Sichere und saubere Stadt

Sicherheit und Sauberkeit werden in Heilbronn großgeschrieben: Heilbronn ist einer der sichersten Stadtkreise in Baden-Württemberg. Die Stadtverwaltung trägt unter anderem über die institutionalisierte „Kommunale Kriminalprävention“ zu diesem guten Ergebnis bei. Ein Lenkungsgremium, dem Fachleute von Stadtverwaltung und Polizei unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters angehören, befasst sich mit aktuellen Themen, koordiniert Arbeitsgruppen und steuert Projekte mit kriminalpräventivem Bezug. Hier stehen der Jugendschutz und die Jugendkriminalität im Vordergrund. So wurden in der Arbeitsgruppe „Kinder- und Jugendkriminalität“ neue Formen der Zusammenarbeit (Vernetzung in der Jugendhilfe) entwickelt und konzeptionelle Überlegungen zum Ausbau der Streetworkarbeit umgesetzt.

Weitere Schwerpunkte der Präventionsarbeit sind:

Miteinander in der City

In einem Stadtzentrum begegnen sich viele Menschen mit ganz unterschiedlichen Ansichten und Interessen: Wohnen und Leben, Einkaufen und Ausgehen, Kultur und Freizeit sind nur einige Faktoren, die das Stadtleben beeinflussen. Dieses Miteinander ist nicht immer frei von Konflikten. Im Arbeitskreis „Miteinander in der City“, bestehend aus Vertretern von Stadtverwaltung, Polizei, Handel, Aufbaugilde sowie von freien Trägern der Sucht- und Jugendhilfe, werden Problemfelder in der Innenstadt analysiert und lösungsorientierte Absprachen getroffen. Ziel des turnusmäßigen Austausches ist es, Anzeichen für aufkommende Konfliktpotentiale frühzeitig zu erkennen und einer unerwünschten Entwicklung entgegenzuwirken. Unterstützung finden aber auch Projekte, die das soziale Zusammenleben fördern und die Situation von auf Hilfe angewiesenen Menschen verbessern. Beispiel dafür ist der Erfrierungsschutz für Menschen, die auf der Straße leben und herkömmliche Einrichtungen nicht in Anspruch nehmen.

Der Arbeitskreis ist daher ein „Stimmungsbarometer“ für das Wohlbefinden in der Stadt und zugleich Unterstützer für bedarfsorientierte Maßnahmen.

Kommunaler Ordnungsdienst

Mehr Sicherheit erhalten die Bürger und Bürgerinnen durch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD). Dieser unterstützt die Arbeit der Polizei. Seine Aufgabe ist es, Präsenz im öffentlichen Raum zu zeigen und Ordnungswidrigkeiten zu ahnden. Damit leistet der Kommunale Ordnungsdienst einen wirksamen Beitrag zu einer nachhaltigen Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls. Grundsätzlich ist es den Ordnungskräften wichtig, durch regelmäßige Präsenz erst gar keine Störungen aufkommen zu lassen und freundlich, aber bestimmt über einzuhaltende Regeln des Zusammenlebens aufzuklären.

Der an den blauen Uniformen mit der Aufschrift „Polizeibehörde“ zu erkennende Kommunale Ordnungsdienst ist in Doppelstreifen zu Fuß, im Fahrzeug oder mit Segway im Stadtgebiet unterwegs. Kontrolliert werden öffentliche Straßen, Plätze und Fußgängerzonen sowie szenetypische Treffpunkte, aber auch Parks, Spielplätze und andere beliebte Aufenthaltsorte.

Streetwork

Modellcharakter in Baden-Württemberg hat die Zusammenarbeit des Kommunalen Ordnungsdienstes mit dem aufsuchenden Streetwork in der Innenstadt (Kommunaler Ordnungsdienst + Streetwork = KOS). Trotz ihrer unterschiedlichen Aufgabenstellung und Herangehensweise haben beide Einrichtungen das gemeinsame Ziel, Konflikte zu minimieren.

Bei der Umsetzung des Rahmenkonzepts „Streetwork“ suchen Mitarbeiter der örtlichen Suchtberatungsstellen den direkten Kontakt mit Jugendlichen und Erwachsenen auf der Straße und an öffentlichen Plätzen. Ziel dieser Straßensozialarbeit ist die Vermeidung von „Straßenkarrieren“, indem frühzeitig und präventiv eine Unterstützung in schwierigen Lebensphasen angeboten wird. Die Erfahrungen zeigen, dass der regelmäßige Kontakt zu den Betroffenen an den Szenetreffpunkten positiv aufgenommen wird.

Sauberkeit

Das Betriebsamt sorgt für eine leistungsfähige Stadtreinigung und kümmert sich um Maßnahmen, die die Sauberkeit in der Stadt weiter verbessern. Bei einem speziell eingerichteten Bürgertelefon (07131 56-40 40) können Bürger dem Betriebsamt Verschmutzungen melden. Inzwischen umgesetzt ist das neue Mülleimer-Konzept mit dem teilweisen Verbau von sogenannten Unterflurcontainern. Gerade im Innenstadtbereich eignen sich diese dank ihres größeren Volumens bestens, Kleinabfälle dort wegzuwerfen, wo sie hingehören.

Zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Hundekot geben alle Bürgerämter kostenlose Entsorgungsbeutel ab.

Graffiti-Beseitigung

Illegales Graffiti ist ein weit verbreitetes Phänomen, welches strafbar ist und beträchtliche Kosten für deren Beseitigung verursacht. Häufig werden Graffitis an Gebäuden, zu denen auch einfache Kürzel (sogenannte tags) gehören, als schmuddelige Ecken empfunden. Der Bürger bekommt den Eindruck, dass diese Bereiche sich selbst überlassen werden. Um das Sauberkeitsbild im Stadtgebiet zu erhöhen, beseitigt die Stadt Heilbronn Farbschmierereien an ihren Gebäuden und Verkehrsanlagen. Um den Stellenwert der Graffiti-Entfernung zu unterstreichen, entwickelte die Stadt Heilbronn eine Konzeption, die die organisatorischen Abläufe bis hin zur Strafanzeige bei der Polizei beinhaltet. Gemäß dem Motto „Sauber ist schöner!“ werden auch private Hauseigentümer gebeten, Graffiti an ihren Hauswänden zu beseitigen. Hierbei ist jedoch auf eine fachgerechte Entfernung des Farbauftrages zu achten. Nähere Informationen hierzu bieten Fachfirmen an.

 
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