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Ergänzende Sprachförderung für VABO-Klassen

Audi-Standort Neckarsulm unterstützt mit Spendenmitteln

Um zugewanderte Jugendliche beim Spracherwerb zu unterstützen und ihnen so eine bessere Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen, hat die AUDI AG 2016 erstmals Spendengelder für die ergänzende Sprachförderung in Vorbereitungsklassen an beruflichen Schulen bereitgestellt – schließlich ist die deutsche Sprache der Schlüssel für eine gelungene Integration in die Gesellschaft und das Arbeitsleben.

Insgesamt 120 000 Euro hat Audi seit 2016 bewilligt, von der Stabsstelle Partizipation und Integration der Stadt Heilbronn werden diese Gelder zur Unterstützung der sogenannten VABO-Klassen verwaltet. „Der Deutschunterricht in den VABO-Klassen genügt oftmals nicht“, erklärt Stabsstellenleiterin Roswitha Keicher. „Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben – zum Beispiel Lernschwächen oder auch psychische Belastungen, wenn die Jugendlichen als Kriegsflüchtlinge nach Deutschland kommen. Auch das Schulsystem weicht in vielen Ländern von unserem System ab. Damit umzugehen ist eine Herausforderung für die Schüler und die Lehrer. An dieser Stelle braucht es deshalb ergänzende Strukturen.“

„Flüchtlingshilfe ist ein wichtiger Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung“, betont auch Johann Fandrich, Leiter Aus- und Weiterbildung am Audi-Standort Neckarsulm. „Deshalb ist es uns wichtig, jungen Menschen auf diese Weise das Ankommen in Deutschland und die Integration in die Gesellschaft und in das Arbeitsleben erleichtern zu können. Wir legen damit auch einen wichtigen Baustein für eine spätere Berufsausbildung.“

Vier Heilbronner Schulen nutzen seit 2016 die Audi-Spendenmittel, um ihren Schülerinnen und Schülern einen nachhaltigen und qualitativen Erwerb der deutschen Sprache ermöglichen zu können: die Wilhelm-Maybach-Schule, die Johann-Jakob-Widmann-Schule, die Volkshochschule Heilbronn und die Susanne-Finkbeiner-Schule.

Über 500 Schülerinnen und Schüler aus etwa 50 Kursen haben seither an den Förderungen teilgenommen, bis zum Ende des Schuljahres 2018/2019 wurden etwa 2150 Unterrichtseinheiten abgehalten. Und nicht nur einmal schlossen Schülerinnen und Schüler als Beste in ihrem Jahrgang ab. „Der zusätzliche Förderunterricht ermöglichte eine weitaus erfolgreichere Binnendifferenzierung und Teilnehmerorientierung als dies ohne Förderung möglich gewesen wäre“, blickt VHS-Leiter Peter Hawighorst zurück.

Im Schuljahr 2019/2020 geht die ergänzende Sprachförderung weiter. Die Nationalitäten der Schülerschaft sind bunt gemischt: Wurden anfänglich hauptsächlich Flüchtlinge aus Syrien, dem Iran oder auch Irak in den VABO-Klassen unterrichtet, weitete sich die Zielgruppe im Laufe der Jahre auch auf Schüler aus, die aus EU-Ländern nach Deutschland migrierten, zum Beispiel. Bulgarien, Rumänien, Italien, aber auch aus Drittstaaten wie dem Kosovo oder Albanien.

Intensive Sprachförderung durch VABO

„VABO“ steht für „Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen“. Hier erhalten Jugendliche mit keinen oder nur geringen Deutschkenntnissen eine intensive Sprachförderung und werden dabei auf eine Berufsausbildung oder den Besuch eines weiterführenden Bildungsganges aus dem beruflichen Schulwesen vorbereitet. Neben dem Spracherwerb werden den Schülern auch gesellschaftliche und kulturelle Werte vermittelt, die Förderung von sozialen Kompetenzen steht ebenfalls im Fokus. Das Rahmencurriculum wird vom Land Baden-Württemberg vorgegeben.