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Adolf Cluss (1825-1905)

Adolf Cluss

"Und zum Schluß / noch ein Cluss" - solche oder andere Werbesprüche fallen Heilbronnern bis heute bei der Nennung des Namens Cluss ein. Weitaus größere Bedeutung als dem Gründer der bekannten Heilbronner Brauerei August Cluss kommt jedoch seinem älteren Halbbruder Adolf Cluss zu, Mitbegründer der internationalen kommunistischen Arbeiterbewegung und einer der bedeutendsten Architekten der USA in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Cluss entstammte einer Heilbronner Baumeisterfamilie; sein Vater errichtete etwa den als Bahnhofshotel geplanten "Clussbau" in der Wilhelmstraße, der später als Wilhelmsbau bekannt wurde.

Adolf Cluss verließ Heilbronn schon in jungen Jahren, wobei über die ersten Jahre seines Berufslebens nichts bekannt ist; er hielt sich vor Ausbruch der Revolution 1848 zeitweise in Mainz, aber auch in Brüssel auf, wo er in engem Kontakt mit Karl Marx stand. Cluss gehörte zu den ersten Mitgliedern des Bundes der Kommunisten und gründete mit anderen im April 1848 in Mainz den Arbeiterbildungsverein. Doch schon im Sommer 1848 verließ er aus unbekannten Gründen Deutschland und landete am 15. September 1848 mit dem Auswanderschiff "Zürich" in New York.

Cluss arbeitete in den USA zunächst als Ingenieur - unter anderem bei der Marine, später dann in Washington als Architekt. Seine Verbindung zur kommunistischen Bewegung - als deren Anführer in den USA er einige Zeit gilt - brach er 1858 ab.

Seit 1864 arbeitete Cluss als Architekt und übernahm erfolgreich Aufträge für öffentliche Bauten - Schulen und Museen, Regierungsgebäude und Markthallen. Als er 1890 im Alter von 65 Jahren seine aktive Tätigkeit beendete, stammt die Mehrzahl der öffentlichen Gebäude der amerikanischen Hauptstadt von ihm. Einige davon stehen heute noch, etwa das Arts and Industries Building der Smithsonian Institution an der Independence Avenue in Washington. Cluss gilt heute als einer der bedeutendsten Architekten der USA in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

www.adolf-cluss.de