Wissenswertes für Eltern und Erziehungsberechtigte
Berufsorientierung (BO) ist ein wichtiger Prozess auf dem Weg von der Schule in die berufliche Zukunft. Sie hilft Jugendlichen dabei, ihre Stärken und Interessen zu entdecken, Berufe kennenzulernen und passende Entscheidungen für ihren weiteren Weg zu treffen. Dabei arbeiten Schule, Berufsberatung, Betriebe und Eltern eng zusammen, um junge Menschen Schritt für Schritt zu begleiten.
Eltern haben eine sehr wichtige Rolle im Berufsorientierungsprozesses ihres Kindes. Sie kennen die Interessen, die Stärken und die Schwächen ihrer Kinder am besten. Während des Berufsorientierungsprozesses haben Eltern eine unterstützende und beratende Rolle:
Unterstützung
Bewerbungsunterlagen, Berufswahl, Begleitung bei Veranstaltungen, Praktika, Vorbereitung, Vorstellungsgesprächen
Emotionale Stütze
Rückschlägen z. B. Absagen, Stärkung des Selbstbewusstseins, Ermutigung zum eigenen Weg.
Beratung & Orientierung
Gesprächen über Berufswünsche & Interessen, Hilfe bei der Recherche
Vorbildfunktion
Positive Haltung zu Arbeit & Lernen, Vorleben von Engagement & Verantwortung, Einfluss auf Berufswahl durch Vorbildfunktion, Motivation zur Weiterbildung.
Ein Praktikum ist eine begrenzte Zeit, in der Jugendliche in einer Firma oder einem Betrieb einen Beruf kennenlernen. Dabei sammeln sie praktische Erfahrungen und erhalten Einblicke in den Berufsalltag. So können sie herausfinden, ob ein Beruf zu ihren Interessen und Fähigkeiten passt. Praktika dauern meist einige Tage oder eine Woche und sind in der Regel unbezahlt.
Das Berufsorientierungspraktikum ist an allen Schulen ein verpflichtender Bestandteil des Unterrichts. Während der Praktikumswochen suchen sich die Schülerinnen und Schüler einen Praktikumsplatz in einem Berufsfeld, das sie interessiert. Ziel ist es, den Beruf in der Praxis kennenzulernen und eigene Interessen und Stärken zu entdecken.
Ob für ein Praktikum, einen Ferienjob oder eine Ausbildung, der erste Schritt auf dem Weg in die berufliche Zukunft ist die Bewerbung. Hier haben Jugendliche die Möglichkeit, sich vorzustellen, ihre Stärken zu zeigen und Interesse beispielsweise an einem Ausbildungsplatz zu zeigen. Eine gute Vorbereitung hilft dabei, sicher aufzutreten und den passenden nächsten Schritt zu erreichen.
Wenn die Motivation fehlt: Viele Jugendliche sind in der Berufsorientierung nicht „unmotiviert“, sondern überfordert, unsicher oder von zu vielen oder falschen Erwartungen blockiert. Um Jugendliche bei dem nächsten Schritt zu unterstützen arbeiten viele Partner in der Berufsorientierung zusammen. Nehmen Sie als Eltern an den Beratungsangeboten teil.
Welche Wege gibt es nach der Schule? Ist eine duale Ausbildung wirklich gut genug? Welcher Weg passt zu meinem Kind? Das sind ganz normale Fragen von Eltern! Ob Ausbildung, Schule oder FSJ, … wichtig ist, dass es zu Ihrem Kind passt. Die Wahl nach der Schule ist ein erster Schritt in die berufliche Zukunft. Gleichzeitig ist sie keine endgültige Festlegung. In Deutschland gibt es viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln oder später einen anderen Weg einzuschlagen.


