Bundesgartenschau 2019 / Stadtausstellung Neckarbogen

Im Jahr 2019 wird Heilbronn zum Schauplatz der Bundesgartenschau. Die Eröffnung findet - das steht schon heute fest - am 17. April statt.

In einem neuen Parkgelände wird Heilbronn dann bei einem fröhlichen Fest für die Heilbronner und Gäste aus dem In- und Ausland große Gartenkunst präsentieren. Nach der Landesgartenschau im Jahr 1985 und dem Erfolg bei der Entente florale im Jahr 2000, bei der Heilbronn mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde, stellt sich Heilbronn damit einer weiteren „grünen“ Herausforderung.

Doch: Es geht nicht allein um eine sechsmonatige Demonstration gärtnerischen Könnens. Denn die BUGA 2019 bietet Heilbronn die Chance, Teile des Stadtgebiets um- und neuzugestalten. So kommt der BUGA auch eine Bedeutung als Motor der Stadtentwicklung zu.

Eines der Hauptziele ist es, die Stadtteile westlich und östlich des Neckars besser miteinander zu verbinden und den Fluss erlebbarer zu machen. Eine Schlüsselfunktion kommt dabei dem Areal zwischen Altem Neckar und Neckarkanal zu, auf dem der Buga-Park erblühen und Zug um Zug ein ganz neues Stadtquartier entstehen soll, das nach einem Bürgerwettbewerb den Namen Neckarbogen trägt. Bis zur Buga sollen bereits die ersten Modellbauten stehen, die sogenannte Stadtausstellung Neckarbogen.

Darüber hinaus sind aber auch weitere Areale im Stadtgebiet in das Buga-Konzept eingebunden, wo Brachen beseitigt, Grünzüge angelegt, Straßen verlegt und bessere Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden sollen.

Nachdem Heilbronn im Jahr 2003 eine Machbarkeitsstudie erstellt hat, fand 2008/2009 der erste Ideenwettbewerb für die Neckarvorstadt (heutige Bezeichnung: Neckarbogen) auf dem Fruchtschuppen-Areal statt. 

Grundlage für Gestaltung des neuen Stadtquartiers ist der städtebaulische Rahmenplan Neckarbogen, der im Juli 2010 vom Gemeinderat beschlossen und der Ende 2013 fortgeschrieben wurde (Gemeinderatsbeschluss Januar 2014). Dieser gibt Auskunft über die Art der Bebauung und die Verkehrserschließung, aber auch erste Ideen zur Landschaftsgestaltung.

Zugleich bildete der städtebauliche Rahmenplan die Grundlage für den Bundesgartenschau-Wettbewerb, der im Mai 2011 mit der Auszeichnung von sechs Entwürfen zu Ende gegangen ist. Er lieferte die ersten detaillierten Planungen für die Bundesgartenschau im Bereich Neckarbogen.

Im Dezember 2012 legte der Gemeinderat in einer Leitentscheidung fest, dass das Buga-Areal rund 40 Hektar groß sein soll und den Neckarpark, den Neckarbogen und Teile des Wohlgelegens umfassen soll. Für die Infrastruktur des neuen Stadtviertels Wohlgelegen sollen 141 Millionen Euro investiert werden, die Gartenschau selbst wird 44 Millionen Euro kosten. Mit einem Spatenstich am 3. November 2013 hat die Umsetzungsphase begonnen.

Die Bundesgartenschau hat einen sehr starken Rückhalt in der Bevölkerung: Bei einer Bürgerumfrage im Frühjahr 2012 beantworteten 89 Prozent der Befragten die Frage „Ist die Bundesgartenschau gut für Heilbronn?“ positiv.

 
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