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Rettungswege freihalten

Kontrollfahrt des Ordnungsamtes

Immer wieder erreichen die Stadtverwaltung Klagen aus der Bevölkerung über – vor allem in den späten Abend- und Nachtstunden – zugeparkte Rettungswege. Anwohner befürchten, dass im Einsatzfall ein Durchkommen der Rettungskräfte wegen verkehrswidrig abgestellter Fahrzeuge verzögert oder gar unmöglich gemacht wird. Die Feuerwehr, das Amt für Straßenwesen und das Ordnungsamt nahmen diese Hinweise jetzt erneut auf, um bei einer gemeinsamen Kontrollfahrt das Durchkommen großer Rettungsfahrzeuge zu prüfen.

Bei den ersten Kontrollstellen in der Happelstraße und der Werderstraße zeigten sich keine Probleme bei der Durchfahrt der Einsatzfahrzeuge. In der Happelstraße waren alle ausgewiesenen Brandschutzzonen und Feuerwehrflächen frei von parkenden Fahrzeugen. Erfreulich war auch die vorgefundene Situation in dem verkehrsberuhigten Bereich Werderstraße. Es mussten dort zwar einige Fahrzeuge wegen Parkens außerhalb gekennzeichneter Parkflächen sowie im Bereich von Einmündungen mit Verwarnungsgeldern belegt werden, dennoch stellt dies gegenüber früheren Kontrollfahrten, bei denen die Durchfahrt oft komplett blockiert war, eine spürbare Verbesserung der Situation dar.

Im Bereich Nordheimer Weg / Weberstraße in Neckargartach und in der Jäkleinstraße in Böckingen ergaben sich ebenfalls keine Probleme für den „Rettungskonvoi“. Der Einmündungsbereich Friedrichstraße  / Friedenstraße war dann allerdings zugeparkt. Hier hatte es auch bei vorangegangen Kontrollfahrten Beanstandungen gegeben. Mehrere Fahrzeugführer eilten aus angrenzenden Häusern herbei und fuhren weg. Hierdurch verhinderten sie ein Abschleppen ihrer Fahrzeuge mit hohen Abschleppkosten von insgesamt rund 200 Euro. Insgesamt sechs Verwarnungen wegen Falschparkens wurden ausgestellt. Einige der aufmerksam gewordenen Anwohner befürworteten die Kontrollaktion, zumal die Feuerwehr bei einem Wohnungsbrand vor wenigen Wochen Probleme hatte, den Einsatzort zu erreichen.

Zu tatsächlichen Abschleppmaßnahmen kam es anschließend im August-Schreiber-Weg, einer schmalen Seitenstraße zur Besigheimer Straße. Zwei Fahrzeuge blockierten dort komplett den Gehweg und behinderten das Durchkommen des großen Einsatzfahrzeuges der Feuerwehr.

Im Umfeld der Wartbergschule sowie der Lindenparkschule zeigten sich erfreulicherweise keine Probleme. In der Heilbronner Innenstadt wurde dann eine unterschiedliche Situation festgestellt. Im Bereich Schulgasse, Querschulgasse, Franziskanerhof, Karlstraße mussten zahlreiche Fahrzeuge gebührenpflichtig beanstandet werden. In der Erhardgasse hingegen war das aus Brandschutzgründen angeordnete absolute Haltverbot frei von Falschparkern.

Nach der mehr als dreistündigen Kontrollfahrt ziehen die „Retter“ eine gemischte Bilanz: Insgesamt wurden 43 gebührenpflichtige Verwarnungen erteilt und zwei Fahrzeuge abgeschleppt. Deutliche Verbesserungen gegenüber früheren Kontrollfahrten wurden in der Werderstraße und der Erhardgasse festgestellt. Ordnungsbürgermeisterin Agnes Christner appelliert deshalb an die Verkehrsteilnehmer, die bestehenden Haltverbote – auch zur eigenen Sicherheit – unbedingt zu beachten. Sie kündigte an, die Kontrollaktionen fortzuführen.

Zugeparkte Rettungswege – das Foto zeigt eine Situation in der Werderstraße – können das Durchkommen von Rettungskräften im Ernstfall verzögern oder gar unmöglich machen.

Zugeparkte Rettungswege – das Foto zeigt eine Situation in der Werderstraße – können das Durchkommen von Rettungskräften im Ernstfall verzögern oder gar unmöglich machen.