Weinstadt Heilbronn

Das Herz des württembergischen Weinbaus schlägt im Unterland: Auf rund 10.000 Hektar wächst „Württemberger“, mehr als die Hälfte davon reift im Stadt- und Landkreis Heilbronn. Die Stadt Heilbronn selbst zählt mit über 530 Hektar Rebfläche zu den wichtigsten Weinbaugemeinden im Lande. Liebhaber und Kenner in der ganzen Welt wissen den Riesling und den Trollinger zu schätzen, als Spezialitäten werden Gewürztraminer, Muskateller, Clevner, Samtrot und Lemberger als Qualitäts- oder Prädikatsweine ausgebaut. Insgesamt erzeugen 120 Familienbetriebe weit über sechs Millionen Liter Heilbronner Wein.

„Der pesst Neckerwein wächst zu Haylprunn“, wusste im 16. Jahrhundert bereits der Hofkaplan Kaiser Maximilians I. Die Tradition des Weinanbaus geht zurück bis in die Römerzeit. Der Wein bestimmt über viele Jahrhunderte die Geschicke der Stadt, er prägte ihre Kultur, ihre Gestalt und das Zusammenleben ihrer Bürger. Der Wein und die Lage am Neckar waren die eigentlichen Quellen der Macht in historischen Zeiten. Von der besonderen Weinkultur zeugen heute die oft aufwendig gebauten Wengerthäusle mitten in den Rebhängen. Der sechs Kilometer lange Weinpanoramaweg mit vielen historischen Exponaten am Hang des Wartbergs vermittelt einen Eindruck von der Vielfalt des Weinanbaus.

Getrunken wird der Wein am besten in einer der Weinstuben, einer ortstypischen „Besenwirtschaft“, oder im September auch auf dem beliebten Weindorf rund um das Rathaus. Visitenkarte der Weinstadt Heilbronn ist die Wein Villa, ein stilvoller Treffpunkt für Weinliebhaber. Hinter den Palazzo-Fassaden der ehemaligen Faißt'schen Villa in der Cäcilienstraße 66 werden rund 100 heimische Weine und Sekte für Verkostung und Kauf angeboten. Die repräsentativen Räume eignen sich hervorragend für besondere Anlässe wie Konzerte, Tagungen, private oder geschäftliche Feiern.

 
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