| |
 | |
|
|
|
 |
|
 |
Böckingen
|
 |
Mit über 21.300 Einwohnern ist Böckingen nach der Kernstadt der größte und älteste Stadtteil Heilbronns. Er wurde bereits 1933 eingemeindet, hat sich aber besonders in Alt-Böckingen einen eigenen Charakter bewahrt. Der Stadtteil ist durch das Busnetz und seit 1999 durch zwei Haltepunkte der Stadtbahn – am Sonnenbrunnen und am Berufsschulzentrum – mit der Heilbronner Innenstadt verbunden. Ende 2009 ist mit dem Haltepunkt Böckingen-West ein dritter Stadtbahn-Stopp hinzugekommen. |
Große Gewerbegebiete entwickelten sich während der letzten Jahrzehnte entlang der Neckargartacher Straße und nördlich der Großgartacher Straße. Die „Seeräuber“ genannten Böckinger und die Einwohnerschaft der angrenzenden Gemeinden und Stadtteile werden von den Einzelhändlern und Dienstleistern im Stadtteil umfassend versorgt und betreut. Das Böckinger Handwerk genießt überörtliche Bedeutung. Von der Grund- und Hauptschule bis zum Gymnasium sind alle Schularten vorhanden, außerdem mehr als ein Dutzend Kindergärten.
Zahlreiche Institutionen und Vereine prägen heute das öffentliche Leben, darunter auch der im Jahre 1906 gegründete Gewerbe- und Handelsverein Böckingen e.V. Im dreijährigen Rhythmus wird eine Leistungs- und Erlebnismesse geboten, die im Jahr 2005 erstmals in dem historischen, unter Denkmalschutz stehenden Ringlokschuppen des Süddeutschen Eisenbahnmuseums beim Sonnenbrunnen stattfand.
Ein kultureller Höhepunkt ist 2010 die Böckinger Woche, die in fünfjährigem Turnus stattfindet. Sie wird vom „Böckinger Ring“ organisiert, der von fast 40 Vereinen getragen wird, und spielt sich rund um das Bürgerhaus ab. Dort findet 2011 das ebenfalls vom Böckinger Ring organisierte Seeheinfest statt, das alle zwei Jahre auf dem Festkalender steht. Jedes Jahr dagegen öffnet der Julbockmarkt im Süddeutschen Eisenbahnmuseum beim Sonnenbrunnen seine Tore.
Neben Veranstaltungsräumen beherbergt das Bürgerhaus unter anderem eine Zweigstelle der Stadtbibliothek und den populären Jugendtreff mit seinem vielseitigen Veranstaltungsangebot. Das ehemalige Rathaus in der Schuchmannstraße wurde Anfang der neunziger Jahre zu einem Stadtteilzentrum erweitert, das u.a. als Altenbegegnungsstätte und Vereinshaus sowie von der VHS genutzt wird. Bürgernahen städtischen Verwaltungsservice bietet seit 1997 das Bürgeramt in der Grünewaldstraße.
Rund um den historischen Wasserturm ist seit 1992 ein attraktives Wohngebiet gewachsen, und ebenfalls in den neunziger Jahren entstand auf dem früheren Ziegeleigelände eine Parklandschaft. Als neuer Anziehungspunkt ist im Sommer 2009 ein Kiosk hinzugekommen, der direkt am Ufer des Ziegeleisees zum Verweilen einlädt.
Geplant ist in Böckingen auf dem Bahngelände östlich der Ludwigsburger Straße eine so genannte neue „Böckinger Mitte“ als Klammer zwischen Nord und Süd, die auch in die städtebauliche Planung im Rahmen der Bundesgartenschau 2019 mit eingebunden ist.
|
|
| |
|
|