positiven Entwicklung kann für jeden fünften Patienten ohne passenden Familienspender kein geeigneter Fremdspender gefunden werden. Denn die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt aufgrund der vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten der Gewebemerkmale in der Regel zwischen 1:20.000 und 1:mehreren Millionen.

Dass eine solche Typisierungsaktion tatsächlich zum Erfolg führen kann, kann der EHC Eisbären Heilbronn bestätigen. Im Februar 2007 hatte der Amateur-Eishockeyverein zusammen mit der DKMS die Typisierungsaktion „Hilfe für Franziska und andere“ durchgeführt. 450 Menschen hatten sich typisieren lassen, und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Während die damals 9-jährige Franziska schon kurz darauf aus einer anderen Aktion einen Spender gefunden hatte, ging im Juli 2007 der erste Lebensspender aus der Eisbären-Aktion hervor. Ein Heilbronner spendete seine Stammzellen für ein 14-jähriges Mädchen aus den USA. Im August 2008 folgte die nächste Transplantation aus dem Kreise der Eisbären-Aktion, und gerade erst am 28. Oktober 2008 wurde ein 19-Jähriger zum dritten Spender. Diesmal ging die Spende nach Spanien.

Die Organisatoren möchten an dieser Stelle alle gesunden Menschen im Alter von 17 bis 55 Jahren dazu aufrufen, am 29. November in die Stadtgalerie zu kommen und sich von der KMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei typisieren zu lassen. Jeder Einzelne zählt, und genau Sie könnten derjenige sein, der Eileen oder einem anderen Patienten das Leben retten kann!

Für jeden Teilnehmer entstehen der DKMS Kosten in Höhe von 50 Euro. Zur Deckung dieser Kosten bittet das Aktionsteam DKMS, Eisbären und Stadtgalerie um zahlreiche Spenden auf das eigens eingerichtete DKMS-Spendenkonto Nr. 11 80 88 bei der Kreissparkasse Heilbronn (BLZ 620 500 00).

Informationen über die Aktion „Hilfe für Eileen und andere“ finden Sie unter
www.eisbaeren-heilbronn.de/eileen

5. November 2008

Integrationsbeirat nimmt Arbeit auf

Donnerstag, 6. November, 17 Uhr

Am Donnerstag, 6. November, 17 Uhr, tritt der neu gebildete Integrationsbeirat im Großen Ratssaal des Rathauses zu seiner ersten öffentlichen Sitzung zusammen. Nach der Verpflichtung der 13 sachkundigen Einwohner und Einwohnerinnen als ehrenamtliche Mitglieder wird die Stabsstelle Integration die derzeitige Situation von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Heilbronn vorstellen – aufbauend auf diesen Informationen wird der Beirat seine weitere Arbeit gestalten.

Die Schwerpunkte liegen insbesondere auf den Handlungsfeldern Bildung und Soziales sowie Kultur und Ausbildung/Arbeitsmarkt. In diesen Bereichen sind auch die aktuellen Projekte der Integrationsbeauftragten angesiedelt, die in der Sitzung ebenfalls präsentiert werden.

„Der Integrationsbeirat ist ein wichtiges Zeichen für die Partizipation von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte“, betonte Bürgermeister Harry Mergel im Vorfeld der Sitzung mit Blick auf die politische Anerkennung dieser Gremien auf Bundes- und Landesebene. So können die Mitglieder des Integrationsbeirats Mitglied im Landesverband kommunaler Migrantenvertretungen Baden-Württemberg (LAKA) werden, dessen Geschäftsstelle beim Integrationsbeauftragten der Landesregierung Baden-Württemberg im Justizministerium in Stuttgart angegliedert ist. Abgesandte dieses Verbandes werden über den entsprechenden Bundesverband unter anderem bei Entscheidungen der Bundesregierung zum Thema „Integration“ mit einbezogen.

5. November 2008

Größte Breitensportveranstaltung kann kommen

Verträge für Landesturnfest 2012 unterzeichnet

„Wir sind uns sicher, dass wir im Mai 2012 in Heilbronn ein fröhliches Landesturnfest mit vielen Kindern und Jugendlichen erleben werden“, freuten sich Heilbronns Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach und Rainer Brechtken, Präsident des Schwäbischen Turnerbundes, bei der heutigen Vertragsunterzeichnung für das 6. Baden-Württembergische Landesturnfest.

Das größte Breitensport-Event des Landes, bei dem bis zu 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden, findet vom 17. bis 20. Mai 2012 in Heilbronn statt und kommt zu einem besonderen Jubiläum nach Heilbronn: der Turngau Heilbronn feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen.

Gemeinderat und Verwaltung standen von Anfang an geschlossen hinter der Bewerbung und nachdem im März 2006 unter anderem der Finanzierungsbeschluss über einen gedeckelten Barzuschuss von maximal 450.000 Euro und Mitverrechnungskosten in Höhe von rund 480.000 Euro gefasst sowie die Entscheidung zur Sanierung der Sportstätten getroffen waren, erhielt Heilbronn im Mai 2006 den Zuschlag zur Ausrichtung dieser großen turnerischen Leistungsschau.

„Derzeit verhandeln wir mit dem Land über Zuschüsse zur Sanierung der Sport- und Wettkampfstätten, denn wir benötigen sicher mehr als zwei Dutzend Hallen allein für die Wettkämpfe“, so Himmelsbach.

„Beide Vertragspartner, die Stadt Heilbronn und die Turnerbünde, müssen jetzt teils getrennt, teils gemeinsam, grundsätzliche Strukturen schaffen, um die vielfältigen Aufgaben des Landesturnfestes zu bewältigen“, erläuterte Brechtken das weitere Vorgehen. So wird ein Organisationskomitee mit Geschäftsführung gebildet, das verantwortlich entscheiden und handeln kann und unterschiedliche Fachgebiete bündelt. „Schließlich ist eine große logistische Kraftanstrengung erforderlich, um die bis zu 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer adäquat zu beherbergen, zu versorgen und zu transportieren. Wir arbeiten in all diesen Fragen sehr eng auf Verbands-, Vereins- und Stadtebene zusammen.“

„Daher bin ich fest überzeugt“, so OB Himmelsbach, „dass wir uns als begeisterte und begeisternde Gastgeber präsentieren werden.“

„Das Landesturnfest in Friedrichshafen hat in diesem Jahr gezeigt, dass genau dieses gemeinsame Erleben von Wettkampf und Darbietungen, von persönlicher Begegnung und dem Erlebnis in der Vereinsgruppe, gepaart mit ungewöhnlichen Veranstaltungen, Mitmachaktionen für die Bürger der Turnfeststadt und dem örtlichen Flair, den besonderen Reiz unserer Turnfeste ausmachen. Turnfeste als gemeinsames Erlebnis für die Vereinsmitglieder sind einzigartig in der gesamten Sportszene. In diesem Sinne werden unsere Vereine auch Heilbronn 2012 dick in ihrem Veranstaltungskalender ankreuzen“, blickt der Präsident des Schwäbischen Turnerbundes optimistisch voraus.

5. November 2008

Einträge kritisch prüfen

Bürgeramt hat Lohnsteuerkarten 2009 verschickt

Die Stadt Heilbronn hat den Versand der Lohnsteuerkarten für das Jahr 2009 abgeschlossen. Die Empfänger sollten alle Eintragungen auf der Lohnsteuerkarte sofort sorgfältig prüfen, besonders die angegebene Steuerklasse und die Kinderfreibeträge. Steuerklassenwechsel, die erst im neuen Jahr beantragt werden, können erst für den darauffolgenden Monat berücksichtigt werden. Rückwirkende Änderungen sind nicht möglich. Erstmals ist auf der Lohnsteuerkarte 2009 auch die Steueridentifikationsnummer enthalten, sofern die Nummer schon zur Verfügung stand.

Wer keine Lohnsteuerkarte erhalten hat und für das Jahr 2009 eine Karte benötigt, sollte sich umgehend mit einem Bürgeramt in Verbindung setzen. Zuständig für die Ausstellung der Lohnsteuerkarte 2009 ist grundsätzlich die Gemeinde, in deren Bezirk der Arbeitnehmer am 20. September 2008 mit Hauptwohnung gemeldet war.

Für die Eintragung von Schwerbehindertenfreibeträgen oder sonstigen Freibeträgen ist das Finanzamt zuständig. Da die Lohnsteuerkarten beim Finanzausgleich eine wichtige Rolle spielen, bittet die Stadtverwaltung außerdem darum, nicht benötigte Lohnsteuerkarten 2009 zurückzugeben. Lohnsteuerkarten mit und ohne Eintragungen aus früheren Jahren sollten umgehend direkt dem Finanzamt Heilbronn zugesandt werden.

5. November 2008

Jahresbilanz der Heilbronner Bürgerstiftung

Eine Viertelmillion Euro für Projekte

Eindrucksvoll ist auch die diesjährige Bilanz der Heilbronner Bürgerstiftung, wie aus dem Jahresbericht 2008 hervorgeht, den Dietmar Fütterer, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, bei der Jahresversammlung im Komödienhaus im Theaterforum K3 vorgelegt hat.

Förderte die Stiftung seit ihrer Gründung im September 2004 zahlreiche Projekte für gut 800.000 Euro, so konnte sie allein im Jahr 2008 rund eine Viertelmillion Euro für knapp 20 Projekte ausschütten. Rund 75 Prozent der Mittel flossen auch in diesem Jahr wieder in die Förderschwerpunkte Gewaltprävention, Sprach- und Leseförderung. Bis Mitte Oktober konnte die Stiftung einen Spendeneingang von 214.000 Euro verzeichnen. Dank des hohen Auktionserlöses von knapp 45.000 Euro sowie weiterer bereits fest zugesagter Spenden dürfte jedoch bis zum Jahresende das Niveau von deutlich über 300.000 Euro erreicht und somit das Vorjahresergebnis erheblich übertroffen werden. Das Stiftungskapital stieg bis Mitte Oktober um rund 30.000 Euro auf insgesamt 1,09 Millionen Euro.

Einzigartiges Schulbündnis gegen Gewalt

„Nach wie vor beschäftigt uns das Thema Jugendkriminalität im besonderen Maße“, erklärt Vorstandsvorsitzender Dietmar Fütterer. „Schließlich hat Medienberichten zufolge die Jugendkriminalität auch im vergangenen Jahr bundes- und landesweit weiter zugenommen. Insofern war es richtig, dass wir seit Stiftungsgründung dem Thema Gewaltprävention hohe Priorität einräumen. Besonders stolz sind wir, dass es uns in diesem Frühjahr gelungen ist, ein bundesweit einmaliges Bündnis aller Schulen gegen Gewalt zu initiieren.“ Damit ist die Stiftung nach dem erfolgreichen Start der Gewaltpräventionsprogramme „Faustlos“ und „Echt stark“ vor drei Jahren – an sämtlichen Kindertageseinrichtungen sowie an 22 Grund- und Förderschulen – nun in der einzigartigen Lage, Gewaltprävention vom Kindergartenalter bis zur Sekundarstufe anbieten und nachhaltig verankern zu können. Denn seit Schuljahresbeginn finanziert die Stiftung die an „Faustlos“ und „Echt stark“ anschließende flächendeckende Einführung von Gewaltpräventionsprogrammen für weiterführende Schulen mit rund 25.000 Euro.

Dabei wird das erfolgreiche Modellprogramm „Erwachsen werden“ von Lions-Quest zunächst in allen 55 fünften Klassenstufen im Stadtgebiet angeboten. Dieses mehrfach evaluierte Programm fördert unter anderem die Entwicklung von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, die Bereitschaft, sich zu engagieren und somit auch die Fähigkeit, verantwortlich zu entscheiden und zu handeln. Flankierend unterstützt die Heilbronner Bürgerstiftung auch erlebnispädagogische Elemente sowie Streitschlichterprojekte und nicht zuletzt das Projekt „Notinsel“.

Über 600 Schüler erhalten Sprachförderung

Verschränkt sind die Gewaltpräventionsprogramme seit Beginn auch mit verschiedenen Angeboten zur Sprach- und Leseförderung. So hatte die Heilbronner Bürgerstiftung Ende 2005 einen Wettbewerb „Qualifizierte Sprachförderung an Heilbronner Grundschulen“ ausgelobt, aus dem die Damm-, die Silcher- und die Rosenauschule als Sieger hervorgingen. Mittlerweile nehmen auch die Gerhart-Hauptmann-, die Reinöhl- sowie die Grünewaldschule an diesem Sprachförderprogramm teil. Dabei erhielten bislang über 600 Kinder Sprachförderung, wobei dank der finanziellen Förderung durch die Heilbronner Bürgerstiftung 28 zusätzliche externe Lehrkräfte gezielt Förderunterricht erteilen können. Rund 140.000 Euro lässt sich die Stiftung ihr Engagement für die Sprachförderung kosten - „Geld, das“, so Dietmar Fütterer, „für die Zukunft unserer Kinder bestens angelegt ist, zumal wir sehen, dass auch die Eltern mit großem Interesse diese Angebote unterstützen.“

Auch die Aktion „Lesetüte“ läuft in diesem Jahr bislang hervorragend an. Insgesamt können knapp 1350 Erstklässler bis Jahresende bei einem Bibliotheksbesuch ihren Gutschein einlösen, der ihnen nicht nur den ersten Leseausweis und ein Erstlesebuch beschert, sondern einem Elternteil eine kostenlosen Leseausweis für drei Monate gewährt. „Nicht von ungefähr liegt Heilbronn mit diesem Maßnahmenbündel deutschlandweit auf einem Spitzenplatz“, freut sich Fütterer mit seinen Vorstandskollegen Otto Egerter und Manfred Oexner über die erfolgreiche Arbeit der Stiftung auch auf diesem Gebiet.

Identitätsstiftende Projekte

Die Stiftung bemüht sich vermehrt darum, ihre Anstrengungen identitätsstiftend auch im Stadtbild sichtbar zu machen. Neben der Restaurierung des Kulturdenkmals Uhlandslinde im vergangenen Jahr, der Beschilderung von fünf Rundwanderwegen im Heilbronner Stadtwald für rund 10.000 Euro und der Mitfinanzierung einer überarbeiteten Neuauflage eines Heimatbuches für Grundschüler in diesem Jahr setzt sich die Bürgerstiftung seit geraumer Zeit nachdrücklich für die Schaffung eines ‚Hauses der Stadtgeschichte’ ein. „Die Fülle der Aspekte unserer Stadt sinnlich und begreifbar und damit auch für jüngere Besucher wieder erlebbar zu machen, ist eines der Ziele, die wir mit unserem Einsatz für das ‚Haus der Stadtgeschichte’ verbinden. Schließlich sollten sich junge wie alte Heilbronnerinnen und Heilbronner gleichermaßen mit ihrer Heimatstadt auseinandersetzen und identifizieren“, begründet Bürgerstiftungsvorstand Dietmar Fütterer das Engagement.

Hohe Transparenz und geringe Verwaltungskosten

 „Größtmögliche Transparenz über unsere Aktivitäten zum Wohle aller Heilbronnerinnen und Heilbronner ist uns wichtig. Dem trägt auch unsere überarbeitete Website Rechnung. Und nach wie vor klares Ziel des Vorstands ist es“, so Fütterer, „die Verwaltungskosten der Stiftung – dank der gezielten und großzügigen Unterstützung einiger Unternehmen – weiterhin äußerst gering zu halten und die Spenden unmittelbar und mit minimalem Aufwand in Heilbronn einzusetzen.“

7. November 2008

Deponie geschlossen

Donnerstag, 13. November ab 12 Uhr

Wegen einer Personalversammlung der Entsorgungsbetriebe bleibt die Deponie Vogelsang und der dortige Recyclinghof am Donnerstag, 13. November, ab 12 Uhr geschlossen. Die Abfallberatung ist an diesem Tag ab 12 Uhr ebenfalls nicht erreichbar.

7. November 2008

Neckarfest vom 15. bis 17. Juli 2011

HMG-Aufsichtsrat legt Termin fest

Der Termin für das nächste Neckarfest steht fest: Der Aufsichtsrat der Heilbronn Marketing GmbH (HMG) hat in seiner jüngsten Sitzung das 11. Heilbronner Neckarfest auf das Wochenende 15. bis 17. Juli 2011 gelegt. Die Geschäftsführung der HMG kann nach diesem Beschluss frühzeitig mit den Vorbereitungen zur Organisation des nur alle vier Jahre stattfindenden Wasserfestes rund um den Alten Neckar beginnen. Unter anderem wird als Höhepunkt des Festes wieder der große Wasserumzug auf dem Fluss stattfinden

10. November 2008

Zwölf Flohmärkte auf der Theresienwiese

Vergabe des HMG-Aufsichtsrats für 2009

Der Festplatz Theresienwiese wird im Jahr 2009 für die Veranstaltung von zwölf Flohmärkten an die Agentur Gero Weickmann in Lichtenstein (Kreis Reutlingen) vermietet. Diese Vergabeentscheidung traf der Aufsichtsrat der Heilbronn Marketing GmbH (HMG) in seiner jüngsten Sitzung. Die genauen Termine 2009 werden nun mit dem ausgewählten Veranstalter abgestimmt und können ab Mitte November bei der HMG erfragt werden.

Auf die öffentliche Ausschreibung der HMG – in zwei Losen für sechs Termine im ersten Halbjahr und sechs Termine im zweiten Halbjahr - haben drei Agenturen eine Bewerbung abgegeben.

10. November 2008

Wagner als Geschäftsführer bestätigt

HMG-Aufsichtsrat hat entschieden

Friedrich Wagner bleibt auch in den nächsten fünf Jahren Geschäftsführer bei der Heilbronn Marketing GmbH (HMG). Ein Jahr vor Ablauf seines aktuellen Vertrags hat der Aufsichtsrat einstimmig seine Wiederbestellung bis Dezember 2014 beschlossen. Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft, wertete den Beschluss als eindrucksvollen Vertrauensbeweis für den gelernten Diplom-Betriebswirt und dessen engagierte Arbeit.

Friedrich Wagner leitet seit 2002 zusammen mit Bernhard Winkler als gleichberechtigter Geschäftsführer die Gesellschaft. Wagner ist innerhalb des HMG-Geschäftsbereiches II zuständig für die Geschäftsfelder Verwaltung, Finanzbuchhaltung sowie Tourismus- und Stadtmarketing. Der 49-Jährige vertritt die Interessen Heilbronns unter anderem im Vorstand der Vereine "Die Burgenstraße e.V." und "Touristikgemeinschaft Heilbronner Land e.V." sowie im Marketingkreis Städtetourismus bei der Tourismus Marketing Baden-Württemberg GmbH.

10. November 2008

Höherer Damm für Frankenbach

Hochwasser-Rückhaltebecken am Leinbach wird erweitert

Die Planungen für das Hochwasser-Rückhaltebecken am Leinbach im Südwesten von Frankenbach sind ein Stück vorangekommen. Das Planungs- und Baurechtsamt der Stadt Heilbronn hat nun die Änderung des bisherigen Planfeststellungsbeschlusses für das Projekt in den Gewannen „Hahnenbrunnen“ und „Hüttberg“ erlassen. Insgesamt investiert der Zweckverband Hochwasserschutz Leintal rund drei Millionen Euro in das Projekt, beantragt wird beim Land Baden-Württemberg eine Förderung in Höhe von 70 Prozent. Sollte der Zuschuss zeitnah bewilligt werden, könnte der Baubeginn im Oktober 2009 erfolgen. Die Fertigstellung soll in eineinhalb bis zwei Jahren erfolgen.

Die Neufassung der Planungen war notwendig geworden, da Berechnungen des Zweckverbandes ergeben hatten, dass die heutigen Klima- und Niederschlagsdaten ein erweitertes Stauvolumen erfordern. Nur so kann bei einem möglichen Jahrhundertereignis das schnell ansteigende Wasser des Leinbachs wirksam aufgehalten werden und anschließend in dosierter Menge weiterfließen. Der damit verbundene Schutz vor Hochwasser kommt insbesondere den Anwohnern in Frankenbach zugute, die in der Nähe des Leinbach wohnen. Zudem verringert sich auch für die Flussanwohner in Neckargartach die Gefahr vor Überflutungen.

„Das Fassungsvermögen des geplanten Staubeckens erhöht sich nun um 124.000 Kubikmeter auf rund 261.000 Kubikmeter“, erklärt Jakobine Biehl, die beim städtischen Amt für Straßenwesen für den Hochwasserschutz zuständig ist. Dafür werde der Damm um 40 Zentimeter auf 5,70 Meter erhöht und um zehn Meter auf 150 Meter verlängert. Der maximale Staubereich dehnt sich somit auf 28,4 Hektar aus. Diese damit verbundenen Eingriffe in die Umwelt werden durch zusätzliche Ausgleichsmaßnahmen kompensiert. So soll der Auwaldstreifen am Leinbach im Bereich des Dammes nochmals verbreitert werden. Darüber hinaus werden weitere Geländemulden angelegt und in Richtung Neckargartach Uferverbauten am Leinbach entfernt.

Eine Ausfertigung des Planfeststellungsbeschlusses sowie der zugehörigen Pläne liegen bei der Stadtverwaltung Heilbronn im Planungs- und Baurechtsamt, Cäcilienstraße 45, vom 10. bis 24. November im Service-Center an der Infotheke im Erdgeschoss aus. Geöffnet ist montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12.30 Uhr.

10. November 2008

Neue Heilbronn-Forschungen auf 500 Seiten

Donnerstag, 13. November, 19.30 Uhr, Haus des Handwerks

Am kommenden Donnerstag, 13. November, stellen um 19.30 Uhr das Stadtarchiv und der Historische Verein Heilbronn im Zunftsaal im Haus des Handwerks, Allee 76, den Band 4 der Reihe „heilbronnica. Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte“ vor. Der zugleich als Jahrbuch für schwäbisch-fränkische Geschichte erscheinende Sammelband enthält Beiträge aus den unterschiedlichsten Bereichen der Geschichte von Heilbronn und Umgebung – von Robert Mayer bis Victoria Wolff und von der Hallstattzeit bis zum VfR Heilbronn.

Auf fast 500 Seiten geht es außerdem um Wüstungen im Landkreis und die Herkunft von Victoria Beckham, um Wilhelm Waiblinger in Rom und Gustav Schmoller in Heilbronn, Kirchen aus der Zeit der Jahrhundertwende und Kirche und Pfarrer in Widdern.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Historischen Vereins Heilbronn, Dr. Christian Mertz, und einem Grußwort von Bürgermeister Harry Mergel stellen Professor Dr. Christhard Schrenk und Peter Wanner vom Stadtarchiv den Inhalt der neuen Veröffentlichung vor. Die Veranstaltung wird durch einen Vortrag von Dr. Sabine Arend über die Heilbronner Kirchenordnung von 1627 ergänzt – er behandelt eines der breit gestreuten Themen aus dem neuen Band. Der Eintritt ist frei.

10. November 2008

Grund- und Gewerbesteuer werden fällig

Bis Samstag, 15. November

Zum Samstag, 15. November, werden die Vorauszahlungen bei der Grund- und Gewerbesteuer für das vierte Quartal fällig. Die Vorauszahlungsraten ergeben sich jeweils aus dem letzten Steuerbescheid. Bei Zahlungsverzug müssen Säumniszuschläge angesetzt und bei der letzten Mahnung Mahngebühren erhoben werden. Barzahlungen werden nicht entgegen genommen. Bei Banküberweisungen ist unbedingt das Buchungszeichen anzugeben.

10. November 2008

Schadstoffsammlung

Samstag, 15. November

Am Samstag, 15. November finden an folgenden Standorten mobile Schadstoffsammlungen statt:

  • 8 bis 11 Uhr, HN-Süd, Recyclinghof Schwabenhof, Lise-Meitner-Straße
  • 12.30 bis 14 Uhr, Heilbronn-Ost, Parkplatz Jägerhaus-/Schirrmannstraße.

Angenommen werden schadstoffhaltige Abfälle aus Privathaushalten in haushaltsüblicher Menge. Dazu gehören zum Beispiel Batterien, Farb- und Lackreste, Verdünner, Pflanzen- und Holzschutzmittel, Fleckentferner, Reinigungsmittel, Imprägniermittel, Frostschutzmittel, Laugen, Quecksilberthermometer, Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen und sonstige Abfälle, die giftige bzw. umweltgefährliche Stoffe enthalten. Altöl wird gegen eine Kostenpauschale von 50 Cent pro Kilogramm angenommen. Schadstoffe bitte nicht unbeaufsichtigt abstellen, sondern direkt beim Fachpersonal abgeben.

10. November 2008

Vielzahl von Informationen über die Bürgerstiftung

Neue Homepage

Wer mehr über die Arbeit der im Juli 2004 gegründeten Heilbronner Bürgerstiftung wissen möchte, dem bietet die neugestaltete Website ebenso rasche wie vielfältige Informationen. Unter www.heilbronner-buergerstiftung.de findet sich unter den Rubriken „Die Stiftung“, „Auszeichnungen“, „Ehrenamt“, „Engagement“ „Projekte“ und „Bildergalerie“ eine detaillierte, klar gegliederte Übersicht über die Stiftungsgremien, die Stifter und den Freundeskreis. Dargestellt sind auch die Möglichkeiten, sich selbst für die Stiftung zu engagieren, und vor allem gibt es eine Übersicht aller bislang von der Stiftung getragenen Projekte. Im Aufbau sind ein Pressearchiv sowie eine Bildergalerie.

„Mit unserer seit wenigen Tagen freigeschalteten neue Homepage tragen wir unserem Anspruch auf größtmögliche Transparenz und breite Information über die Heilbronner Bürgerstiftung Rechnung“, freut sich Stiftungsvorstand Dietmar Fütterer über die neue Internetseite. „Zusammen mit dem auch auf der Homepage eingestellten ersten Infobrief geben wir Auskunft über Aktuelles und die Bandbreite unserer Arbeit und hoffen so, weitere Bürgerinnen und Bürger für unsere Anliegen zu gewinnen, denn schließlich kommen alle unsere Spenden unmittelbar Projekten in Heilbronn zugute“, verweist Fütterer auf den extrem geringen Verwaltungsaufwand. „Daher sind wir auch den beiden Heilbronner Unternehmen - der Agentur projekt X AG für die kostenlose Gestaltung und der Condero AG für die unentgeltliche Überlassung des Content-Management-Systems - sehr dankbar.“

www.heilbronner-buergerstiftung.de

11. November 2008

Heilbronn um 1933

Vortrag am Mittwoch

Am morgigen Mittwoch, 12. November, hält Prof. Dr. Christhard Schrenk, Direktor des Stadtarchivs Heilbronn, um 18 Uhr in der Heilbronner Kilianskirche einen Vortrag mit dem Titel: „Die Entwicklung der städtischen Gesellschaft in Heilbronn 1933-1938". Dabei geht der Historiker der Frage nach, wie in Heilbronn die Nationalsozialisten „die Macht ergriffen" haben.

Konkreter Ausgangspunkt ist die Stadt, wie sie sich vor 1933 dargestellt hat. Dabei spielen politische, wirtschaftliche und religiöse Aspekte eine Rolle. Anschließend rückt das Jahr 1933 in den Fokus. Dabei werden sowohl Kontinuitäten als auch Umbrüche beleuchtet. Schließlich richtet sich der Blick auf die örtlichen NS-Parteigrößen und auf deren ebenso planmäßiges wie rücksichtsloses Vorgehen bei der Durchsetzung der NS-Ideale.

Beispielhaft geht es um die Ausschaltung des Oberbürgermeisters und des Gemeinderats sowie um die „Gleichschaltung" der örtlichen Vereinigungen. Schließlich wird danach gefragt, was den politisch Andersdenkenden und insbesondere auch den Juden widerfahren ist und inwieweit es einen Heilbronner Widerstand gab.

Den Abschluss bilden einige sehr seltene Farbaufnahmen von Heilbronn vor 1939, wie sie in dieser Weise noch nie der Öffentlichkeit gezeigt wurden und in Kürze in einem neuen Buch des Stadtarchivs Heilbronn publiziert werden.

11. November 2008

HMG plant großes Fußballfandorf zur WM 2010

Aufsichtsrat gibt grünes Licht

Auf der Theresienwiese gibt es zur FIFA-Fußballweltmeisterschaft im Sommer 2010 wieder ein großes Fandorf. Voraussetzung ist allerdings, dass sich das deutsche Team für das Turnier, das vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 in Südafrika stattfindet, qualifiziert.

Den Grundsatzbeschluss für eine Neuauflage des Fandorfs auf der Theresienwiese hat der Aufsichtsrat der Heilbronn Marketing GmbH (HMG) in seiner jüngsten Sitzung gefasst. „Nach den großartigen und stimmungsvollen Fandörfern während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und in diesem Sommer während Europameisterschaft hoffen wir mit der Übertragung aller WM-Spiele auf einer Großbildleinwand auf ein weiteres Sommermärchen“, zeigt sich Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach als Aufsichtsratsvorsitzender optimistisch, dass sich das Team von Bundestrainer Joachim Löw für das Turnier in Südafrika qualifiziert.

Die Qualifikationsspiele werden Mitte Oktober 2009 beendet sein, so dass die HMG bei erfolgreicher Qualifikation frühzeitig mit der Planung und Organisation beginnen kann.

12. November 2008

Bußgeld über 15,6 Millionen Euro gegen Südsalz GmbH

Bestätigung von OB Himmelsbach und Staatssekretär Fleischer

Wie die beiden Aufsichtsratsvorsitzenden der SWS AG und der Südsalz GmbH, Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach und Staatssekretär Gundolf Fleischer, heute bestätigten, hat das Bundeskartellamt mit Bescheid vom 12. November 2008 gegen die Südsalz GmbH, ein Tochterunternehmen der Südwestdeutsche Salzwerke AG, wegen Absprachen im Bereich Auftausalz in Süddeutschland ein Bußgeld in Höhe von 15,6 Millionen Euro verhängt. Das Bundeskartellamt habe bei der Bemessung des Bußgeldes die Kooperation der Südsalz GmbH bei der Aufklärung des Vorgangs berücksichtigt. Obwohl das Bußgeld erheblich sei, werde es im SWS-Konzern zu keinen Auswirkungen auf die Arbeitsplätze kommen.

„Wir verurteilen diese Verstöße aufs Schärfste. Obwohl der Aufsichtsrat seine Kontrollaufgaben erfüllt und sich regelmäßig über Lage der Gesellschaft und den Geschäftsgang hat unterrichten lassen, waren die Verstöße für ihn - wie auch für die Wirtschaftsprüfer und Dritte - nicht erkennbar“, so die beiden Aufsichtsratsvorsitzenden. „Hinsichtlich Gesetzestreue und Gesetzesanwendung sind bei öffentlich beherrschten Unternehmen besonders hohe Maßstäbe anzulegen. Wir haben die Vorgänge daher zum Anlass genommen, prüfen zu lassen, ob bei staatlich beteiligten Unternehmen der Prüfungsumfang der den Jahresabschluss testierenden Wirtschaftsprüfer so gestaltet werden kann, dass eventuelle kartell- und wettbewerbsrechtliche Verstöße frühzeitig aufgedeckt werden. Betriebsintern wurde und wird insbesondere mit zusätzlichen Schulungen dafür Sorge getragen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese Problematik sensibilisiert werden und solche Verstöße künftig ausgeschlossen werden können.“

Wie weiter mitgeteilt wurde, hätten die Verstöße zu keinen messbaren Ertragsauswirkungen bei der Südsalz GmbH geführt.

13. November 2008

Gedenken an die Toten

Volkstrauertag, 16. November, 11 Uhr

Zum Volkstrauertag am 16. November findet um 11 Uhr am Ehrenmal am Hafenmarktturm eine Gedenkveranstaltung statt. Wie in den vergangenen Jahren wird Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach für die Stadt Heilbronn einen Kranz niederlegen. Darüber hinaus werden mit je einem Kranz sowohl der Reservistenverband der Bundeswehr als auch Soldaten- und Kriegsopferverbände der Toten gedenken.

Die Ansprache hält Dekan Otto Friedrich vom evangelischen Kirchenbezirk Heilbronn, musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von der Stadtkapelle Heilbronn, dem Männergesangverein Urbanus und der Heilbronner Chorgemeinschaft.

14. November 2008

Straßenbauarbeiten in der Wilhelmstraße

Ab Montag, 17. November

Ab Montag, 17. November, bis voraussichtlich Freitag, 21. November, wird in der Wilhelmstraße zwischen der Cäcilien- und Innsbrucker Straße der Fahrbahnbelag stadtauswärts erneuert. Die Bushaltestelle muss aus diesem Grund vor die Cäcilienstraße vorverlegt werden.

Infolge der Absperrungen einzelner Fahrstreifen wird es deshalb ab Montag, 17. November, 10 Uhr, bis voraussichtlich Freitag, 21. November, teilweise zu Verkehrsbehinderungen kommen. Ortskundige Fahrzeugführer sollten den Bereich meiden. Das Amt für Straßenwesen bittet um Verständnis für diese Maßnahme und die Benutzer der Buslinie in diesem Bereich um Beachtung der aushängenden Fahrgastinformationen.

17. November 2008

Mammutbäume verstümmelt

Wertwiesenpark

Im Wertwiesenpark haben Unbekannte zwei von sieben Mammutbäumen am Parkeingang aus Richtung Erwin-Fuchs-Brücke verstümmelt. Wahrscheinlich wurden sie als Spender für Tannenreisig missbraucht, vermutet das Grünflächenamt. Bei zwei der ursprünglich gleichmäßig gewachsenen Bäume fehlen Zweige, sie weisen nun große Löcher und Kahlstellen auf.

Die Mammutbäume, von denen zwei Stück anlässlich des 175-jährigen Bestehens der Württembergischen Versicherung im November 2003 gestiftet wurden, erfreuen die Parkbesucher seit dem Winterhalbjahr 2003/2004 durch ihren außergewöhnlichen Wuchs. Die Heimat dieser Bäume ist Mittelkalifornien, wo sie Höhen von bis zu 90 Meter erreichen können.

Das Grünflächenamt bittet darum, weitere Beschädigungen an Bäumen und Sträuchern unter Telefon (07131) 56-22 30 unverzüglich zu melden.

18. November 2008

Erster Energieausweis zeigt grün

Gute Energiebilanz bei Mönchsee-Gymnasium

„Beim Mönchsee-Gymnasium und der dazugehörigen Sporthalle tendiert beim Energieverbrauch alles in den grünen Bereich“, vermeldete Bürgermeister Wilfried Hajek, als er heute Schulleiter Helmut Rüger die ersten städtischen Energieausweise überreichte, die nun im Schulfoyer öffentlich aushängen. Damit kann sich nun jeder über den energetischen Zustand der Gebäude Karlstraße 44 und 46 informieren. „Für unsere Schülerinnen und Schüler ist das Dokument auch ein guter Anlass, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen“, so Rüger.

Auf Grundlage der Energieeinsparverordnung (EnEV) des Bundes muss die Stadt Heilbronn bis Juli kommenden Jahres in rund 70 Gebäuden mit einer Nutzfläche von mehr als 1000 Quadratmetern einen solchen Ausweis mit Angaben zum Strom- und Heizenergieverbrauch gut sichtbar anbringen. Außer beim MSG wird er deshalb künftig auch bei allen übrigen Schulen und Sporthallen, den Kindertagheimen Olgakrippe und Charlottenstraße sowie im Rathaus und Technischen Rathaus an zentraler Stelle zu finden sein. Auf freiwilliger Basis will Bürgermeister Hajek die Pässe zudem in allen städtischen Kindergärten veröffentlichen.

„Bisher wusste unser städtisches Energiemanagement natürlich auch, welches Gebäude wie viel Energie verbraucht und wo was verbessert werden könnte. Mit den Ausweisen gewinnt die Stadt also keine neuen Erkenntnisse. Aber da wir uns als öffentliche Verwaltung auch als Vorbild für die privaten Hausbesitzer sehen, die den Ausweis für Mieter oder Käufer ebenfalls anfertigen müssen, hängen wir die Pässe gerne auf, erläutert Hajek und ergänzt: „Wenn wir so auch stärker für das Thema Energieverbrauch sensibilisieren und Modernisierungsmaßnahmen anstoßen können, dann ist das ganz in unserem Sinn, nämlich von Klima- und Umweltschutz.“

Damit der Ausweis auch für Laien aussagekräftig ist, nennt er nicht nur Kennwerte für den Heizenergieverbrauch und den Stromverbrauch, sondern auch jeweils einen Vergleichswert, den die EnEV als häufigsten Wert für in der Nutzung vergleichbare Gebäude ermittelt hat. Außerdem sind die Werte auf einer Farbskala verortet, die von grün gleich sehr gute niedrige Werte über gelb gleich gute mittlere Werte bis orange und rot gleich schlechte Werte reicht. Weiterer Bestandteil des Passes sind die „Empfehlungen zur kostengünstigen Modernisierung“. Diese müssen allerdings nicht aushängen.

Beim Mönchsee-Gymnasium liegen die Kennwerte für den Heizenergieverbrauch mit rund 103 kWh/m2 und für den Stromverbrauch mit rund 13 kWh/m2 – jeweils pro Jahr – deutlich unter den jeweiligen Vergleichswerten. Gleiches gilt auch für die Sporthalle, wobei der Heizenergiekennwert mit rund 83 kWH/m2 sich hier besonders positiv abhebt – abzulesen auch an der Farbskala, die klar auf grün zeigt. Der Vergleichswert beträgt hier über 150.

„Zurückzuführen sind die guten Werte für diese beiden städtischen Gebäude nicht zuletzt auf die Modernisierungsmaßnahmen, die das Hochbauamt in den letzten Jahren an Schule und Sporthalle vorgenommen hat“, erklärt Hochbauamtsleiter Dirk Vogel. Aber auch die gute Bedienung der Heizanlagen durch die Hausmeister trägt dazu bei. Insgesamt konnte der Wärmeverbrauch durch den Austausch der Schulfenster, die Außendämmung der Schule, die Modernisierung der Heizungsregelung für Schule und Halle sowie die Inbetriebnahme einer solarthermischen Anlage für die Halle insgesamt um beachtliche 538.000 kWH mehr als ein Drittel gesenkt werden. Die CO2-Emissionen sanken dadurch um ca. 160 Tonnen pro Jahr und die Kosten im Jahr 2007 um etwa 57.000 Euro.

Im Rahmen des Energieausweises empfiehlt Energie-Experte Schwarz-Leuser zur weiteren Absenkung des Energiebedarfs für das MSG weitere Dämmmaßnahmen an der alten Sporthalle und am südlichen Querbau.

18. November 2008

Rechtzeitige Immunisierung kann Leben retten

Impfung gegen Grippe

Die beginnende nasskalte Jahreszeit ist der richtige Zeitpunkt für eine Grippeimpfung. Vor allem gefährdete Personen sollten sich jetzt gegen den Influenza-Virus impfen lassen - hierzu zählen ältere Menschen über 60 Jahre und Personen mit bestimmten Grundleiden. Um diese Personengruppe vor Ansteckungen zu schützen, wird außerdem dem Personal in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen eine Immunisierung empfohlen.

„Die Virus-Grippe wird häufig unterschätzt“, sagt Dr. Peter Liebert vom Städtischen Gesundheitsamt Heilbronn. „Es handelt sich um eine ernst zu nehmende Krankheit, die im schlimmsten Fall tödlich verlaufen kann.“ Allein in Deutschland würden durchschnittlich 5000 bis 8000 Menschen pro Jahr den Folgen einer Influenza-Erkrankung zum Opfer fallen.

Der Impfschutz wirkt schon etwa 14 Tage nach der Impfung und hält rund sechs Monate an. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Sollte es dennoch zu einer Erkrankung kommen, sollte ein Arzt aufgesucht und das Bett gehütet werden - auch, um den Virus nicht an Dritte weiterzutragen.

18. November 2008

Stadt Heilbronn hilft über 90 Schulanfängern

Schulische Erstausstattung

91 Erstklässlern hat die Stadt Heilbronn bisher mit der schulischen Erstausstattung für das Schuljahr 2008/2009 unter die Arme gegriffen. Für bis zu hundert Euro konnten sie sich mit Schulranzen, Mäppchen oder Heften ausstatten. Zuschussberechtigt waren alle Familien, die Anspruch auf den Heilbronner Familienpass haben, nach Einkommensverhältnissen diesen gleichgestellt sind oder Sozialhilfeleistungen empfangen. Als Nachweis für die schulische Erstausstattung galten die Einkaufsbelege.

„Wir freuen uns, dass unser Angebot von so vielen Familien angenommen wurde, auch wenn zum Zeitpunkt des Beschlusses bereits einige Erstklässler ausgestattet waren“, erklärt Bürgermeister Harry Mergel. Insgesamt hat die Stadt Heilbronn 8400 Euro investiert.

19. November 2008

Verstärkte Kontrollen zur Vorweihnachtszeit

Polizei und Vollzugsdienst

Die Ordnungshüter von Polizei und Städtischem Vollzugsdienst achten mit Beginn des Heilbronner Weihnachtsmarktes am 27. November ganz besonders auf Sauberkeit und Ordnung in den Fußgängerzonen“, kündigt Bürgermeister Harry Mergel konsequentes Vorgehen gegen Müllsünder, Ordnungsstörungen und aggressive Bettelei an.

Müllsündern droht für das Wegwerfen von Zigarettenkippen oder Papierfetzen ein Verwarnungsgeld von mindestens 15 Euro. Wer beim Ablagern von Hausmüll beispielsweise in öffentlichen Abfallbehältern erwischt wird, muss mit einer Geldbuße von mindestens 50 Euro rechnen. Auch gegen aggressive Bettler oder Trinker, die die Bevölkerung belästigen, schreiten die Ordnungshüter konsequent ein. Die verstärkte Streifentätigkeit erstreckt sich dabei auch auf die Heilbronner Stadtteile.

Die gemeinsame Aktion von Polizei und Städtischem Vollzugsdienst soll einen Beitrag für eine sichere und saubere Stadt leisten.

19. November 2008

80 angehende Fischer zugelassen

Fischerprüfung 2008

Bei der diesjährigen Fischerprüfung am vergangenen Freitag im Bürgerhaus Böckingen haben 80 von 100 Teilnehmern die gestellten Aufgaben erfolgreich bewältigt.

Die Prüfung wird vom Ordnungsamt der Stadt Heilbronn abgenommen. Verantwortlich für den Prüfungsinhalt sowie den Prüfungstermin ist das Ministerium für Ernährung und ländlicher Raum.

Bei der zweistündigen Prüfung müssen 60 Fragen aus fünf Sachgebieten beantwortet werden. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn 45 Fragen richtig beantwortet werden.

19. November 2008

Altpapiersammlungen

Samstag, 22. November

Am Samstag, 22. November, finden in folgenden Stadtteilen Bündelsammlungen für Altpapier und Kartonage statt:

  • Sontheim (Sammler: Musikkapelle St. Martinus)
  • Horkheim (Sammler: Musikkapelle St. Martinus)
  • Klingenberg (Sammler: SSV Klingenberg).

Gesammelt werden Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren, Prospekte, Kataloge und ähnliche Papiere, mit einer Paketschnur gebündelt. Bitte keine Kunststofftüten zur Verpackung verwenden, Kartonagen getrennt vom Altpapier bereitlegen. Die Altpapierbündel bzw. Kartonagen müssen ab 8 Uhr am Straßenrand bereitliegen.

19. November 2008

Feuerwehr und Ordnungsamt gingen auf Kontrollfahrt

Freie Fahrt für Retter

Zugeparkte Rettungswege sind nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich. Im Ernstfall verzögern verkehrswidrig abgestellte Fahrzeuge das Durchkommen der Rettungswagen oder machen es unmöglich. Gemeinsam haben nun die Feuerwehr und das Ordnungsamt geprüft, ob Heilbronns Retter nachts freie Fahrt haben.

Eng wurde es bereits an der ersten Station: In der Herbert-Hoover-Straße blockierten verkehrswidrig auf einer Zickzacklinie sowie auf dem Grünstreifen abgestellte Kraftfahrzeuge den Weg. Auch im verkehrsberuhigten Bereich Gabelsberger Straße / Werderstraße waren Autos außerhalb der ausgewiesenen Flächen abgestellt worden - jedoch waren die Anwohner sich dessen offenbar bewusst und parkten ihre Autos um. Besonders dreist zeigte sich allerdings der Fahrer eines BMW in der Werderstraße: Sein Fahrzeug hatte er direkt an einem absoluten Halteverbotszeichen mit Zusatz „Brandschutzzone“ abgestellt.

Gegen Mitternacht näherte sich die Testfahrt von Feuerwehr und Ordnungsamt der Kernstadt. Problematisch gestaltete sich hier die Zufahrt „Kirchhöfle“ von der Schellengasse aus. Die dort abgestellten Fahrzeuge machten die Einfahrt für den großen Leiterwagen der Feuerwehr unmöglich .Im Bereich Schulgasse/Querschulgasse musste dann sogar das Abschleppfahrzeug gerufen werden. Ein Kleinlieferwagen stand dort im Kurvenbereich auf einer deutlich sichtbaren Zickzacklinie. Dieses Fahrzeug war dem städtischen Vollzugsdienst bereits um 21 Uhr aufgefallen und gebührenpflichtig verwarnt worden; kurz nach Mitternacht wurde es dann abgeschleppt. Auf den Fahrer kommen neben der gebührenpflichtigen Verwarnung über 15 Euro nun auch Abschleppkosten von rund 150 Euro zu.

Insgesamt waren die Einsatzkräfte mit dem Parkverhalten jedoch zufrieden. In den meisten Heilbronner Straßen kamen die größeren Rettungsfahrzeuge ohne Probleme durch. Nur an einigen wenigen Stellen gab es Schwierigkeiten. Aufgrund dieser Erfahrung wollen Feuerwehr und Ordnungsamt auch in Zukunft wieder die Probe aufs Exempel machen.

19. November 2008

Prüfberichte abgeben

Bis 31. Dezember 2008

Bis spätestens 31. Dezember dieses Jahres müssen Vermittler von Kapitalanlagen, Finanzdienstleister, Bauträger und Baubetreuer einen Prüfbericht für das Jahr 2007 nach der Makler- und Bauträgerverordnung beim Ordnungsamt der Stadt Heilbronn vorlegen. Der Bericht ist von einem Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer zu erstellen.

Wer ausschließlich nur Immobilien vermittelt hat, ist von der jährlichen Vorlagepflicht befreit. Gewerbetreibende, die sowohl Kapitalanlagen als auch Immobilien vermittelt haben, unterliegen für den Bereich der Finanzanlagen weiterhin der Prüfberichtspflicht.

Alle Gewerbetreibende, die der Prüfberichtspflicht unterliegen, im Vorjahr jedoch keinerlei Vermittlertätigkeiten ausgeübt haben, müssen anstelle eines Prüfberichts eine so genannte Negativbescheinigung vorlegen. Hierbei gilt die gleiche Frist.

Bei Nichtbeachtung der Abgabefrist droht ein Bußgeldverfahren.

19. November 2008

Kinderoper Brundibár

Proben haben begonnen

Eine Oper für und mit Kindern bringen die Städtische Musikschule und das Theater Heilbronn im kommenden Frühjahr auf die Bühne. Über 100 junge Musiker waren bereits beim Vorsprechen und Vorsingen dabei. 40 von ihnen bekamen nun die Chance, in der Kinderoper des tschechisch-deutschen Komponisten Hans Krása mitzuwirken.

„Insgesamt haben wir zehn solistische Rollen besetzt. Alle Mitwirkenden auf der Bühne sowie im Orchestergraben sind zwischen acht und 17 Jahren alt und Schüler der Musikschule“, erklärt Matthias Schwarzer, Leiter der Städtischen Musikschule. „Aber der Andrang hat uns schon überrascht!“

Immer am Freitagnachmittag wird nun geprobt, „zudem haben die Kinder und Jugendlichen eine CD bekommen, mit der sie daheim üben können“, so Schwarzer.

19. November 2008

Einwohnerzahl wächst und wächst

Heilbronn an der Schwelle zu 122.000 Einwohnern

Heilbronn überschreitet in diesem Jahr die magische Schwelle von 122.000 Einwohnern: Genau 121.989 Heilbronnerinnen und Heilbronner hat das Statistische Landesamt bereits zum 30. Juni 2008 gezählt, weist die neueste Statistik aus. Damit nähert sich die kleine Großstadt den Rekord-Einwohnerzahlen von Mitte der 90er Jahre.

„Die seit Jahren aufwärts zeigende Bevölkerungsentwicklung belegt, dass Heilbronn weiterhin ein attraktiver Wohnstandort ist“, freut sich Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach, der die erfreulichen Daten mit der positiven Konjunkturlage der vergangenen Jahre, den zunehmenden Studentenzahlen an den beiden Hochschulen und der Profilierung Heilbronns als familienfreundliche Stadt in Zusammenhang bringt. Bereits im September war zudem bekannt geworden, dass Heilbronn die höchste Geburtenrate im Vergleich der Stadtkreise Baden-Württembergs einnimmt.

Da eine ganze Reihe von beschlossenen familienfreundlichen Initiativen wie die kostenlosen Kindergärten oder der Ausbau der Ganztagsbetreuung sich erst in den nächsten Jahren positiv auf die Einwohnerzahl auswirken werden, sehen die Statistik-Experten im Rathaus gute Chancen für weiteres Wachstum.

Stephan Hegemann von der Stabsstelle Strategie: „Natürlich sehen die Prognosen auch für Heilbronn – wie bundesweit - langfristig eine Bevölkerungsstagnation bzw. einen Rückgang vor, doch mit dem jetzigen Wachstum verschaffen wir uns eine verbesserte Ausgangsposition, während andere Städte und Regionen schon jetzt mit teils drastischem Einwohnerschwund zu kämpfen haben.“

Während Heilbronn in den 80er-Jahren rund 110.000 bis 112.000 Einwohner hatte, schnellte die Zahl nach der Öffnung der Mauer, der Wende in Osteuropa und schließlich durch die Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem früheren Jugoslawien auf die Rekordmarke von 122.396 im Jahr 1993. Die Einwohnerzahl blieb nur ein Jahr über 122.000 und ging dann bis zum Jahr 2000 auf weniger als 120.000 zurück. Seit dieser Zeit steigt die Einwohnerzahl wieder langsam an und erreicht in diesem Jahr erstmals wieder die 122.000-Marke.

20. November 2008

Besserer Anschluss für die Böllinger Höfe kommt

Nordumfahrung Neckargartach und Frankenbach

Der Industriepark Böllinger Höfe erhält jetzt eine schnellere und bessere Anbindung an die Autobahn. Dazu werden nun eine neue Verbindung zwischen Wimpfener Straße und Neckartalstraße südlich des Tierheims und eine neue Linksabbiegespur von der Wimpfener Straße in die Wannenäckerstraße geschaffen.

Heute stimmte der Gemeinderat den Gesamtkosten und der Vergabe der Bauarbeiten zu. Baubeginn soll bereits in den kommenden Wochen sein, die Fertigstellung ist für Ende 2009 geplant.

Aufgrund stark gestiegener Baupreise seit der Planung erhöhen sich die Baukosten um rund 1,06 Millionen Euro auf voraussichtlich 7,94 Millionen Euro. Bund und Land beteiligen sich an diesen Kosten mit etwa 4,68 Millionen Euro, so dass sich der städtische Anteil auf etwa 3,26 Millionen Euro beläuft.

Die Maßnahme gilt als erster Bauabschnitt für die Nordumfahrung Neckargartach und Frankenbach, die beide Stadtteile von Durchgangsverkehr entlasten soll. Die Trasse der Nordumfahrung soll über die Buchener Straße, die dazu an die Neckartalstraße angeschlossen und bis zur Grundäckerstraße verlängert werden muss, die Alexander-Baumann-Straße und die Franz-Reichle-Straße bis zur B 39 verlaufen.

20. November 2008

Umgestaltung kommt nicht

Gemeinderat zum Kiliansplatz

Der Kiliansplatz wird nicht umgestaltet, lediglich die Pflastersteine sollen ausgetauscht werden. Mit dieser Entscheidung erteilte der Gemeinderat in seiner heutigen Sitzung weitergehenden Plänen eine Absage. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, den Platz nach Plänen des Bad Friedrichshaller Büros Biegert neu zu gestalten. Auch die Alternative des Karlsruher Büros Bauer, den Kiliansplatz in seiner jetzigen Grundstruktur zu erhalten, war der Gemeinderatsmehrheit zu weitgehend.

Stattdessen fordert der Gemeinderat – bei sieben Gegenstimmen -, den Kiliansplatz „mit neuem geeigneten Steinmaterial in der heutigen Größe und möglichst an der heutigen Farbgebung“ zu sanieren. Weiter beschloss das Gremium, den Bereich entlang der Kilianskirche und des Sieben-Röhren-Brunnens in Kooperation mit der Kirche umzugestalten und Beleuchtung und Möblierung neu zu konzipieren. Schließlich legte der Rat fest, dass kein Steinmaterial aus China, sondern vorzugsweise aus Europa verwandt werden soll.

Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach skizzierte den weiteren Zeitplan, laut dem der Platz nach weiteren Untersuchungen, Planungen und Ratsentscheidungen im Jahr 2010 saniert werden könnte.

20. November 2008

Weniger ist mehr

Satzungsänderung soll Stadtbild verschönern

Zu viele Werbeständer und hässliche Warenauslagen sollen in der Fußgängerzone bald der Vergangenheit angehören. Mit einer Satzungsänderung hat der Gemeinderat den Weg dafür heute frei gemacht. Die neuen Bestimmungen sollen die erfolgte Neugestaltung der Fußgängerzone und die Erneuerung auch vieler privater Gebäude flankieren, um das Stadtbild zu verschönern und die Attraktivität des Zentrums zu steigern.

Um unerwünschte Auswüchse bei der Kundenwerbung und Warenpräsentation zu verhindern, ist es den Ladenbesitzern in der Kernstadt künftig nur noch erlaubt, auf einem Drittel der Gebäudefront maximal 1,25 Meter hohe und ein Meter breite Gestelle aufzubauen. Für die Präsentation ist ein gehobener Standard vorgeschrieben. Werbeflyer und andere Werbeartikel dürfen in der City nur noch mit Erlaubnis des Amtes für Straßenwesen verteilt werden.

20. November 2008

Negative Auswirkungen 2009 spürbar

Bericht zur städtischen Finanzsituation

„Die aktuelle Kapitalmarktkrise hat im laufenden Haushaltsjahr glücklicherweise noch kaum negative Auswirkungen auf die Finanzen der Stadt Heilbronn“, betonte Erste Bürgermeisterin Margarete Krug in der heutigen Gemeinderatssitzung. Im Gegenteil, die Zuführung zum Vermögenshaushalt dürfte zum Jahresende fast auf 20 Millionen Euro steigen; im Haushaltsplan angesetzt waren 10,6 Millionen Euro. Auf Antrag der SPD-Fraktion und einer Anfrage von Stadtrat Jürgen Mosthaf legte Erste Bürgermeisterin Krug die aktuelle Finanzsituation der Stadt Heilbronn dar.

Demnach werden 2008 zwar die Gewerbesteuern mit etwa 88 Millionen voraussichtlich rund zwei Millionen Euro geringer ausfallen als im Haushalt angenommen, dennoch sind beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer Mehreinnahmen von etwa 3,1 Millionen und Mehreinnahmen beim Finanzausgleich von etwa vier Millionen Euro zu erwarten. „Wenn bis Jahresende bei der Gewerbesteuer keine größeren Rückzahlungen anfallen“, so Krug weiter, „wird die Zuführung zum Vermögenshaushalt statt wie im Haushaltsplan vorgesehen 10,6 Millionen Euro rund 20 Millionen Euro betragen.“

Wenngleich die Auswirkungen der gegenwärtigen Finanzmarkt- und Konjunkturkrise nicht genauer vorhergesehen werden können, rechnet die Stadt im kommenden Jahr mit etwa acht Millionen geringeren Gewerbesteuereinnahmen als im Doppelhaushalt für 2009 vorgesehen, während nach den aktuellen Steuerschätzungen die Einnahmen beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer und der Finanzausgleich um rund sechs Millionen höher ausfallen könnten als vorgesehen. Dies ist zum einen auf die wieder gestiegene Einwohnerzahl und zu einem erheblichen Teil darauf zurückzuführen, dass die Ansätze für 2009 auf Daten vom Herbst 2007 berechnet wurden.

„Dennoch bestehen erhebliche Haushaltsrisiken für 2009, weshalb die Verbesserungen in diesem Jahr in die Rücklage fließen sollten“, so Krug. „Im laufenden Haushalt sind zudem Kredite in Höhe von 2,1 Millionen Euro getilgt worden. Neuaufnahmen mussten wir nicht tätigen. Bis zum Jahresende sind unsere Kreditmarktschulden auf 25,5 Millionen Euro abgebaut und wir werden bis Ende kommenden Jahres unsere Kreditmarktschulden sogar auf rund 15,7 Millionen abbauen können, ein Erfolg unserer konsequenten Finanz- und Sparpolitik der vergangenen Jahre“, resümierte die Erste Bürgermeisterin vor dem Gemeinderat.

21. November 2008

Regionaler Schulterschluss in Berlin erfolgreich

Treffen im Bundesverkehrsministerium

Ausgesprochen positiv bewerten Heilbronns Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach und hochrangige Vertreter der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken die Ergebnisse eines Arbeitsgesprächs, das sie dieser Tage zusammen mit Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Staatssekretärin Karin Roth im Ministerium in Berlin unter anderem zum weiteren Ausbau der Autobahn A 6 führten.

„Der seit Jahren praktizierte regionale Schulterschluss zeitigt Erfolg“, ist sich Himmelsbach mit der IHK-Führungsspitze Präsident Thomas Philippiak und Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger, dem Vorsitzenden von Pro-Region, dem Hohenloher Unternehmer Reinhold Würth, dem Schwäbisch Haller Landrat Gerhard Bauer sowie den Bundestagsabgeordneten Thomas Strobl und Josip Juratovic einig.

Aufnahme der restlichen A 6-Strecke im Land in den vordringlichen Bedarf rückt nahe

Seit Jahren fordert die Region Heilbronn-Franken den kompletten und raschen Ausbau der hochbelasteten Ost-West-Verkehrsmagistrale A 6. Mit der nun von Minister Tiefensee gegebenen Zusage, die bislang noch nicht ausgebaute Strecke von Kupferzell bis zur baden-württembergischen Landesgrenze bei der anstehenden Überprüfung des Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen neu zu bewerten und sich bei positivem Nutzen-Kosten-Verhältnis dafür einzusetzen, sie bei der Fortschreibung des Bedarfsplans in den Vordringlichen Bedarf aufzunehmen, ist die Region einen entscheidenden Schritt weiter. Denn dann können die Fragen der Finanzierung und die weiteren Planungen parallel konkretisiert und zeitnah vorangetrieben werden.

Staatssekretärin Roth sicherte zu, mit ihrem baden-württembergischen Amtskollegen Rudolf Köberle zu prüfen, ob für die Ausbaufinanzierung der gesamten Strecke von Kupferzell bis zur Landesgrenze Public-Private-Partnership-Modelle in Frage kommen. Damit könnte vor allem rascher mit dem weiteren Ausbau begonnen werden.

In ihrem Kampf um den Ausbau der wichtigen europäischen Verkehrsverbindung ist die Region unter anderem mit der Vorfinanzierung der Vorplanung für den fast vollständigen Ausbau der A 6 vom Weinsberger Kreuz bis zur Landesgrenze in Vorleistung gegangen.

21. November 2008

Straßenbauarbeiten am Europaplatz

Ab Montag, 24. November

Ab Montag, 24. November, wird bei geeigneter Witterung die Straßendecke am Europaplatz erneuert. Die Asphaltarbeiten erstrecken sich auf den Übergang von der Weipertstraße in Richtung Kreisverkehr und werden voraussichtlich bis Mittwoch, 26. November, abgeschlossen sein.

Während der Bauzeit müssen einzelne Fahrstreifen und Abbiegespuren gesperrt werden, so dass Verkehrsbehinderungen unumgänglich sind. Das Amt für Straßenwesen empfiehlt Ortskundigen daher, den Bereich weiträumig zu umfahren.

21. November 2008

Kinderrechtepreis für Heilbronn

Kostenfreie Kindergärten gewürdigt

Hohe Auszeichnung für Heilbronn: Am gestrigen Abend erhielt die Stadt den Kinderrechte-Sonderpreis des baden-württembergischen Kinderschutzbundes (DKSB) für die Abschaffung aller Kindergartengebühren und die begleitende Qualitätsoffensive. Gewürdigt wurde auch die landesweite Vorreiterrolle Heilbronns beim Ausbau der schulischen Ganztagesbetreuung.

Bürgermeister Harry Mergel nahm die Auszeichnung in Vertretung von Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach, der zu dem Zeitpunkt eine Gemeinderatssitzung leitete, im Ulmer Kornhaus vor 180 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sozialbereich entgegen. Über 25 Organisationen und Institutionen hatten sich für den Kinderrechte-Preis beworben.

„Für den Gemeinderat und die Verwaltung in Heilbronn haben Investitionen in die Zukunft unserer Kinder absolute Priorität. Die Auszeichnung ist für uns auch Verpflichtung, diesen Weg konsequent weiterzugehen", bekannte Bürgermeister Harry Mergel in seiner Dankesrede. Nachdem die Preisverleihung 2007 in Karlsruhe und 2008 in Ulm stattgefunden hatte, lud Mergel dazu ein, die Veranstaltung im kommenden Jahr in Heilbronn auszurichten.

Festredner war der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner, der gemeinsam mit Sozialministerin Dr. Monika Stolz und der DKSB-Landesvorsitzenden, Gabriele Betz, die Preise überreichte. Betz: „Wir fördern Initiativen und Projekte, die sich für die Umsetzung von Kinderrechten im Alltag einsetzen. Dieser Preis soll eine Anerkennung sein aber auch Ansporn weiterzumachen, sich zu engagieren und neue Ideen zu entwickeln.“

„Die meisten Eltern bieten ihren Kindern ein positives Umfeld. Sie nehmen die Verpflichtung zur Erziehung und Förderung ihrer Kinder verantwortungsbewusst war“, so Ministerin Dr. Stolz. Die Schirmherrin und Kinderbeauftragte des Landes wies aber auch auf die Notwendigkeit weiterer Aktivitäten hin: „Wir müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass die Belastungen von Familien zunehmen und dass es Familien gibt, die mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind.“

24. November 2008

Ideenwettbewerb „Neckarvorstadt“ startet

„Gesetzte Teilnehmer“ stehen fest

Der internationale städtebauliche Ideenwettbewerb für das Fruchtschuppenareal ist gestartet, die Ausschreibung ist im Amtsblatt der Europäischen Union und in weiteren Online-Medien abrufbar. „Jetzt wird es spannend, ich hoffe auf viele kreative Entwürfe für einen langfristig angelegten Stadtumbau“, meint Bürgermeister Wilfried Hajek. Im Frühjahr 2009 soll das Ergebnis, ein „Masterplan“ vorliegen, wie die Bahn- und Gewerbebranche Fruchtschuppenareal, Herzstück der geplanten Bundesgartenschau, sowie die angrenzenden Stadtbereiche in den nächsten Jahrzehnten zu einem neuen Stadtteil umgestaltet werden könnten.

Sieben Büros sind schon dabei

Teilnahmeberechtigt am Wettbewerb sind Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Stadtplanern und Landschaftsplanern, die sich in den nächsten vier Wochen bewerben können. Bei dem begrenzt offenen Verfahren werden dann 30 Büros ausgewählt, sieben weitere „setzt“ die Bauverwaltung. Diese stehen mittlerweile fest: ASTOC Architects & Planners, Köln; Baufrösche, Kassel; von Gerkan, Marg + Partner, Hamburg; Steidle Architekten, München; Professor Günter Telian, Karlsruhe; Tovatt Architects & Planners, Schweden; Trojan Trojan Wendt, Darmstadt.

„Wir konnten bekannte, renommierte Büros für diese Herausforderung gewinnen“, freut sich Hajek, auch wenn, auf Anregung aus der Mitte des Gemeinderats, angefragte internationale Berühmtheiten wie Norman Forster kein Interesse zeigten.

Entscheidung nach der Sommerpause 2009

Die eigentliche Bearbeitungsphase wird von Januar bis April 2009 dauern. Das Preisgericht, in dem anerkannte Städtebauexperten, Mitglieder des Gemeinderates und Angehörige der Stadtverwaltung vertreten sein werden, wird im Mai 2009 zusammentreten und seine Wahl treffen. Die Wettbewerbsergebnisse werden breit in der Öffentlichkeit vorgestellt, u.a. werden alle Modelle und Pläne in einer Ausstellung gezeigt. Für Preise und Ankäufe stehen insgesamt 160.000 Euro zur Verfügung.

Nach der Sommerpause 2009 wird der Gemeinderat über die Umsetzung der Wettbewerbsergebnisse entscheiden. In Form von Realisierungswettbewerben (auch für einzelne Teilbereiche und Bauabschnitte) und Bauleitplanverfahren werden diese dann konkretisiert. Für die Freiraumplanung und die Bundesgartenschau wird es einen separaten Realisierungswettbewerb geben.

„Wohnen und Arbeiten am Buga-Park“

Im Ideenwettbewerb werden zunächst die grundlegenden Entwicklungslinien für das Stadtumbaugebiet festgelegt. Hierbei geht es um die künftige Verteilung von Bau- und Grünflächen, die Form der künftigen Bebauung und die Verkehrserschließung. Grundlage der Auslobung ist das Konzept „Wohnen und Arbeiten am Buga-Park“, dazu gehört auch ein durchgehender „Neckaruferpark“ und ein neuer Grünzug zwischen der Kernstadt und Böckingen.

Die „Neckarvorstadt“ könnte einmal bis zu 750 Wohnungen für etwa 1500 Einwohner bieten, neue Arbeitsplätze sollen vor allem im Dienstleistungs- und Forschungsbereich entstehen. Das etwa 10 Hektar große Quartier soll sich durch innovative, richtungsweisende Architektur auszeichnen, ein erster Bauabschnitt könnte schon zur Buga im Jahr 2019 präsentiert werden.

Verkehrsprojekte und Lärmschutz

Mit dem Konzept „Wohnen und Arbeiten am Buga-Park“ sind einige Maßnahmen verbunden, die besonders den Verkehr betreffen. So wird die Kalistraße auf die andere Seite des Alt-Neckars verlegt, damit ein durchgängiger „Neckaruferpark“ entstehen kann. Eine neue Straßenverbindung („Westrandstraße“) zwischen Europaplatz und Hafenstraße parallel zu den Bahngleisen erschließt das geplante Wohngebiet und schließt eine Lücke im Straßenring um die Innenstadt. Für die Kranenstraße wird geprüft, ob sie von der Kraneninsel verlegt oder ganz aufgegeben werden kann. Ein neuer Ost-West-Grünzug mit neuen Fußgänger- und Radfahrerbrücken wird Böckingen mit der Innenstadt verbinden. Umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen sind zudem erforderlich, um das Wohnen auf dem Fruchtschuppenareal zu ermöglichen.

Mehr Infos online

Die Auslobungsunterlagen sind unter der folgenden Web-Adresse abrufbar:

www.wick-partner.de

24. November 2008

Fundsachen werden versteigert

Donnerstag, 27. November

Am Donnerstag, 27. November, werden ab 14 Uhr im Olga-Jugendzentrum in der Olgastraße 45 verschiedene Fundsachen öffentlich versteigert. Gegen Barzahlung können unter anderem Fahrräder, Kleidung, Uhren und Schmuck erstanden werden.

24. November 2008

Altpapiersammlung

Samstag, 29. November

Am Samstag, 29. November, finden in folgenden Stadtteilen Bündelsammlungen für Altpapier und Kartonage statt:

  • Neckargartach (Sammler: VfL Neckargartach)
  • Frankenbach (Sammler: ASV Heilbronn)

Gesammelt werden Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren, Prospekte, Kataloge und ähnliche Papiere, mit einer Paketschnur gebündelt. Bitte keine Kunststofftüten zur Verpackung verwenden, Kartonagen getrennt vom Altpapier bereitlegen. Die Altpapierbündel bzw. Kartonagen müssen ab 8 Uhr am Straßenrand bereitliegen.

26. November 2008

Schwarz Stiftung plant Bildungscampus

Eine Adresse für Berufsakademie, HBS und AIM

Die Dieter Schwarz Stiftung verfolgt seit Juli das Projekt, in einem Bildungscampus in der City von Heilbronn die von ihr getragenen Einrichtungen heilbronn business school, Akademie für Information und Management und die geplante Außenstelle der Berufsakademie Mosbach unterzubringen. Die Stiftung ist darüber in Verhandlung mit der Stadt Heilbronn.

Gemeinsames Ziel ist es, das Projekt an der Mannheimer Straße zu verwirklichen, ein städtebaulich sehr prominenter Standort, der für die geplanten Einrichtungen wegen der Nähe zum öffentlichen Personennahverkehr, zu Parkmöglichkeiten und zur Fußgängerzone hervorragend geeignet wäre.

Mit einer Vorplanung, die die Stiftung bei der Projektmanagementgesellschaft Drees & Sommer, Stuttgart, in Auftrag gegeben hat, werden derzeit die planerischen und grundstücksmäßigen Voraussetzungen geprüft sowie notwendige Bodenuntersuchungen durchgeführt. Sobald dies abgeschlossen ist und eine positive Kabinettsentscheidung der Landesregierung zur Außenstelle der Berufsakademie in Heilbronn vorliegt, die der Geschäftsführer Dr. Erhard Klotz noch vor Weihnachten erwartet, können die Verhandlungen mit der Stadt und die Vorplanung für einen beschränkten Wettbewerb für den Bildungscampus abgeschlossen werden.

Die Dieter Schwarz Stiftung ist in der Lage, den endgültigen Architektenauftrag für das Projekt nach Abschluss des beschränkten Wettbewerbs im März 2009 zu vergeben, sodass noch 2009 mit dem Bau begonnen werden kann.

Der Bildungscampus soll bis Oktober 2011 fertig sein. Für die Außenstelle der Berufsakademie, die nach der Entscheidung der Landesregierung ab Oktober 2010 den Betrieb aufnehmen könnte, wird eine Übergangslösung für die Aufnahme des Studienbetriebs in Heilbronn gefunden.

26. November 2008

Wissen findet neue Wege

Schüler-Reporter decken auf

Die Aufregung bei den zehn Jugendlichen aus dem Raum Heilbronn ist groß. Ihr erster Einsatz im Auftrag der Bildung und Wissenschaft steht kurz bevor: Sie bilden das Schüler-Reporter-Team zur Berichterstattung über die experimenta. Die Lern- und Erlebniswelt eröffnet im Herbst 2009 im Heilbronner Hagenbucher.

Ihr erster Einsatz führt drei der Reporter auf die Baustelle. Dort herrscht derzeit reges Treiben. „Ich finde es toll, als einer der Ersten und direkt vor Ort über so ein spannendes Projekt berichten zu können“, verrät Furkan aus Offenau. Im Rohbau bekommen die Schüler Einblicke in laufende Bauaktivitäten und schauen Bauleiter Götz Guggenberger über die Schulter. Elektrik und Sanitär sind weitere Bereiche, die mit journalistischem Auge unter die Lupe genommen werden.

Grundidee der Schüler-Reporter ist es, Baufortschritt, Konzept und Umsetzung rund um die experimenta aus Schüler-Sicht zu dokumentieren und spannend aufzubereiten. Dazu wurden die Nachwuchsjournalisten in Kooperation mit der Akademie für Information und Management (AIM) ausgewählt, die den Aufbau der experimenta begleiten. Durch Interviews, Fotoreportagen und Filme gibt es viele Vorab-Einblicke, so z.B. von der Baustelle, vom Ausstellungsbau, über Kurs-Angebote zum Experimentieren bis hin zum Einbau der Exponate und der Eröffnung.

Via Internet und Zeitung können die Reportagen verfolgt werden. Unterstützt werden die Jugendlichen dabei von Medienprofis. „Schüler-Reporter für die experimenta zu sein, wird sicherlich eine tolle Erfahrung" meint Lisa aus Neuenstadt-Stein.

Drei Schüler-Reporter sind seit dem 25. November auf der Fassadenwerbung der experimenta zu sehen. Das Banner ist an der Südseite des Hagenbuchers angebracht. „Das ist noch etwas ungewohnt, sich in dieser Größe abgebildet zu sehen“, gesteht Tieu-Phuong aus Heilbronn lachend. „Aber irgendwie auch cool!“

Mittlerweile ist unter www.experimenta-heilbronn.de auch die Homepage der Lern- und Erlebniswelt online. Diese wird bis zur Eröffnung kontinuierlich mit neuen Inhalten ergänzt. Eine kurze Vorstellung der Schüler-Reporter ist auch schon abrufbar.

Über die Experimenta

Die experimenta Heilbronn ist eine Lern- und Erlebniswelt, die im Herbst 2009 ihre Türen öffnet. Ziel der experimenta ist es, Besucher – vor allem Kinder und Jugendliche – für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Dies geschieht auf anschauliche, spielerische und erlebnisorientierte Weise. Ca. 150 interaktive Exponate aus vier Themenwelten, Sonderausstellungen und fünf Labore bieten dann somit die Möglichkeit, Naturwissenschaft und Technik neu zu entdecken, zu erleben und zu erkennen.

www.experimenta-heilbronn.de

26. November 2008

Warmes Bett für Obdachlose im Winter

40 Notplätze stehen bereit

Auf der Straße muss in Heilbronn niemand übernachten: Insgesamt 40 Notplätze in Mehrbettzimmern bietet das Ordnungsamt der Stadt Heilbronn an.

Für Obdachlose hält die Stadt Heilbronn ganzjährig im Unteren Industriegebiet 40 Plätze bereit. Dieses Angebot ist - nach den Erfahrungen aus den letzten kalten Wintern - ausreichend, so der Leiter des Ordnungsamtes, Bernd Werner.

Die ersten kalten Nächte dieses Jahres haben gezeigt, dass die Angebote der Stadt Heilbronn angenommen werden. Bei Bedarf wird Hilfesuchenden sofort über das Ordnungsamt oder die Polizei mit einer Unterbringung in einer städtischen Unterkunft geholfen. Trotzdem gibt es auch Menschen, in Heilbronn rund 30 Männer und Frauen, die dieses Angebot nicht wahrnehmen wollen. Dabei handelt es sich meistens um chronisch Suchtkranke und psychisch angeschlagene Menschen, Einzelgänger, die Angst vor sozialen Kontakten haben, sowie Hundebesitzer.

Die Mitarbeiter der Aufbaugilde weisen diese Frauen und Männer, die auch den kältesten Nächten im Freien trotzen, immer wieder auf die Übernachtungsplätze hin. Um sie vor Erfrierungen oder einem möglichen Kältetod zu warnen, suchen sie die einschlägigen Aufenthaltsorte auf und werben für die Unterkünfte. Geschäftsführer Hannes Finkbeiner appelliert zudem an die Heilbronner, besonders in den bevorstehenden Wintermonaten Obdachlose und Nichtsesshafte auf die wärmenden Unterkünfte hinzuweisen.

Eine wichtige Anlauf- und Informationsstelle ist die Tagesstätte „Gildetreff“ in der Wolfganggasse 5. Neben der Möglichkeit eines Tagesaufenthaltes für wohnungslose Menschen, können sich Obdachlose ohne Verpflichtung zum Konsum aufhalten und ein warmes preisgünstiges Mittagessen an sechs Tagen der Woche erhalten. Daneben kann ein warmes Bad genommen, saubere Kleidung angezogen und die schmutzige Wäsche gewaschen und getrocknet werden. Bei Bedarf bieten die Mitarbeiterinnen zusätzlich soziale Hilfe und Unterstützung an.

Hier gibt’s im Notfall Hilfe

  • Beratungsstelle der Aufbaugilde in der Südstraße 35, Telefon (07131) 96 23 49. Hier bestehen Dusch- und Waschgelegenheiten, es werden auch warme Kleidung, Schlafsäcke und Isomatten ausgegeben. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr und 15 bis 16 Uhr.
  • Tagesstätte „Gildetreff“ in der Wolfganggasse 5, Telefon (07131) 91 94 22. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 7 bis 15 Uhr, samstags, 7 bis 13.30 Uhr. Kostenloses Einfachstfrühstück von 7 bis 10 Uhr.
  • Obdachlosenunterbringung übers Ordnungsamt, Weststraße 53, Telefon (07131) 56-29 81. Die Obdachlosenunterkunft befindet sich in der Salzgrundstraße 40/1.

Nach Dienstschluss des Ordnungsamtes ist jede Polizeidienststelle in Heilbronn zuständig für die Einweisung in die Obdachlosenunterkunft Salzgrundstraße 40/1.

27. November 2008

Gedenkfeier am 4. Dezember

Ehrenfriedhof, 15 Uhr

Am Donnerstag, 4. Dezember, 15 Uhr, findet auf dem Heilbronner Ehrenfriedhof (Köpfertal) die Gedenkfeier zum 64. Jahrestag des Bombenangriffs vom 4. Dezember 1944 auf Heilbronn statt. Die Stadtwerke Heilbronn GmbH richtet dazu wieder einen Pendelverkehr mit dem Kleinbus von der Haltestelle „Trappensee“ zum Ehrenfriedhof ein. Er soll vor allem älteren und gehbehinderten Bürgern die Teilnahme an der Feier ermöglichen.

Fahrplan

Zusätzliche Busverbindungen zwischen Harmonie und Trappensee:

Harmonie-Ost ab

Trappensee an

14.25 Uhr E-Wagen

14.35 Uhr

14.30 Uhr Linie 1

14.43 Uhr

14.40 Uhr E-Wagen

14.50 Uhr

Trappensee ab

Harmonie-West an

15.43 Uhr Linie 1 ohne Karlstor

15.52 Uh

15.55 Uhr E-Wagen

16.05 Uhr

16.11 Uhr Linie 1

16.22 Uhr

Programm

Eine halbe Stunde vor Beginn spielt der Posaunenchor Heilbronn und des Bezirks unter der Leitung von Dietrich Rall. Die Ansprachen halten Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach und Prälat Hans-Dieter Wille. Das Schlussgebet spricht Monsignore Wolfgang Westenfeld. Außerdem wirken an der Gedenkfeier der Männergesangverein Urbanus und die Chorgemeinschaft Heilbronn unter der Leitung von Martin Frey mit.

Sperrung der Arndtstraße

Die Arndtstraße wird ab der Einmündung Jägerhausstraße gesperrt sein. Das Parken in der Arndtstraße ist somit nicht möglich.

27. November 2008

Heilbronn und Neckarsulm arbeiten eng zusammen

Antrittsbesuch von OB Scholz bei OB Himmelsbach

Zu seinem Antrittsbesuch weilte jetzt der neue Neckarsulmer Oberbürgermeister Joachim Scholz im Heilbronner Rathaus. Mit Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach tauschte der 46-Jährige erste Erfahrungen aus, weitere Gesprächsthemen waren Wirtschaftsfragen, es ging um die Arbeitskräfteproblematik und die Europäische Metropolregion Stuttgart. „Ich lege Wert auf eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen der größten Stadt des Landkreises und der größten Stadt der Region“, betonte Scholz. Beide Kommunalpolitiker wollen künftig regelmäßig zusammenkommen, um sich über Themen auszutauschen, die beide Nachbarstädte voranbringen.

Der 62-jährige Himmelsbach amtiert seit 1999 in Heilbronn als Oberbürgermeister. Scholz hat die gleiche Position in Neckarsulm seit einem Monat inne, zuvor war er Bürgermeister von Steinheim an der Murr. Bei der gut einstündigen Begegnung im OB-Amtszimmer entdeckten beide Stadtchefs die gemeinsame Vorliebe, auch im Winter in kühlen Räumen zu arbeiten.

27. November 2008

Neuer Spielspaß in der Friedrich-Dürr-Straße

Spielplatz saniert

Die Kinder im Wohngebiet „Am Hohrain“ oberhalb des Wertwiesenparks können sich freuen: Der Spielplatz in der Friedrich-Dürr-Straße wurde in den vergangenen Monaten grundlegend saniert und ist jetzt wieder bespielbar. Insgesamt hat die Stadt Heilbronn rund 105.000 Euro in die Anlage investiert, die sowohl Spielangebote für ganz Kleine als für Kinder etwa bis zu zwölf Jahren bereithält.

Neue Attraktionen sind eine Wackeltonne auf vier Federn, ein Karussell und ein größeres Spielgerät zum Klettern, Balancieren und Rutschen. Für die Kleinen wurde der Sandbereich neu gestaltet und eine Sandbaustelle geschaffen.

Eine offizielle Einweihung ist zum Beginn der neuen Spielsaison im kommenden Frühjahr geplant.

28. November 2008

Auf dem Weg zur zertifizierten Qualität

Katharinenstift Heilbronn gGmbH

„Mit der frühzeitigen Weichenstellung zur strategischen Umsetzung eines Qualitätsmanagementsystems im Katharinenstift waren wir der Zeit voraus“, freut sich der Aufsichtsratsvorsitzende, Bürgermeister Harry Mergel, über erste konkrete Auswirkungen. Denn bereits jetzt profitieren die Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige spürbar von der Einführung des Qualitätsmanagementsystems. So ist beispielsweise dank des neuen Pflegebezugssystems (Primary Nursing) eine Pflegefachkraft als feste Ansprechperson für jeden Bewohner bzw. dessen Angehörige festgelegt. Sie berät, unterstützt und koordiniert verantwortlich alle Maßnahmen zur persönlichen Pflege und Betreuung des Bewohners.

Bewährt hat sich nach Ansicht von Aufsichtrat und Geschäftsführung auch, mit Jörg Kussmaul eine erfahrene Fachkraft zum Qualitätsmanagementbeauftragten im Katharinenstift zu bestimmen. Seine Aufgabe ist es unter anderem, das Qualitätsmanagement im Katharinenstift so zu optimieren, dass es im kommenden Jahr international zertifiziert werden kann. Erst vor kurzem hatten sich der Spitzenverband der Krankenkassen und die Spitzenverbände der Heimträger auf ein Qualitätsprüfungsverfahren für Pflegeheime geeinigt. Damit wird eine Auflage aus der Pflegereform umgesetzt, die vorsieht, dass sich ab dem Jahr 2009 alle Pflegeheime vom Prüfdienst der Krankenkassen überprüfen lassen müssen. Dabei erhalten Pflegeheime angelehnt an die Schulnotenskala Zensuren von „sehr gut“ bis maximal „mangelhaft“. Die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen müssen dann per Aushang im Pflegeheim sowie im Internet veröffentlicht werden. So ist es Pflegebedürftigen und deren Angehörigen künftig leichter möglich, sich über die Pflegeheime einfach und schnell zu informieren.

Der Geschäftsführer des Katharinenstifts, Matthias Brauchle, erläuterte, dass mit Einführung und Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nicht nur gute Noten vom Prüfdienst der Krankenkassen zu erwarten seien, sondern darüber hinaus auch „ein Prozess der stetigen Qualitätsverbesserung im gesamten Haus in Gang gesetzt wird.“

Unabhängig von der Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen beabsichtigt das Katharinenstift im Zuge der angestrebten Zertifizierung jeweils zum Jahresende einen freiwilligen und umfassenden Qualitätsbericht auf seiner Homepage zu veröffentlichen.

www.katharinenstift-heilbronn.de

28. November 2008

Zulassungsstelle erst ab 16 Uhr geöffnet

Mittwoch, 3. Dezember

Am Mittwoch, 3. Dezember, öffnet die städtische Zulassungsstelle, Lerchenstraße 40, statt um 14 Uhr erst zwei Stunden später um 16 Uhr. Der Grund hierfür ist eine Personalversammlung. Die Zulassungsstelle des Landkreises ist hiervon nicht betroffen.