Lärmsanierungsprogramm für Schienenwege des Bundes

Heilbronn wurde in das Lärmsanierungsprogramm des Bundes für die Haupteisenbahnstrecke Besigheim-Bad Friedrichshall aufgenommen. Die schallschutztechnische Untersuchung wurde durch die DB-Projektbau, die die Sanierung durchführt im Frühjahr 2015 vorgelegt. Die Ergebnisse wurden in einer Bürgerinformationsveraranstaltung am 07.07.2015 im Bürgerhaus Böckingen vorgestellt.

Die Bahn plant, aufgrund der Ergebnisse der schallschutzechnischen Untersuchung in Klingenberg, Böckingen, in der Christophstraße und der Kreuzenstraße den Bau von drei Meter  hohen Lärmschutzwänden als aktiven Lärmschutz, gemessen von der Schienenoberkante. Für Gebäude, die nicht im Wirkungskreis der Lärmschutzwände liegen, kommt ein passiver Lärmschutz als Lärmschutzfensterprogramm in Betracht. Die Betroffenen müssen hierbei einen Eigenanteil der Kosten der Lärmschutzfenster von 25 Prozent tragen.

Aus den von der Bahn vorgestellten Plänen ist ersichtlich, welche Fassaden der Häuser zu hohen Belastungen ausgesetzt sind. Die Vorträge der Veranstaltung und die Pläne sind hier auf der Website eingestellt.

Die Lärmschutzwände werden in der Regel in einem Abstand von 3,30 Meter von der Gleisachse hergestellt. Die Lärmschutzwände werden ausschließlich auf Bahngelände errichtet. Die Bahn führt vor der Errichtung der Lärmschutzwände Plangenehmigungsverfahren durch. Die Stadt wird in diesem Zusammenhang als Träger öffentlicher Belange gehört.

Die Stadt hat gegenüber ihren Bürgern/innen eine Fürsorgepflicht und ist verpflichtet, sie gegenüber umweltschädlichen Einwirkungen zu schützen. Da die Stadt die Lärmaktionsplanung für den Eisenbahnlärm durchführen musste, hat sie die Lärmschutzwände und das Lärmschutzfensterprogramm als Maßnahmen in den Lärmaktionsplan aufgenommen.

Gemäß der Planung der Bahn reduzieren sich die durch den Lärm betroffenen Wohneinheiten um 510.

Die Umsetzung der Maßnahmen ist für 2018 vorgesehen. Für Fragen können Sie sich gerne an die Abteilung Umwelt und Arbeitsschutz des Planungs- und Baurechtsamtes wenden.

 
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