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Mobilität

Der Verkehr spielt in jeder größeren Stadt eine besondere Rolle. Es gilt, mit verkehrlichen Maßnahmen die Mobilitätschancen aller Bevölkerungsgruppen in der Stadt mit gleicher Qualität zu sichern.

Entwicklungen haben gezeigt, dass der meist dominierende motorisierte Individualverkehr (MIV) in Städten die Umwelt enorm schädigt. Neben Luftverschmutzung, Lärm- und Gesundheitsbelastungen führt der starke MIV zu enormen Kosten im Straßenbau.

Hauptaufgabe der Stadt Heilbronn ist es daher, Maßnahmen zu erstellen, die den KFZ-Verkehr (etwa 61 Prozent des Gesamtverkehrs) reduzieren, ohne die Mobilität der Bürger einzuschränken. Ziel ist es, den Anteil des MIV bis 2030 auf 50 Prozent zu senken und somit den Umweltverbund (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) entsprechend zu stärken. Damit kann auch ein wichtiger Beitrag zur Minderung der CO2-Emissionen geleistet werden, die bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 um 20 Prozent gesenkt werden sollen. Zur Feinstaubreduzierung wurde in Heilbronn am 1. Januar 2009 die Umweltzone eingeführt. Zur Reduzierung der Stickstoffdioxidwerte hat die Stadt Heilbronn im Jahr 2018 den Masterplan Nachhaltige Mobilität auf den Weg gebracht. Als zentrales Steuerungsinstrument entsteht bis Herbst 2019 das Mobilitätskonzept Heilbronn 2030, das den Gesamtverkehrsplan aus dem Jahr 2005 ablösen wird.

Durch die Stadtbahn Nord, die im Dezember 2013 in Betrieb gegangen ist, wird der KFZ-Verkehr weiter minimiert und der ÖPNV gestärkt. Zur Stärkung des Fuß- und Radverkehrs wurden ein Fußwegekonzept, ein Radverkehrsplan und ein Radroutenkonzept erstellt, die nach und nach umgesetzt werden.