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Zusammensetzung des Landtags

Der Landtag setzt sich aus mindestens 120 Abgeordneten zusammen. Die Wahlperiode dauert fünf Jahre. 

Jeder Wähler hat eine Stimme. Diese eine Stimme wird jedoch zweimal gewertet: Einerseits werden die Wählerstimmen landesweit hochgerechnet und so die prozentualen Gesamtstimmenanteile aller Parteien bestimmt. Dies ergibt dann die grundsätzliche Verteilung der Sitze auf die Parteien. Andererseits bestimmt der Wähler mit seiner Stimme darüber, wer als Abgeordneter oder Abgeordnete direkt aus seinem Wahlkreis in den Landtag einziehen soll.

Das Land Baden-Württemberg ist in 70 Wahlkreise gegliedert, so dass 70 der 120 Parlamentsmandate als Direktmandat nach der Mehrheitswahl vergeben werden. Die weiteren 50 Sitze sind so genannte Zweitmandate. Sie gehen an die Bewerberinnen und Bewerber, die zwar ihren Wahlkreis nicht gewonnen haben, aber im Vergleich zu anderen Bewerberinnen und Bewerbern ihrer Partei in einem der vier Regierungsbezirke die prozentual meisten Stimmen erreicht haben.

Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei in einem Regierungsbezirk mehr Direktmandate erreicht hat, als ihr nach dem prozentualen Gesamtstimmenergebnis dort zustehen. Wenn diese Überhangmandate wiederum das prozentuale Gesamtstimmenergebnis auf Landesebene verletzen, werden den anderen Parteien Ausgleichsmandate zugestanden. Durch Überhang- und Ausgleichsmandate kann sich die Zahl der Abgeordneten im Landtag auf über 120 erhöhen. In der noch laufenden Legislaturperiode gibt es deshalb 143 Abgeordnete.