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Öffnungsperspektiven für die Heilbronner Bäder

Der in der letzten Woche veröffentlichte Stufenplan der Landesregierung eröffnet Öffnungsperspektiven für Frei- und Hallenbäder, stellt die Betreiber aber auch vor neue Herausforderungen.

Viele treue Heilbronner Badegäste haben schon sehnsüchtig darauf gewartet: Nun hat das Sozialministerium Baden-Württemberg einen Stufenplan veröffentlicht, in welchem auch Öffnungsperspektiven für Frei- und Hallenbäder enthalten sind. So sollen Freibäder öffnen dürfen, wenn die 7-Tages-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen stabil unter 100 liegt. Mit einigem Abstand könnten dann die Hallenbäder folgen, sofern die Inzidenzwerte weiter fallend sind. Voraussetzung für die Öffnung ist neben dem bereits vorhandenen Hygienekonzept eine Testpflicht. Wer das Freibad besuchen möchte, muss also einen negativen Schnelltest vorweisen, welcher nicht älter als 24 Stunden sein darf. Vollständig Geimpfte und Genesen sind von der Testpflicht ausgenommen, müssen aber einen entsprechenden Nachweis erbringen. Ebenfalls von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter 6 Jahren. Sollten die Inzidenzwerte wieder über 100 steigen, müssen die Bäder wieder schließen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir endlich konkrete Perspektiven für die Öffnung unserer Bäder bekommen haben,“ sagt Erik Mai, verantwortlicher Geschäftsführer der Stadtwerke Heilbronn. „Die Rahmenbedingungen stellen uns allerdings vor eine noch größere Herausforderung als im vergangenen Jahr.“ Die geforderte Testpflicht erhöht zwar die Sicherheit für die Badegäste und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SWHN um ein Vielfaches, stellt aber gleichzeitig für beide Seiten einen erhöhten organisatorischen Aufwand dar. Da die Öffnung laut Verordnung an einen Inzidenzwert unter 100 gebunden ist, ist auch nicht auszuschließen, dass es in diesem Jahr zu einem Wechsel zwischen Öffnung und Schließung kommen könnte.

Wie auch im letzten Jahr, ist es aufgrund der zusätzlichen Auflagen und Hygienemaßnahmen und des daraus resultierenden stark erhöhten Personalbedarfs nicht möglich, alle Heilbronner Bäder gleichzeitig zu öffnen. Bei der Entscheidung, welche Bäder geöffnet werden, wurde ein besonderes Augenmerk auf die Durchführung von Schwimmkursen, sowie auf das Schul- und Vereinsschwimmen gelegt. Aufgrund der langen Schließung der Bäder, gibt es hier immensen Nachholbedarf. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) weist in einer kürzlich veröffentlichten Studie darauf hin, dass sich der Nichtschwimmeranteil unter Kindern seit Ausbruch der Corona-Pandemie drastisch erhöht hat. Auch die Sportlehrer in Heilbronn schlagen Alarm, dass ein Großteil der Viertklässler nicht schwimmen kann, wie jüngst in der Heilbronner Stimme zu lesen war. „Durch die lange Schließung der Hallenbäder ist der Schwimmunterricht in den Schulen, Vereinen und Kursen während der Pandemie ganz besonders zu kurz gekommen. Hier müssen wir unbedingt schnellstmöglich ein größeres Angebot schaffen,“ sagt die Betriebsleiterin der Heilbronner Bäder, Ursula Stiefken. Um die Kapazitäten für den Vereins- und Schulsport, sowie für Schwimmkurse zu erhöhen, wird im Vergleich zum vergangenen Jahr verstärkt auf die Hallenbäder gesetzt, da ein Parallelbetrieb mit den regulären Badegästen in den Freibädern aufgrund der Corona- Verordnung organisatorisch nicht umsetzbar wäre. Das Hallenbad in Biberach soll in diesem Sommer exklusiv für Schwimmkurse und für das Vereinstraining zur Verfügung stehen. Auch der Schwimmbadbereich des Soleo soll geöffnet werden, sobald die Verordnung es zulässt. Das überdachte Freizeitbad im Soleo wäre auch eine Schlechtwetter-Alternative für alle Heilbronner Badegäste, sollte der Badesommer zeitweise ins Wasser fallen. Hierfür werden freie Zeitfenster angeboten, die nicht vom Schul- und Vereinsschwimmen sowie für die Schwimmkurse genutzt werden. Wann es für den Saunabereich im Soleo Öffnungsperspektiven gibt, hängt ebenfalls von der Entwicklung der Inzidenzen ab.

Für die Freibäder ist die Öffnung der Standorte Neckarhalde und Kirchhausen geplant. Das Freibad Gesundbrunnen hingegen soll geschlossen bleiben. Die Erfahrungen des letzten Sommers haben gezeigt, dass die Kapazitäten von zwei geöffneten Freibäder für die zu erwartende Anzahl der Freibadgäste ausreichend sind. Die Auslastung aller drei Heilbronner Freibäder war im vergangenen Sommer niedrig, sie betrug über die ganze Saison gerechnet lediglich 32 %. Für diesen Sommer gehen die Stadtwerke für die Freibäder von ähnlichen Besucherströmen wie im Vorjahr aus. Eine gute Nachricht gibt es noch für alle Frühschwimmer: Die Frühschwimmerzeiten im Freibad Neckarhalde sollen ausgeweitet werden. Zukünftig können alle Frühaufsteher bis 10.00 Uhr ihre Bahnen ziehen.

„Wichtig ist uns, in dieser Ausnahmesituation für alle Nutzergruppen attraktive Schwimm- und Freizeitmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen und insbesondere mehr Kapazitäten für Schwimmunterricht zu schaffen. Wir denken, dass wir mit diesem Öffnungsmodell ein gutes und breites Angebot für alle bieten können – auch für die, die im letzten Jahr etwas zu kurz gekommen sind,“ fasst Mai das Öffnungskonzept noch einmal zusammen. Die Auswinterungsarbeiten in den Freibädern Neckarhalde und Kirchhausen sind bereits im vollen Gange und auch das Hallenbad in Biberach und das Soleo werden jetzt für den Betrieb vorbereitet. Somit werden alle Bäder spätestens Ende Mai betriebsbereit sein. Genaue Öffnungstermine können jedoch erst kommuniziert werden, sobald diese anhand der Inzidenzen absehbar sind. Das bereits erprobte Hygienekonzept bleibt bestehen. Auch der Verkauf von Online-Tickets für die Bäder soll beibehalten werden, genauso wie die zusätzliche Verkaufsstelle im Soleo an drei Tagen in der Woche.

Aktuelle Informationen zu den Heilbronner Bädern finden sich online unter: www.stadtwerke-heilbronn.de.

Pressemitteilung der Stadtwerke Heilbronn