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Der Heilbronner Hafen bekommt Zuwachs durch ein Containerterminal. Errichtet wird er zurzeit an der Nordspitze des Areals Wohlgelegen.
Auf einer Fläche von zunächst 22.000 Quadratmetern sind ein Liegeplatz für ein Motorschiff sowie die entsprechenden Kran- und Gleisanlagen vorgesehen. Ein zweiter Bauabschnitt könnte die Kapazitäten verdoppeln, dann wäre ein jährlicher Umschlag von 52.000 Containern möglich. |
Das Terminal ist nicht nur an das Wasserstraßennetz und das Straßennetz angeschlossen, sondern auch an die nahe Industrie- und Hafenbahn. Zusammen mit der geplanten Verlängerung von 26 Neckarschleusen zwischen Plochingen und Mannheim für moderne 135-Meter-Schiffe werden so ideale Voraussetzungen geschaffen, um mehr Güter von der Straße auf das Wasser und die Schiene zu bringen.
Die Investitionen für den Terminal belaufen sich auf rund 12,5 Millionen Euro, von denen 7,7 Millionen Euro vom Bund getragen werden. Den Rest finanziert die Heilbronner Versorgungs GmbH als Betriebsführerin des Hafens. Die Stadtwerke investieren 5,6 Millionen Euro in die Erneuerung der Hafenbahnbrücke.
Betreiberin des Container-Terminals wird die Deutsche Umschlags Gesellschaft Schiene-Straße mbH (DUSS) aus dem rheinland-pfälzischen Bodenheim sein. Die DUSS ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG und betreibt bundesweit 24 Terminals.
Der Hafen Heilbronn ist der bedeutendste Umschlagplatz am Neckar, bundesweit rangiert er auf Platz sieben der deutschen Binnenhäfen. Rund vier Millionen Tonnen werden hier pro Jahr umgeschlagen, darunter überwiegend Massengüter wie Kies, Sand, Steinsalz, Kohle, Mineralöle, Holz und Futtermittel. Eine Besonderheit in Süddeutschland stellt der Schwergutkai dar, der den Umschlag von schweren Industrieprodukten mit Stückgewichten bis 400 Tonnen ermöglicht.
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