Böckingen

Mit fast 22.000 Einwohnern ist Böckingen nach der Kernstadt der größte und älteste Stadtteil Heilbronns. Er wurde bereits 1933 eingemeindet, hat sich aber besonders in Alt-Böckingen einen eigenen Charakter bewahrt. Der Stadtteil ist durch das Busnetz und durch drei Haltepunkte der Stadtbahn mit der Heilbronner Innenstadt verbunden.

Große Gewerbegebiete entwickelten sich entlang der Neckargartacher Straße und nördlich der Großgartacher Straße. Die „Seeräuber“ genannten Böckinger und die Einwohner der angrenzenden Gemeinden und Stadtteile werden von den Einzelhändlern und Dienstleistern im Stadtteil umfassend versorgt und betreut. Das Böckinger Handwerk genießt überörtliche Bedeutung.

Von der Grund- und Werkrealschule über Gemeinschaftsschule und Realschule bis zum Gymnasium sind alle Schularten vorhanden, außerdem gibt es mehr als ein Dutzend Kindergärten.

Zahlreiche Institutionen und Vereine prägen heute das öffentliche Leben, darunter auch der im Jahre 1906 gegründete Gewerbe- und Handelsverein Böckingen e.V.

Ein kultureller Höhepunkt ist die Böckinger Woche, die in fünfjährigem Turnus stattfindet. Sie wird vom „Böckinger Ring“ organisiert, der von knapp 40 Vereinen getragen wird, und spielt sich rund um das Bürgerhaus ab. Dort fand 2013 auch das Seeheinfest statt, das alle zwei Jahre auf dem Festkalender steht. Jedes Jahr dagegen öffnet der Julbockmarkt im Süddeutschen Eisenbahnmuseum beim Sonnenbrunnen seine Tore.

Neben mehreren Veranstaltungsräumen beherbergt das Bürgerhaus unter anderem eine Zweigstelle der Stadtbibliothek und ein Jugend- und Familienzentrum mit einem vielseitigen Veranstaltungsangebot. Das ehemalige Rathaus in der Schuchmannstraße, in dem sich auch das Notariat mit Grundbuchamt befindet, wurde Anfang der neunziger Jahre zu einem Stadtteilzentrum erweitert, das u.a. als Begegnungsstätte und Vereinshaus sowie von der VHS genutzt wird. Bürgernahen städtischen Verwaltungsservice bietet seit 1997 das Bürgeramt in der Grünewaldstraße.

Rund um den historischen Wasserturm ist seit 1992 ein attraktives Wohngebiet gewachsen, und ebenfalls in den neunziger Jahren entstand auf dem früheren Ziegeleigelände eine Parklandschaft, in deren Mitte ein rund 1,2 Hektar großer See liegt, teilweise umgeben von bis zu 15 Meter hohen Steilwänden aus Lösslehm. Als Anziehungspunkt befindet sich im Park ein Kiosk, der direkt am Ufer des Ziegeleisees zum Verweilen einlädt, sowie ein großer Spielplatz und Wasserspielbereich.

Geplant ist in Böckingen auf dem Bahngelände östlich der Ludwigsburger Straße eine so genannte neue „Böckinger Mitte“ als Klammer zwischen Nord und Süd. Baubeginn für zwei fünfgeschossige Wohn- und Geschäftshäuser war im Frühjahr 2014. In eines der beiden Gebäude soll auch das Böckinger Bürgeramt umziehen.

 
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