Bürgerumfrage

Die Heilbronner stehen hinter dem Großprojekt Bundesgartenschau 2019: Dies ist das eindeutige Ergebnis einer Bürgerbefragung.

Im Mittelpunkt des überaus erfreulichen Ergebnisses steht eine Zahl: Sage und schreibe 89 Prozent der Befragten gaben auf die Frage „Ist die Bundesgartenschau gut für Heilbronn?“ eine zustimmende Antwort. Damit ist sogar das sehr gute Ergebnis der Bürgerumfrage 2006 übertroffen, als sich 81 Prozent der Befragten entsprechend äußerten.

Die weiteren Ergebnisse belegen, dass sich die Zustimmung quer durch alle Bevölkerungsgruppen zieht. So haben keineswegs, wie manchmal geunkt, nur Senioren Sympathie für die Bundesgartenschau. Zwar nimmt mit zunehmendem Alter auch die Zustimmung zu und erreicht in der Altersgruppe 76 Jahre und älter mit 91 Prozent den Höchstwert. Doch auch in der jüngsten Altersklasse 16 bis 20 Jahre ist die Zustimmung mit 85 Prozent sehr hoch.

Schließlich zeigt die Untersuchung, dass die Unterstützung für die Bundesgartenschau quer durch alle Stadtteile geht: Am höchsten ist sie in Biberach mit 92 Prozent, aber auch der „niedrigste“ Wert, in Böckingen, ist mit 86 Prozent immer noch sehr hoch.

Für die Statistiker war es auch wichtig zu wissen, welche Chancen die Befragten mit der Bundesgartenschau verbinden. Insgesamt 95 Prozent der Befragten sehen diese bei den „neuen dauerhaften Grünflächen und Parkanlagen“, also einem nachhaltigen Qualitätsmerkmal der Gartenschauen als Stadtentwicklungsinstrument. Ebenfalls eine sehr große Chance erwarten die Befragten in Hinblick auf „neue Fuß- und Radwege als kurze Stadtteilverbindungen“ (87 Prozent) sowie eine „verbesserte Zugänglichkeit und Erlebbarkeit des Neckars“ (86 Prozent).

Spitzenwert auch für den Neckarbogen

Ein äußerst positives Bild ergibt sich auch bei der Frage „Ist der Neckarbogen gut für Heilbronn?“: 91 Prozent der befragten Heilbronnerinnen und Heilbronner antworteten positiv zum neuen Stadtteil auf dem Fruchtschuppenareal. Überraschend: In der jüngsten Altersgruppe 16 bis 20 Jahre ist die Zustimmung mit 95 Prozent am höchsten, aber auch bei den anderen Altersgruppen liegt die Zustimmung bei um die 90 Prozent. Auch die Stadtteilanalyse zeigt eine Zustimmung in einer engen Bandbreite zwischen 88 und 94 Prozent – zu den drei Spitzenreitern gehören dabei nicht nur die unmittelbar an den Neckarbogen angrenzende Kernstadt, sondern auch die weiter entfernten Stadtteile Kirchhausen und Klingenberg.

Gefragt nach ersten Planungsideen zum Neckarbogen halten rund 93 bzw. 92 Prozent der Befragten eine „energiesparende Bauweise mit Nutzung erneuerbarer Energien“ sowie die „direkte Fuß- und Radwegeverbindung zum Hauptbahnhof und weiter in Richtung Innenstadt (Steganbindung über das Gleisfeld der Bahn)“ für „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Rund 80 Prozent der Befragten legen auf das Thema „Verkehrskonzept mit Vorrang für den öffentlichen Personennahverkehr, Car-Sharing und Elektromobilität“ großen Wert.

Diese Aspekte sind nun bei den Planungsüberlegungen für den Neckarbogen im Blick. So ist beispielsweise die Steganbindung Bestandteil des Verkehrskonzepts, und für die Bebauung wird ein vorbildlicher Standard bei Energie- und Ressourceneffizienz angestrebt. Zudem streben wir eine Zertifizierung des Neckarbogens nach den Regeln der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen an.

1422 haben geantwortet

Befragt wurden im Februar/März 2012 zirka 3000 Einwohner im Alter ab 16 Jahren, die per Zufallsverfahren aus dem Melderegister bestimmt worden waren. Insgesamt haben sich 1422 Einwohner an der schriftlichen Befragung beteiligt, damit beläuft sich die Rücklaufquote auf gut 48 Prozent.

 
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