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Winterdienst in Zeiten von Corona

Das Betriebsamt steht in den Startlöchern

Aktuell steckt das städtische Betriebsamt mitten in den Vorbereitungen. „Die Vorbereitungen laufen eigentlich das ganze Jahr“, sagt Winterdienstleiter Ralph Winkler. „Dazu gehören auch die jährlichen Schulungen für die Mitarbeiter, das Planen der einzelnen Routen und das Abfahren der Strecken.“ 

Mit dem eigentlichen Winterdienst zu tun haben die Mitarbeiter von November an bis März, dann kümmert sich das Betriebsamt um 537 Kilometer Straße und etwa 130 Kilometer Fuß- und Radweg innerhalb des Stadtgebiets. 

Bei der Planung spielt natürlich auch das Wetter eine entscheidende Rolle. Mit Hilfe der Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes kann geplant werden, ob und in welchem Umfang geräumt oder gestreut werden muss. 
Geht der Alarm los, starten die rund 125 Mitarbeiter im Betriebsamt und den Betriebshöfen ihre Touren, um diese noch möglichst vor Beginn des Berufsverkehrs wieder zu beenden. Während der Touren müssen die Beschäftigten aufgrund der Corona-Pandemie immer auf die Abstandsregeln achten und eine Maske tragen.

Priorisiert werden die Einsätze nach Stufen, die sich nach der Wichtigkeit der Straße richten: Zur Stufe 1 zählen Bundesstraßen und Hauptverkehrsstraßen, zur Stufe 2 Nebenverkehrsstraßen, und in Stufe 3 sind Wohngebiete zusammengefasst.

Die Einsatzleiter fahren im wöchentlichen Wechsel die Kontrollstrecke nachts ab und orientieren sich an zwölf Punkten auf der Strecke. Anhand dieser Punkte wird dann entschieden, für welche Touren welche Maßnahmen und Streuumfänge ergriffen werden müssen. 

Sole ergänzt Streusalz

Seit Jahren nutzt das Betriebsamt neben Streusalz, Feuchtsalz mit einem 30-prozentigen Soleanteil sowie Sole. Die Sole hat den Vorteil, dass sie umweltfreundlicher ist, präventiv eingesetzt werden kann und kostengünstiger ist. Der einzige Nachteil der Sole ist, dass ab minus acht Grad das herkömmliche Streusalz besser taut. „In Heilbronn kommt es aber eher selten dazu, dass es kälter als minus sechs bis acht Grad wird“, so Winkler. Die Lager sind auf jeden Fall gut gefüllt, neben 600 Tonnen Streusalz fasst der Soletank fast 100.000 Liter.

Neben dem Coronavirus ist das Betriebsamt zunehmend zwei weiteren Herausforderungen ausgesetzt: zum einen vermehrt falsch geparkten Autos, durch die viel Zeit fürs Rangieren verloren geht. Zum anderen dem schwindenden Verständnis der Bürger für die Arbeit des Winterdienstes, der für seine Arbeit auch mal kurz im Weg steht.