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Wanderausstellung

„Willy Brandt – Freiheitskämpfer, Friedenskanzler, Brückenbauer“

Von Freitag, 17. Juni, bis Dienstag, 30. August, ist die Wanderausstellung „Willy Brandt – Freiheitskämpfer, Friedenskanzler, Brückenbauer“ im Heilbronner Rathaus, Eingang Lohtorstraße, Lichthof, 1. und 2. Stock, zu sehen.

Die Ausstellung ist zu den gewohnten Öffnungszeiten des Rathauses montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 13 Uhr zu sehen.

Mehr zur Wanderausstellung unter willybrandtontour.de.

Lübecker Arbeiterjunge, Nazi-Gegner, Sozialdemokrat, Regierender Bürgermeister von Berlin, Außenminister und Bundeskanzler, Friedensnobelpreisträger und Weltpolitiker – die Wanderausstellung der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung spiegelt rund 50 Jahre nach Beginn seiner Kanzlerschaft das Leben Willy Brandts im Licht der wechselvollen Geschichte Deutschlands und Europas im vergangenen Jahrhundert wider.

Zeit seines Lebens setzte sich Willy Brandt für Freiheit, Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit ein. Im Inneren mehr Demokratie wagen, in der Ostpolitik den Wandel durch Annäherung erwirken und die Europäische Gemeinschaft vertiefen – das waren große Projekte des ersten sozialdemokratischen Bundeskanzlers. Nachhaltige Akzente setzte er auch durch sein Eintreten für den Umweltschutz und eine globale Solidarität.

Ausgehend von Willy Brandts Biografie wirft die Ausstellung einen detaillierten Blick auf einzelne Lebensabschnitte und Amtsperioden. Weitere Ausstellungsmodule widmen sich den politischen Grundwerten und Themenfeldern, die Willy Brandt sein gesamtes Leben lang antrieben: Umweltschutz, Frieden, europäische Einigung, Demokratie und globale Gerechtigkeit. Zahlreiche Fotos, Objekte, Hands-on-Elemente, Film- und Tonaufnahmen sowie eine
abwechslungsreiche Gestaltung bieten eine einzigartige Möglichkeit Brandt in der Wanderausstellung „Willy Brandt – Freiheitskämpfer, Friedenskanzler, Brückenbauer“ neu kennenzulernen.

Entwickelt im Rahmen des Jubiläums „50 Jahre Kanzlerschaft Willy Brandt“ durch die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, tourt die Ausstellung seit Herbst 2019 durch Deutschland und war bereits in Berlin, Köln, Bonn, Erfurt und Kassel zu Gast.

18. Juni 1970: Senkung des Wahlalters auf 18 Jahre
Mit ihren ersten innenpolitischen Reformen geht die Regierung Brandt-Scheel bewusst auf die junge Generation und die „68er Bewegung“ zu. Mit Zustimmung der CDU/CSU wird am 18. Juni 1970 das aktive Wahlalter in der Bundesrepublik von 21 auf 18 sowie das passive Wahlalter von 25 auf 21 Jahre gesenkt. Hoch umstritten ist dagegen die Liberalisierung des Demonstrationsstrafrechts, die SPD und FDP bereits am 20. Mai 1970 im Bundestag verabschiedet haben. Sie beinhaltet auch eine Amnestie für früher begangene Vergehen wie „Auflauf“ und „Landfriedensbruch“, die nun als Tatbestände abgeschafft bzw. neuformuliert worden sind. Auf sozialpolitischem Gebiet beschließt die sozial-liberale Koalition 1970 eine verbesserte Förderung der Vermögensbildung von Arbeitnehmern und eine Erhöhung des Kindergeldes.

Ausführliche Informationen zu Willy Brandts Biografie online.

13. Mai 1960: Willy Brandt weiht Bärenbrunnen in Heilbronn ein
Der Bildhauer Ernst Kibler aus Stuttgart entwarf den Bärenbrunnen für den Berliner Platz in Heilbronn. Der Brunnen bestand ursprünglich aus dem Bären und zwei, die Form einer Lemniskate darstellenden Becken. Die Bärenfigur soll die Stadt Berlin symbolisieren. Der Brunnen wurde am 13. Mai 1960 von Willy Brandt eingeweiht, allerdings wurden die Brunnenbecken bereits 1975 wieder entfernt. Die Figur des Berliner Bären stand von 1981 bis zum 27. Januar 2011 ohne Brunnenbecken im mittleren Grünstreifen der Allee gegenüber dem Heilbronner Stadttheater. Am 21. Dezember 2016 wurde sie vor dem Stadttheater aufgestellt.