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Kirchhausen

Deutschordensschloss mit Bürgeramt

Kirchhausen wurde 1972 eingemeindet. In dem am weitesten von der City entfernten Stadtteil zeugen der Kirchturm (1579), die Zehntscheune (um 1760) und das Amtmannhaus von der fast 400-jährigen Herrschaft des Deutschen Ordens. Vor allem aber sticht das zwischen 1570 und 1576 erbaute Deutschordensschloss hervor: Der Zusammenschluss der Kirchhausener Vereine, das Ortskartell, veranstaltet dort alle zwei Jahre das Schlossfest. Ein besonders engagierter Bürger erhält hierbei den symbolischen „Ritterschlag“. Einmal jährlich findet dann das Rittertreffen statt.

Höhepunkt des Veranstaltungsjahres ist die Reihe „Kultursommer im Schloss“, die von den örtlichen Vereinen organisiert wird. Im Mittelpunkt stehen Open-Air-Konzerte und Kleinkunst. Der Nordostturm des Schlosses dient seit 2011 als Museum, betrieben vom Interessenkreis Heimatgeschichte.

Mit dem Bürgeramt im Renaissanceschloss ist eine wichtige Anlaufstelle für die rund 3700 Einwohner Kirchhausens eingerichtet. Ohnehin konnte die Infrastruktur seit der Eingemeindung stark verbessert werden, etwa mit der Einweihung der Deutschordenshalle 1974, des Freibads 1979 sowie der Sportanlage zu Beginn der 80er Jahre. Im Rahmen der Ortskernsanierung wurde die Zehntscheune zu einer Kultur- und Sommerhalle umgebaut. Zurzeit ist das Neubaugebiet „Wittumäcker West“ in Planung, damit in Kirchhausen auch in Zukunft die Einwohnerzahlen steigen können, und auch das Gewerbegebiet kann nach seiner Erweiterung um den Abschnitt „Mühlberg/Weirach II“ weiter wachsen.

Für den Kirchhausener Nachwuchs stehen zwei städtische und ein katholischer Kindergarten zur Verfügung, für die etwas älteren unter ihnen außerdem eine Grundschule und ein Jugendtreff. Sowohl Robi, die rollende Bibliothek, als auch die Buslinien 31 und 61 machen in Kirchhausen Halt.