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Homepage in Gebärdensprache

Für gehörlose Menschen ist die Gebärdensprache oft die Muttersprache, Schriftsprache hingegen eine Fremdsprache, die häufig nur schwer verstanden wird. Deshalb sind Übersetzungen schriftlicher Texte in Gebärdensprache unerlässlich. Das gilt auch für Webseiten. Ohne eine Übersetzung werden Menschen, die auf die Gebärdensprache angewiesen sind, ausgeschlossen. Das soll sich mit dem Projekt „Homepage in Gebärdensprache“ der Stadt Heilbronn ändern.

In einem Gemeinschaftsprojekt zwischen der Lindenparkschule, dem Gehörlosenverein Heilbronn, der Projektgruppe „Begegnung schaffen – Brücken bauen“ und der Stadt Heilbronn wird die städtische Webseite Schritt für Schritt in Gebärdensprache übersetzt. Die ersten Videos sind schon online. Viele weitere werden folgen. Die Videos sind über das Gebärdensprachsymbol am rechten oberen Rand der Homepage abrufbar.

Der besondere Reiz an diesem Projekt ist, dass einerseits die Inhalte der städtischen Homepage für viele gehörlose und stark schwerhörige Personen zugänglich werden. Andererseits gestalten Heilbronner Gehörlose ihre Stadt aktiv mit und bekommen so einen ganz eigenen Bezug zu ihr.
Für die Schülerinnen und Schüler der Lindenparkschule entsteht ein weiterer Mehrwert: die städtischen Strukturen werden zu einem praxisorientierten Unterrichtsthema. Die Texte werden im Rahmen einer Gebärdensprach-AG übersetzt. Auf diese Weise lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Stadtverwaltung von einer neuen Seite kennen, sondern vertiefen ihre Gebärdensprachkenntnisse.

Ein herzlicher Dank an die Mitwirkenden:

Markus Fertig, Elke Gambalonga, Teresa Klein, Julia Martens-Wagner, Thomas Maurer, Bengt Sillack, Vanessa Stöhrl, Selina, Victoria, Cintia und Lena

und alle weiteren Mitwirkenden der Lindenparkschule, der Projektgruppe „Begegnung schaffen – Brücken bauen“ und des Gehörlosenvereins Heilbronn.