Bodenschutz & Altlasten

Auf der Grundlage einer starken Gewerbetradition entwickelte sich die Stadt Heilbronn bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zu einer der größten Industriestädte in Württemberg mit größeren Anlagen im Maschinenbau und der chemischen Industrie.

Schadstoffeinträge in Boden und Grundwasser durch eine industrielle Nutzung (Altstandorte) oder durch frühere Auffüllungen von Bodensenken, Hohlwegen oder Klingen mit Abfällen und Schadstoffen (Altablagerungen) können zu Verunreinigungen führen, welche heute noch die Nutzung des Bodens und des Grundwassers beeinträchtigen und beeinflussen.

Man spricht daher von einer Altlast, wenn schädliche Verunreinigungen, die von Grundstücken ausgehen, tatsächlich vorhanden und nachgewiesen sind.

Die Stadt Heilbronn führt seit über 25 Jahren Erkundungen und Erhebungen altlastverdächtiger Flächen durch, welche bei Verdacht in einem Kataster erfasst werden. Zurzeit gibt es etwa 1259 Verdachtsflächen, von denen 1095 auf Altstandorte und 164 auf Altablagerungen entfallen.

Für den überwiegenden Teil der Flächen bestehen momentan keine konkreten Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Altlast. Es ist jedoch nicht ganz auszuschließen, dass bei Eingriffen in den Boden, z.B. durch Baumaßnahmen, der anfallende Erdaushub nach bestimmten Vorgaben zu entsorgen ist.

Bei 201 Flächen bestehen Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Altlast. Die Anhaltspunkte werden nach und nach mit Hilfe von technischen Erkundungsmaßnahmen (Boden- und Grundwasserprobennahmen, Baggerschürfen etc.) überprüft und die Flächen anschließend neu bewertet.

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