Klimaschutzkonzept

Das Klimaschutzkonzept der Stadt Heilbronn aus dem Jahr 2010 enthält eine umfassende Bilanzierung der Kohlendioxidemissionen seit 1990, die zwischenzeitlich bis zum Jahr 2013 fortgeschrieben wurde. In die Berechnung eingeflossen sind alle relevanten Daten aus den Bereichen Energieversorgung, Gebäude und Verkehr. Von 1990 bis 2013 wurden in der Summe 159.000 Tonnen CO2 eingespart, dies ist ein Rückgang von 14,2 Prozent.

In der Vergangenheit wurden von Seiten der Verwaltung bereits zahlreiche Maßnahmen wie die Einrichtung des kommunalen Energiemanagements im Jahr 1999, die Entwicklung innovativer Energiekonzepte und der kontinuierliche Ausbau der Stadtbahn realisiert. Das Klimaschutzkonzept zeigt zusätzliche Handlungsfelder für die Wirtschaft, für die Heilbronner Bevölkerung und für die Verwaltung auf. Eine wesentliche Herausforderung ist die energetische Sanierung des Gebäudebestandes, da 82 Prozent der Gebäude vor 1979 errichtet wurden und keinen Wärmedämmstandard haben.

Entwicklung der energie- und verkehrsbedingten CO2-Emissionen in Heilbronn von 1990 bis 2013
Entwicklung der energie- und verkehrsbedingten CO2-Emissionen in Heilbronn von 1990 bis 2013

Im Klimaschutzkonzept wurden insgesamt 33 Maßnahmen innerhalb der fünf Handlungsfelder – Ausbau Erneuerbarer Energien, Effiziente Wärmeversorgung , Effizienz in der Stromanwendung, Verkehr und übergeordnete Maßnahmen – untersucht und umfassend bewertet. Die Gutachter des Klimaschutzkonzeptes sehen die Handlungspotentiale der Verwaltung vor allem in den übergreifenden Maßnahmen, die als „Motor“ für die Umsetzung weiterer Maßnahmen dienen, wie die Einrichtung einer Klimaschutzleitstelle und den Aufbau einer Energieagentur.

Der Gemeinderat hat im November 2010 über 13 Maßnahmen eines interfraktionellen Antrags entschieden, die zum Schutz des Klimas umgesetzt werden sollen. Mit überwiegender Mehrheit hat der Gemeinderat dem Antrag in vollem Umfang zugestimmt.

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Das Klimaschutzkonzept und dessen Umsetzung wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU/Förderkennzeichen: 03KS0018 und 03KS2110) gefördert.

 
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