Naturschutzgebiet Frankenbacher Schotter

Nachdem Anfang der 1990er Jahre auch in der letzten der zahlreichen Sand- und Kiesgruben im Leinbachtal westlich von Heilbronn, der Sand- und Kiesgrube Ingelfinger, der Betrieb zum Erliegen gekommen war, wurde diese nicht wie andere aufgefüllt und die Fläche anschließend anderweitig genutzt. Vielmehr ist die Grube bis heute erhalten und entwickelte sich zu einem Biotop für zahlreiche, zum Teil sehr seltene Tier- und Pflanzenarten. Die hier aufgeschlossenen erdgeschichtlichen Ablagerungen stellen zudem ein einzigartiges Geotop dar.

Der frühere Abbaubereich der ehemaligen Sand- und Kiesgrube Ingelfinger und direkt angrenzende Flächen wurden im Jahr 2008 als Naturschutzgebiet Frankenbacher Schotter ausgewiesen. Das Naturschutzgebiet umfasst eine Fläche von 14,4 ha, davon 4,7 ha im Stadtgebiet Heilbronn. Schutzzweck ist die Sicherung und der Erhalt eines durch die Kombination von Lösssteilwänden, Stillgewässern, offenen Kiesflächen, Ruderalflächen, Gehölzen, Wiesen und Äckern geprägten Landschaftsausschnitts sowie eines ungestörten Aufschlusses der Frankenbacher Sande und der darüber liegenden Lössdeckschichten.

Das Naturschutzgebiet ist für interessierte Besucher über eine Aussichtsplattform zugänglich.

Das Naturschutzgebiet liegt an der Gemarkungsgrenze der Stadt Heilbronn und befindet sich teilweise im Landkreis Heilbronn.

 
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