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Kaputte Smartphones sind kein Müll

Geräte erhalten wertvolle Metalle

Weltweit werden pro Sekunde 36 Handys produziert. In Deutschland gibt es weit mehr Mobilfunkteilnehmer als Einwohner. Auf die Vorteile von Smartphone & Co will heute keiner mehr verzichten. Umso wichtiger ist ein bewusster und nachhaltiger Umgang mit den Smartphones durch die Nutzer.

Lediglich 18 Monate beträgt die durchschnittliche Nutzungsdauer eines Smartphones, bevor es gegen ein neues Modell ausgetauscht wird. Dabei ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den nützlichen Geräten nicht schwierig, die städtischen Entsorgungsbetriebe geben hierzu folgende Tipps:       

  • Muss es wirklich ein neues Modell sein, wenn der Vertrag die Möglichkeit bietet, das Smartphone auszutauschen?
  • Beim Kauf des Smartphones auf Reparierbarkeit achten.
  • Lässt sich der Akku austauschen?
  • Soll das Smartphone doch durch ein anderes Modell ersetzt werden, muss das alte zur Verwertung.

Mobilfunkgeräte können die Besitzer bei allen Recyclinghöfen im Stadtgebiet kostenfrei abgeben. Die in Heilbronn gesammelten Geräte werden bei der Firma ABG in Leingarten nach der Entnahme der Akkus zerlegt und in Fraktionen getrennt. Dann werden die Rohstoffe aus den Platinen zurückgewonnen. Auch der Kunststoff, das Glas und die Akkus werden recycelt.

Etwa 60 Stoffe, darunter rund 30 Metalle sind zur Produktion eines Smartphones notwendig, darunter seltene Metalle wie Gold, Silber und Platin, Gallium, Indium und Tantal.

Die Gewinnung der Rohstoffe verursacht große Umweltschäden in den Abbauländern und findet meist unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen der einheimischen Bevölkerung statt. Gerade um den Abbau der seltenen Coltanerze, aus denen das besonders wertvolle Tantal gewonnen wird, werden beispielsweise im Ostkongo Bürgerkriege um den Besitz der Minen geführt.