Tag des offenen Denkmals

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, den Heilbronn schon zum achtzehnten Mal veranstaltet, steht unter dem Thema „Macht und Pracht“. Auch wenn die Stadt durch den Zweiten Weltkrieg viele Schäden erlitten hat und die Architekten des Wiederaufbaus nüchterne Formen bevorzugten, besitzt Heilbronn noch einige herausragende Denkmale, die von einstiger Macht und Pracht zeugen.

Die ehemalige Villa Faißt (heute „Wein Villa“) stammt aus dem Jahr 1875 und gehörte einem der reichsten Bürger der Stadt. Sie ist im Stil der italienischen Renaissance mit Figurennischen, Friesen und aufwendigen Fensterumrahmungen geschmückt und hat im Innern die gesamte Ausstattung der Erbauungszeit bewahrt.

Das ehemalige Schießhaus von 1771 diente schon im Barockzeitalter als städtischer Festraum. Ebenfalls erhalten haben sich Garten und Pavillon. Im Innern zeigt das zweigeschossige Gebäude die Rokokostuckaturen des Mannheimer Künstlers Johann Hezel und die Landschaftsdarstellungen des Stuttgarter Malers Sebastian Holzhey.

Dr. Joachim Hennze von der unteren Denkmalschutzbehörde Heilbronn führt in die Baugeschichte beider Denkmale ein und erklärt die baulichen Details:

  • um 13.30 Uhr am Schießhaus in der Frankfurter Straße 65 sowie
  • um 15.00 Uhr in der Wein Villa in der Cäcilienstraße 66.