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Stadt informiert über App zur Kontaktnachverfolgung

Städtisches Gesundheitsamt für Luca-Einsatz gerüstet

Das Gesundheitsamt der Stadt Heilbronn ist seit vergangener Woche für den Einsatz von „Luca“ gerüstet. Die App soll eine schnelle, einfache Kontaktnachverfolgung im Falle einer Corona-Infektion ermöglichen.

Für die Nutzer ist die Verwendung der App, die es kostenlos in den Smartphone-App-Stores gibt, denkbar unkompliziert. Nach einem einfachen Registrierungsprozess, bei dem die Nutzer ihre Telefonnummer per SMS bestätigen, erzeugt die App einen persönlichen, sich ständig ändernden QR-Code. Damit können sie sich beispielsweise am Eingang von teilnehmenden Restaurants oder Veranstaltungen ein- und auschecken. In der App werden die Daten zwei Wochen verschlüsselt gespeichert. Nur das Gesundheitsamt kann die Daten entschlüsseln.

Hat sich jemand mit dem Corona-Virus angesteckt, kann er diese Daten dem Gesundheitsamt freigeben. Das Gesundheitsamt kann über die besuchten Veranstaltungsorte die Daten der weiteren Besucher abfragen und diese entsprechend kontaktieren. So können Betroffene schneller über eine mögliche Corona-Infektion informiert werden, Infektionsketten werden frühzeitig unterbrochen.

Der Vorteil für die Veranstalter: Sie können, sobald die Corona-Verordnung des Landes entsprechend angepasst ist, auf das bisherige händische Ausfüllen von Adressen in Papierform verzichten, da diese nun digital erfasst werden. Bei einer entsprechenden Anfrage durch das Gesundheitsamt geben sie die verschlüsselten Daten zur Weiterverarbeitung frei. Anders als beim bisherigen Verfahren mit Papierzetteln können Veranstalter die verschlüsselten Kontaktdaten ihrer Besucher nicht lesen.

Dem Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit von Baden-Württemberg Stefan Brink zufolge erfüllt das Luca-Verfahren die hohen Datenschutz-Standard des Landes.

OB Mergel: „Wertvolle Ergänzung bisheriger Maßnahmen“
„Luca kann eine wertvolle Ergänzung der bisherigen Schutzmaßnahmen zur Nachverfolgung von Kontakten während der Pandemie sein“, ist Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel überzeugt. „Je verbreiteter solche Apps sind, desto effektiver können sie bei der Bekämpfung der Pandemie genutzt werden.“ Er appelliert deshalb an Privatpersonen und die Wirtschaft, offen für Lösungen zur digitalen Kontaktnachverfolgung zu sein, die den Vorgaben der Corona-Verordnung des Landes entsprechen und diese Anwendungen, wie etwa Luca, als digitalen Helfer zur Corona-Bekämpfung künftig mit einzusetzen.

Morgen digitaler Austausch mit Handel und Gastronomie
Bereits am morgigen Mittwoch, 17. März, 18 Uhr, lädt die Stadt Heilbronn Interessierte aus dem örtlichen Handel und der Gastronomie zu einem digitalen Austausch zum Thema ein. Wegen der Teilnahmemöglichkeit werden die Unternehmen direkt kontaktiert. Alternativ ist eine Anmeldung per E-Mail an ea@heilbronn.de möglich. Die Zugangsdaten werden dann zugeschickt.