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Wahlsystem

Der Deutsche Bundestag wird nach dem Prinzip der "personalisierten Verhältniswahl" für eine Amtsperiode von vier Jahren gewählt. Jede Wählerin und jeder Wähler hat dabei zwei Stimmen:

Erststimme: 

Mit der Erststimme bestimmen die Wählerinnen und Wähler, welcher Direktkandidat den eigenen Wahlkreis im Bundestag vertritt. Dabei gilt das Prinzip: Wer die meisten Erststimmen im Wahlkreis erhalten hat, zieht in den Bundestag ein (relative Mehrheitswahl).

Zweitstimme: 

Ihre Zweitstimme geben die Wählerinnen und Wähler für die Landesliste einer Partei ab. Wenn beispielsweise Partei A bundesweit 20 Prozent der Zweitstimmen erhalten hat, stehen ihr 20 Prozent der Sitze im Bundestag zu.

Der Bundestag besteht aus (mindestens) 598 Abgeordneten. Davon werden 299 direkt in den Wahlkreisen gewählt. Die übrigen 299 werden über die Landeslisten der Parteien gewählt. Entscheidend für die Zusammensetzung des Bundestages sind jedoch die Zweitstimmen-Anteile der einzelnen Parteien. Aufgrund von Überhangs- und Ausgleichsmandaten kann die Anzahl der Abgeordneten deshalb höher sein.