Fußverkehr
Erklärtes Ziel der Stadt Heilbronn ist es, umweltfreundliche Fortbewegungsarten zu stärken. Deshalb soll auch das Zufußgehen als clevere Mobilitätsform an Bedeutung gewinnen. Ein zusammenhängendes Fußwegenetz, das zudem barrierefrei, komfortabel, sicher und umwegearm ist, ist dafür die Voraussetzung. Welche Verbesserungsmaßnahmen dafür in Heilbronn zu ergreifen sind, zeigt das Fußwegekonzept für die Kernstadt aus dem Jahr 2012 auf. Mit dessen Erstellung war Heilbronn bundesweit eine der Vorreiterkommunen auf dem Weg zu einer fußgängerfreundlichen Stadt. Verantwortlich für die Umsetzung des Konzeptes ist der Fußgängerbeauftragte der Stadt Heilbronn. Er ist auch erster Ansprechpartner für alle Fußgängerinnen und Fußgänger.
Sie möchten Verbesserungen von zu hohen Bordsteinkanten vorschlagen, damit Radfahrer, Rollstuhlfahrer, Menschen mit Mobilitätseinschränkung und Eltern mit Kinderwagen es besser haben? Dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und beschreiben uns möglichst präzise die bestehende Situation.
Zufußgehen ist wohl die natürlichste und älteste Fortbewegungsart des Menschen. Jeder Weg beginnt und endet in der Regel zu Fuß. Und der demographische Wandel, ein gewachsenes Gesundheitsbewusstsein oder die neue Lust an der Stadt sind nur einige der Entwicklungen, die erwarten lassen, dass in Zukunft immer mehr Wege in der Stadt zu Fuß zurückgelegt werden. Die Anzahl der Wege, die wir zu Fuß zurücklegen, wird jedoch häufig unterschätzt, da sie oft mit der Nutzung anderer Verkehrsmittel kombiniert werden.
Fußwegekonzept(pdf 19 MB)
Protokoll Fußverkehrschecks I(pdf 363 KB)
Protokoll Fußverkehrschecks II(pdf 393 KB)
Die Stadt Heilbronn ist im Projekt „Gehwege freiräumen – Raum fürs Gehen schaffen“ der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg und des Landes-Verkehrsministeriums eine von vier Modellkommunen. Ziel ist es, künftig Hindernisse auf Gehwegen zu entfernen und die Wege barrierefreier zu gestalten. Um eine Datengrundlage zu schaffen, wird hierzu das beauftragte Planungsbüro VIA in Kooperation mit der Stadt Heilbronn ausgewählte Gehwegabschnitte begehen und diese sowie angrenzende Flächen mit einer Rundum-360°-Videokamera fotografisch aufnehmen. Die entstehenden Bilder liefern wichtige Daten und helfen, Problemstellen zu identifizieren. Termin der Begehung ist voraussichtlich Dienstag, 12. Mai.
In Heilbronn sind folgende drei Modellstrecken für das Projekt ausgewählt:
A) Rollwagstraße - Götzenturmbrücke - Holzstraße - Kaiser-Friedrich-Platz – Roßkampffstraße
B) Karlstraße - Schubartstraße – Villmatstraße
C) Lessingstraße
Die Bilder werden anonymisiert
Die aufgenommenen Bilder dienen internen Zwecken. Die Kamera-Aufnahmen werden in Einzelbilder zerlegt und durch eine Software anonymisiert. Dadurch werden Kennzeichen und Gesichter unkenntlich gemacht. Nicht anonymisiertes Rohmaterial wird anschließend vollständig gelöscht. Das eingesetzte Personal sichtet die Aufnahmen nicht.
Zudem führen die Mitarbeiter des Planungsbüros einen Rucksack mit einem Piktogramm mit Hinweis auf die Videoaufzeichnung samt einem QR-Code mit sich, der auf die Datenschutzerklärung verweist. Die Datenschutzerklärung kann auf Wunsch auch als Ausdruck ausgehändigt werden.
Das Projekt „Gehwege freiräumen“ ist Teil einer im Herbst 2025 veröffentlichten Fußverkehrsstrategie des Landes Baden-Württemberg.

