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Bundesgartenschau 2019 | Stadtausstellung Neckarbogen

In diesem Jahr war Heilbronn vom 17. April bis 6. Oktober Schauplatz der Bundesgartenschau. Es war die erste BUGA in Kombination mit einer Stadtausstellung. In einem neuen Parkgelände präsentierte Heilbronn bei einem fröhlichen Fest für die Heilbronner und Gäste aus dem In- und Ausland große Gartenkunst. Doch die BUGA war weit mehr als eine sechsmonatige Demonstration gärtnerischen Könnens. Denn die BUGA 2019 bot Heilbronn die Chance, Teile des Stadtgebiets um- und neuzugestalten. So kam der BUGA auch eine Bedeutung als Motor der Stadtentwicklung zu.

Nach der BUGA geht diese Stadtentwicklung nun weiter, das Stadtquartier Neckarbogen wird weiter aufgesiedelt und verkehrlich erschlossen. Dennoch bleiben viele Grünanlagen und anderes erhalten. Wie es nach der BUGA weitergeht, darüber informierte die Verwaltungsspitze mit Oberbürgermeister Harry Mergel, Erstem Bürgermeister Martin Diepgen, Bürgermeisterin Agnes Christner, Bürgermeister Wilfried Hajek und Christoph Böhmer, Leiter des Planungs- und Baurechtsamtes die Bürgerschaft am 15. Oktober 2019. Die Präsentationen von dieser Veranstaltung können hier abgerufen werden. 

Eines der Hauptziele der BUGA war es, die Stadtteile westlich und östlich des Neckars besser miteinander zu verbinden und den Fluss erlebbarer zu machen. Eine Schlüsselfunktion hatte dabei das Areal zwischen Altem Neckar und Neckarkanal, auf dem der BUGA-Park erblüht ist und die Stadtausstellung Neckarbogen mit 22 Gebäuden entstanden ist.

Darüber hinaus wurden weitere Areale im Stadtgebiet in das BUGA-Konzept eingebunden, Brachen beseitigt, Grünzüge angelegt, Straßen verlegt und bessere Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer geschaffen.

Nachdem Heilbronn im Jahr 2003 eine Machbarkeitsstudie erstellt hat, fand 2008/2009 der erste Ideenwettbewerb für die Neckarvorstadt (heutige Bezeichnung: Neckarbogen) auf dem Fruchtschuppen-Areal statt. 

Grundlage für die Gestaltung des neuen Stadtquartiers, von dem bis zur BUGA bereits etwa ein Drittel realisiert wurde, ist der städtebaulische Rahmenplan Neckarbogen, der im Juli 2010 vom Gemeinderat beschlossen und der Ende 2013 fortgeschrieben wurde (Gemeinderatsbeschluss Januar 2014). Dieser gibt Auskunft über die Art der Bebauung und die Verkehrserschließung, aber auch erste Ideen zur Landschaftsgestaltung.

Zugleich bildete der städtebauliche Rahmenplan die Grundlage für den Bundesgartenschau-Wettbewerb, der im Mai 2011 mit der Auszeichnung von sechs Entwürfen zu Ende gegangen ist. Er lieferte die ersten detaillierten Planungen für die Bundesgartenschau im Bereich Neckarbogen.

Im Dezember 2012 legte der Gemeinderat in einer Leitentscheidung fest, dass das Buga-Areal rund 40 Hektar groß sein soll und den Neckarpark, den Neckarbogen und Teile des Wohlgelegens umfassen soll. Für die Infrastruktur des neuen Stadtviertels Wohlgelegen wurden etwa 141 Millionen Euro investiert , die Durchführung der Gartenschau kostet etwa 44 Millionen Euro. Mit einem Spatenstich am 3. November 2013 hat die Umsetzungsphase begonnen.

Die Bundesgartenschau hat einen sehr starken Rückhalt in der Bevölkerung: Bei einer Bürgerumfrage im Frühjahr 2012 beantworteten 89 Prozent der Befragten die Frage „Ist die Bundesgartenschau gut für Heilbronn?“ positiv.