Mobilitätskonzept 2030

Wie sieht die Verkehrsplanung für die Zukunft aus? Welche Verkehrsmittel sollen künftig besonders gefördert werden? Und wie lassen sich die verschiedenen Verkehrsarten noch besser miteinander verzahnen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen soll das „Mobilitätskonzept Heilbronn 2030“ geben, das in den Jahren 2017 und 2018 erstellt wird und den Gesamtverkehrsplan aus dem Jahr 2005 ablöst. Damit ist das Mobilitätskonzept wegweisend für alle Entscheidungen in den nächsten Jahren in Sachen Verkehr und der Verkehrsarten Fuß, Rad, Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Motorisierter Individualverkehr (MIV) und Wirtschaftsverkehr. Auch neue Mobilitätsformen wie Carsharing, E-Mobilität und Fahrradverleihsysteme werden berücksichtigt.

Einen Schwerpunkt des Konzeptes bildet der Klimaschutz. So wird das Mobilitätskonzept als Teil des Klimaschutzkonzeptes aus der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Mit der Erstellung beauftragt sind die Büros SSP Consult, Beratende Ingenieure GmbH und BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung sowie das team ewen als Moderator.

Bereits im Jahr 2015 wurden als Grundlage für das Mobilitätskonzept umfangreiche Verkehrserhebungen durchgeführt. Fünf weitere Phasen stehen nun an, bei denen die Bürgerschaft intensiv beteiligt wird:

  • Ist-Analyse
    Die bei den Verkehrserhebungen gesammelten Daten werden in der ersten Stufe des Mobilitätskonzeptes (Ist-Analyse) verarbeitet und ausgewertet. Zur weiteren Bearbeitung soll ein aktuelles Verkehrsnachfragemodell erstellt werden. Dieses Verkehrsnachfragemodell inklusive Hintergrunddaten soll innerhalb des Auftrages komplett der Stadt Heilbronn übergeben werden. Eine Energie- und Treibhausgasbilanz und Potenzialanalyse soll im Zusammenhang der ersten Phase erstellt werden.

  • Verkehrspolitische Ziele
    In der zweiten Phase sollen verkehrspolitische Ziele erarbeitet werden. Hier werden die Verwaltung, die Bürgerschaft, Interessenvertreter und die politischen Vertreter der Stadt Heilbronn (Gemeinderat, Bau- und Umweltausschuss, Bezirksbeiräte) eingebunden.

  • Szenariendefinition
    Aus den beiden ersten Phasen werden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung, Interessenvertretern und der Bürgerschaft Szenarien für die Zukunft der Stadt entwickelt. Diese Szenarien helfen in der weiteren Bearbeitung bei der Findung der Maßnahmen und deren Zusammenstellung.

  • Handlungs- und Maßnahmenkonzept
    Diese Phase nimmt einen großen Teil des Mobilitätskonzeptes ein. Für jeden Verkehrsträger einzeln, aber auch für die Kombination der Verkehrsträger sowie für das Thema Mobilitätsbewusstsein werden Handlungsfelder entwickelt. Aus diesen Handlungsfeldern werden Maßnahmen erstellt. Diese Phase wird wiederum durch einen Abstimmungsprozess innerhalb der Verwaltung in Kooperation mit Interessenvertretern und den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt.

  • Umsetzungskonzept, Priorisierung, Maßnahmenbündel
    In der letzen Phase des Mobilitätskonzepts sollen die erarbeiteten Szenarien, die gesetzten verkehrspolitischen Ziele und die Maßnahmen zu einem Umsetzungskonzept, welches priorisiert und eine Bündelung der Maßnahmen vorsieht, weiterentwickelt werden. Hierfür ist wiederum eine Abstimmung innerhalb der Verwaltung, aber vor allem mit den Institutionen und den Bürgern gerade für die Akzeptanz des Konzeptes sehr wichtig.
 
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