| |
 | |
|
|
|
 |
|
|
Heilbronnerinnen & Heilbronner
Da die meisten Bewohner des ganzen Oberamts Heilbronn dem fränkischen Stamme angehören, so sind sie redseliger und lebhafter als die Schwaben. (...) Der Heilbronner ist fleißig und unternehmend und wagt eher, als daß er die Hände in den Schooß legt; er ist gefällig gegen Fremde, hat etwas feinere Formen im Umgange, ist höflicher, wird aber vielleicht vom Schwaben an innerer Herzlichkeit übertroffen; [...]
(Aus der "Beschreibung des Oberamts Heilbronn", 1865)
Der Autor dieser "Beschreibung des Oberamts Heilbronn" aus dem Jahr 1865 hat es noch vermocht, die angeblichen Licht- und Schattenseiten des "typischen" Heilbronners eindrucksvoll zu beschreiben. Doch nicht nur unser Menschenbild hat sich seit dieser Zeit gewandelt, durch Kriege, Wanderungsbewegungen und wirtschaftlich-technische Entwicklungen hat sich auch die Zusammensetzung der Bürgerschaft hinsichtlich Alter, Beruf, Religion und Nationalität völlig verändert. Den "typischen" Heilbronner gibt es heute nicht mehr, dafür eine neue Vielfalt: der alteingesessene, schaffige "Wengerter", die international bekannte Fachhochschulprofessorin, der gewissenhafte Facharbeiter in einer der großen Betriebe, die Violonistin des Württembergischen Kammerorchesters, der Software-Spezialist aus der Innovationsfabrik, die alleinerziehende Mutter, der Schleusenwärter am Neckarkanal - sie alle können von sich sagen: "Ich bin ein Heilbronner!" |
|
| |
|
|