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OB Mergel fordert ganzheitliche Lösungen

Tageshöchstwert bei Infektionszahlen in Heilbronn

Mit erstmals mehr als 100 Infizierten, die das städtische Gesundheitsamt Heilbronn dem Landesgesundheitsamt meldet, übersteigt die 7-Tage-Inzidenz der Stadt erstmals die 300er Marke. „Die Zahlen steigen exorbitant, der Trend zeigt nach oben“, sagt Oberbürgermeister Harry Mergel. „Wir müssen alles tun, um die enorme Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen. Ich appelliere deshalb an die Verantwortlichen in Bund und Land, dringend und so schnell wie möglich wirksame Strategien flächendeckend umzusetzen.“

Eine Besserung der Lage kann nach Mergels Einschätzung nur durch weitere massive Einschränkungen erreicht werden. „Diese dürfen den bestehenden Flickenteppich auf gar keinen Fall vergrößern. Ganz im Gegenteil: Der Flickenteppich muss weg. Deshalb brauchen wir wirkungsvolle Maßnahmen, die für das ganze Land gelten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Städte mit hohem Infektionsgeschehen den allgemeinen Trend nur vorwegnehmen. Dabei gilt vor allem aber auch: Wer viel testet, hat auch hohe Infektionszahlen“. 

Mit Blick auf die Belastungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der medizinischen Versorgung in den Kliniken mahnt Mergel vor dem Hintergrund der exorbitant hohen Infektionszahlen: „Ich hoffe, dass jetzt auch der Letzte kapiert hat, dass die Lage ernst ist, und appelliere an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen, die Regeln einzuhalten und die Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.“

Mergel weist außerdem darauf hin, dass Heilbronn alle auf dem jüngsten Erlass des Landes basierenden Maßnahmen umgesetzt hat und teilweise sogar darüber hinaus gegangen ist. Beispielsweise hat Heilbronn die Maskenpflicht in der Innenstadt und in Schulen ausgeweitet.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem jene im städtischen Gesundheitsamt, arbeiten bis zur Erschöpfung. Deshalb haben wir heute beantragt, das Bundeswehrkontingent um zehn weitere Soldaten aufzustocken.“ Bisher unterstützen bereits 15 Bundeswehrsoldaten, Mitarbeiter der Kreissparkasse sowie Mitarbeiter aus allen städtischen Ämtern die Arbeit des städtischen Gesundheitsamts.