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Stadtgarten

Der Stadtgarten blickt auf eine 200-jährige Geschichte zurück. Sein heutiges Gesicht erhielt er mit dem Bau des neuen Hotels, das an das Konzert- und Kongresszentrum Harmonie anschließt. Bei dieser Neuanlage des Parks wurde er auch vergrößert und um einen großen Kinderspielplatz erweitert.

Die dem Stadtgarten zugrunde liegende Planungsidee ist ein Konzert", in Anspielung auf die Musikveranstaltungen in der Harmonie. Wesentliches Gestaltungselement ist der Wandelweg, der als dynamische Linie durch die Grünanlage schwingt, wie von einem Taktstock dirigiert. Dabei führt der Weg an Blumenbändern vorbei und durch unterschiedliche kreisförmige Gartenerlebnisräume, die zum Verweilen und Spielen einladen. Der Kreis, in Anlehnung an die Notenköpfe einzelner Töne, ist ein weiteres konsequent durchgezogenes Thema der Gestaltung. Dieses findet sich etwa in zwei kreisrunden Brunnenanlagen - eine dritte folgt - und im großen Erlebnisspielplatz mit Schaukeln, Klettergerüsten und Rutsche wieder. Ein drittes Gestaltungslegement sind Streifen in Form von Belagsmustern und Hecken. Dabei wird das Streifenmuster der befestigten Flächen vor der Harmonie aufgegriffen und konsequent fortgeführt. 

Zahlreiche Sitzmöglichkeiten, unter anderem im Brunnen- und im Spielbereich, laden zum Verweilen ein. 

Zwischen dem Hotel und dem großen Festsaal der Harmonie entsteht der Seminargarten, den die Konzertbesucher in den Pausen genießen können.

Die beiden neuen Baumreihen im Norden und die vorhandene Baumreihe im Süden entlang der Moltkestraße bilden den Rahmen für den neuen Stadtgarten. Einige große Einzelbäume und Einzelsträucher konnten erhalten werden. Hinzu kommen zahlreiche Neupflanzungen, darunter die im Herbst 2020 zwischen den Hecken und entlang des Wandelwegs gepflanzten Stauden, die sich noch entwickeln müssen. Künftig versprechen sie jedoch im jahreszeitlichen Verlauf ein abwechslungsreiches Erscheinungsbild. 

Der Stadtgarten soll durch die Erschließung weiterer bislang anderweitig genutzter Flächen, darunter die Tankstelle, bis auf über zwei Hektar anwachsen. Der alte Stadtgarten hatte eine Größe von knapp 1,4 Hektar. Die gesamte Baumaßnahme, die auf einem Entwurf des Büros Glück aus Stuttgart beruht, ist in mehrere Bauabschnitte unterteilt. Die ersten beiden Bauabschnitte wurden bis 2020 abgeschlossen. Im Juni 2021 soll der dritte Bauabschnitt beginnen. Die Gesamtprojektkosten teilen sich die privaten Investoren des Hotels und die Stadt Heilbronn.

Feinsplitt hilft den Blumen bei der Entwicklung

Der im Stadtgarten verwendete Feinsplitt darf nicht mit Schotterbeeten verwechselt werden. Während in manchen Vorgärten das Pflanzenwachstum durch Aufbringen einer Plastikfolie mit darüber liegender Schotterschicht verhindert werden soll, hat der Splitt eine ganz andere Funktion. Im Stadtgarten wurden normale Pflanzbeete, in denen dauerhafte Stauden gepflanzt wurden, mit einer drei bis fünf Zentimeter dicken Schicht aus Feinsplitt bedeckt. Diese Mulchschicht aus feinkörnigem Mineralsplitt schützt den Boden vor Witterungseinflüssen, weil sie temperaturausgleichend und feuchtigkeitsregulierend wirkt. Das Regenwasser kann schneller in den Boden eindringen und wird auch besser gespeichert. Wenn sich die Stauden entwickelt haben, wird vom Splitt nichts mehr zu sehen sein. Das Grünflächenamt der Stadt Heilbronn verwendet den Mineralmulch aufgrund positiver Erfahrungen von Sichtungsgärten und Versuchsanstalten und mittlerweile auch eigener sehr guter Erfahrungen, z.B. im Botanischen Obstgarten und beim Kreisel am Europaplatz.

200-jährige Geschichte

In seinen Anfängen diente der Stadtgarten als Gartensaal des Gastwirts Christoph Braunwart, dann gehörte er zum Aktientheater und seit 1878 ist er an die Festhalle Harmonie, das heutige Konzert- und Kongresszentrum Harmonie, angeschlossen. 

Nach der Wiedereröffnung der neugebauten Harmonie 1958 wurde auch der Stadtgarten neugestaltet. Weitere Veränderungen, Erweiterungen und Anpassungen erfolgten im Zusammenhang mit dem Bau der Harmonie-Tiefgarage 1970, dem Abbruch des Rathgeber-Fabrikgebäudes 1985 sowie mit der Umgestaltung der Harmonie zu Beginn des Jahrtausends.