Erneuerbare-Wärme-Gesetz BW 2015 (EWärmeG 2015)

Heizung und Warmwasserbereitung verursachen knapp ein Viertel der Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg. Davon entfallen über 90 Prozent auf bestehende Gebäude. Fossile Energieträger werden knapper, teurer und ihre Nutzung ist eine wesentliche Ursache des Klimawandels. Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz des Landes Baden-Württemberg soll dazu beitragen, dass sich der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung deutlich erhöht und damit der CO2-Ausstoß sinkt. Seit 1. Juli 2015 ist daher das novellierte EWärmeG in Kraft, welches einen Pflichtanteil von 15 Prozent erneuerbarer Energie fordert.

Wesentliche Änderungen zum EWärmeG 2008 neben der Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energie von 10 auf 15 Prozent ist die Erfüllungspflicht bei Nichtwohngebäuden, eine bessere Kombinierbarkeit der Erfüllungsmaßnahmen und die Einführung eines Sanierungsfahrplans.

Beim Austausch der Heizanlage nach dem 1. Juli 2015 fällt dieser unter die Regelungen des EWärmeG 2015. Die Nachweispflicht liegt einheitlich bei 18 Monaten nach Inbetriebnahme der neuen Heizanlage.

Um Härtefällen gerecht zu werden, sieht die Novelle eine Übergangsregelung vor, wenn der Auftrag zum Heizungstausch bis zum 31. Mai 2015 verbindlich erteilt wurde, der beauftragte Sachkundige bestätigt, dass ein rechtzeitiger Einbau vor dem 1. Juli 2015 nicht mehr möglich war und die neue Heizanlage bis spätestens 31. Oktober 2015 betriebsbereit eingebaut wurde. Dann ist von den Regelungen der Novelle zu befreien und das EWärmeG 2008 anzuwenden.

Weitere Informationen und den Gesetzestext des EWärmeG 2015 stellt das Umweltministerium Baden-Württemberg zur Verfügung.

Nach dem Austausch der Heizungsanlage ist nachzuweisen, wie die Anforderungen des EWärmeG erfüllt wurden. Hierzu ist das Deckblatt auszufüllen, der entsprechende Nachweis zur jeweiligen Erfüllungsoption durch einen Sachkundigen zu bestätigen und die Unterlagen an die zuständige Behörde zu senden.

Die Nachweisformulare gibt es hier:

 
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