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Regionales Übergangsmanagement (RÜM)

Der Abschluss der Schullaufbahn an einer allgemeinbildenden Schule und der Übergang in den Beruf ist für junge Menschen ein wichtiger bildungsbiografischer Schritt. Sie müssen sich entscheiden, welcher Bildungs­weg weiterverfolgt wird - sei es der Beginn eines Studiums, der Besuch einer beruflichen Schule oder eine berufliche Ausbildung. Je besser dieser Übergang vorbereitet wird, umso höher sind die beruflichen Chancen der jungen Menschen. Unterstützung erhalten die Schüler dabei seitens der Schule, des Elternhauses, der Agentur für Arbeit, der Unternehmen und weiterer Akteure am Übergang Schule-Beruf. Insbesondere die frühzeitige Einbeziehung der Berufsorientierung an Schulen sowie die aktive Beteiligung der Eltern gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Ziel des Regionalen Übergangsmanagements ist es, zusammen mit den Akteuren Übergang Schule-Beruf diese Prozesse zu unterstützen und weiter auszubauen. Die Stadt Heilbronn nimmt seit 2015 am Modellversuch des Landes Baden-Württemberg „Neugestaltung des Übergangs Schule-Beruf“ als Modellregion teil mit den Schwerpunkten Regionales Übergangsmanagement, Duale Ausbildungsvorbereitung (AV dual), Duale Berufsqualifizierung (BQ dual) und Berufsorientierung an Schulen. Dieser Prozess wird von der Lenkungsgruppe Regionales Übergangsmanagement unterstützt. Als Mitglieder der Lenkungsgruppe sind die geschäftsführenden Schulleitungen der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, das Staatliche Schulamt, Bildungsträger, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer, die Agentur für Arbeit, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Arbeitgeberverband Südwestmetall und städtische Ämter beteiligt.

Im einem ersten Schritt wurde 2015 an der Johann-Jakob-Widmann-Schule der Ausbildungsgang „Duale Ausbildungsvorbereitung“ (AV dual) eingeführt. Die Wilhelm-Maybach-Schule folgte 2016. Die Schüler werden in verschiedenen Arbeitsbereichen unterrichtet und auf eine Ausbildung vorbereitet. Durch das neue pädagogische Unterrichtskonzept mit einem hohen Anteil an Tages- und Blockpraktika sowie durch eine zusätzliche pädagogische Fachkraft als AV-dual-Begleiter können wertvolle Erfahrungen gesammelt werden. Seit 2017 wird die „Duale Ausbildungsvorbereitung“ auch an der privat getragenen Susanne-Finkbeiner-Schule angeboten.

Der Modellversuch wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sowie vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.