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Immer mehr Berufspendler

Pendleranalyse 2019 - Distanz von Wohnort zu Arbeitsstätte wächst

Immer mehr Menschen fahren heute oft über immer weitere Distanzen zur Arbeit. Dies wird auch aus der Berufspendleranalyse 2019 deutlich, die die Statistiker der Stadt Heilbronn jetzt erstellt haben. Die Untersuchung beruht auf Daten des Statistischen Landsamtes, die aktuell bis zum Jahr 2017 vorliegen.

Danach stieg die Zahl der in den Stadtkreis Heilbronn zur Arbeit einpendelnden Menschen zwischen 2005 und 2017 um 5743 auf 53 773 Personen (plus 12 Prozent). Die meisten der Einpendler kommen aus dem Landkreis Heilbronn (38 804), gefolgt vom Landkreis Ludwigsburg (3408) sowie dem Hohenlohekreis (2216). Doch selbst aus dem Ostalbkreis fuhren noch täglich 107 Berufspendler nach Heilbronn.

Und wie sieht es in der anderen Richtung aus? Zwischen 2005 und 2017 stieg die Zahl der aus Heilbronn auspendelnden Erwerbstätigen um 8205 auf 26 912 Personen (plus 44 Prozent). 19 127 Heilbronner arbeiteten 2017 im Landkreis Heilbronn, gefolgt vom Landkreis Ludwigsburg (1749 Personen) und Stadtkreis Stuttgart (1587 Personen). Immerhin 100 Heilbronner fuhren 2017 gar zur Arbeit in den Landkreis Reutlingen.

Der berufsbedingte Pendelverkehr hat also in beide Richtungen ordentliche Wachstumsraten. Die Zahlen zeigen aber auch: 2017 pendelten fast doppelt so viele Menschen zur Arbeit nach Heilbronn als umgekehrt.

Und wie sieht es mit denen aus, die in Heilbronn leben und arbeiten? Auch diese Gruppe der „innergemeindlichen Pendler“ stieg zwischen 2005 und 2017 um 4026 oder zwölf Prozent auf 36 959 Personen.

Die Berufspendleranalyse belegt, wie sehr Heilbronn auf Arbeitnehmer aus anderen Kreisen angewiesen ist. Denn von den rund 90 000 Menschen, die 2017 in Heilbronn arbeiteten, hatten fast 60 Prozent ihren Wohnort jenseits der Stadtgrenzen.

Selbst die durchschnittliche Distanz von Wohnort und Arbeitsstätte ist gewachsen. Sie beträgt dem Statistischen Landesamt zufolge bei Pendlern, die in Großstädten mit über 100 000 Einwohnern arbeiten, 22,4 Kilometer Luftlinie.

Liegt der Arbeitsort in Gemeinden unter 10 000 Einwohnern, so sind es immerhin noch 13,1 Kilometer.