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Klimaschutzteilkonzept - Anpassung an den Klimawandel

Die Teilentsiegelung und Begrünung von Verkehrsflächen, Dach- und Fassadenbegrünungen sowie Auenrenaturierungen sind drei von insgesamt 31 Maßnahmen, mit denen sich Heilbronn gegen die unabwendbaren Folgen des Klimawandels wappnen will. Zusammengefasst sind diese im Klimaschutzteilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel, das der Heilbronner Gemeinderat am 24. September 2021 verabschiedet hat. 

Das Konzept zeigt zum einen auf, welche klimatischen Veränderungen Heilbronn in Zukunft zu erwarten hat. Prognostiziert sind längere Hitze- und Trockenheitsperioden, wie sie in den vergangenen Jahren teils schon spürbar waren. Zum anderen umfasst das Konzept einen Maßnahmenkatalog zum Schutz gegen die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels.

Zusammen mit dem Masterplan Klimaschutz, der im Mai 2021 vom Gemeinderat verabschiedet wurde, verfolgt die Stadt Heilbronn eine Doppelstrategie, die sowohl auf aktiven Klimaschutz als auch auf die Anpassung an die Folgen des Klimawandels abzielt. Die Vorsorge für die nachfolgenden Generationen und den Erhalt einer lebenswerten und gesunden Umwelt für Mensch, Tier und Pflanzen stehen dabei im Fokus.

Die 31 Maßnahmen  aus dem Klimaschutzteilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel sind den folgenden fünf Handlungsfeldern zugeordnet:

  • Grün- und Freiflächen
  • Land- und Forstwirtschaft
  • Menschliche Gesundheit und soziale Infrastruktur
  • Planen, Bauen und Wohnen
  • Wasserwirtschaft

Zur Umsetzung soll in der Stadtverwaltung eine übergreifende Steuerungsgruppe eingerichtet werden. Förderprogramme sollen, soweit möglich, ausgeschöpft werden. Ein Controlling-Konzept ist vorgesehen, um die Umsetzung abzusichern. Darüber hinaus stehen die Entwicklung eines stadtweiten Leitbildes zur Anpassung an den Klimawandel und konkrete Raumplanungen an. 

Als erste Maßnahme zur Umsetzung des Anpassungskonzepts an den Klimawandel werden bis Mitte nächsten Jahres im Stadtwald Retentionstümpel, die durch Regenwasser gespeist werden, angelegt. Diese dienen insbesondere der Stabilisierung der Waldbestände bei zunehmender Trockenheit und zunehmenden Hitzeperioden, wie sie dem Wald auch schon in den vergangenen Sommern zugesetzt haben. Außerdem erweitern sie die Qualität des Waldes als Feuchtlebensraum für Insekten, Amphibien und Vögel. 

Bei der Erstellung des Konzepts wurden auch die Bürgerschaft sowie Umweltverbände und andere Akteure beteiligt, soweit es die Corona-Pandemie zuließ. Unter anderem gab es im Juli und August 2020 eine Online-Bürgerumfrage. Auch die Umsetzung bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe von vielen verschieden Akteuren. 

In der Stadtverwaltung wird dem Grünflächenamt eine tragende Rolle zukommen. So wird etwa bei der Fortschreibung des städtischen Grünleitbilds der Fokus auf der Klimaanpassung liegen. Nicht zuletzt werden aber auch zahlreiche weitere Ämter, wie beispielsweise das Planungs- und Baurechtsamt, das Amt für Straßenwesen, das auch für die Bereiche Gewässer und Hochwasserschutz verantwortlich ist, das Hochbauamt oder die Entsorgungsbetriebe an der Umsetzung beteiligt sein. Auch die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger ist ein wichtiger Baustein. 

Mit der Erarbeitung des Klimaschutzteilkonzepts war die energielenker Beratungs GmbH aus Greven beauftragt. Beteiligte Subunternehmen waren die Dr. Papadakis GmbH aus Hattingen, das Ingenieurbüro Rau aus Heilbronn und das Büro Dr. Dütemeyer Umweltmeteorologie aus Essen.

Das vollständige Klimaschutzteilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel in Heilbronn ist unter "Downloads" abrufbar. 

Das  „Klimaschutzteilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel in Heilbronn“ wurde durch die Nationale Klimaschutzinitiative und durch das Land Baden-Württemberg gefördert (Förderkennzeichen: 03K10004).

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.