Wissensstadt

Unter dem Schlagwort „Wissensstadt Heilbronn“ wandelt sich Heilbronn zunehmend zur Hochschul- und Studentenstadt. Motor des Wandels ist insbesondere der Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung angrenzend an die nördliche Innenstadt. Auf einem fünf Hektar großen Areal zwischen Europaplatz, Gaswerk- und Weipertstraße erhalten nach und nach die Hochschule Heilbronn und die Duale Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn mehr Platz. Zudem hat hier auch eine ganz neue Hochschuleinrichtung der DHBW, das Center for Advanced Studies, ein neues Zuhause gefunden. Das CAS bündelt und steuert landesweit alle Master-Programme. Zu verdanken ist die Zukunftsvision vor allem der Dieter Schwarz Stiftung, die das Großprojekt finanziert. Das Land Baden-Württemberg stellt das Personal für die Hochschulen, die Stadt Heilbronn schafft das Baurecht.

Realisiert wird der neue Campus in mehreren Bauabschnitten. Im Oktober 2016 wurde bereits der dritte Bauabschnitt eingeweiht. Weitere Gebäude, darunter eine Bibliothek und eine neue Mensa, werden folgen. Bis zum Wintersemester 2019, zum Jahr der Bundesgartenschau, soll die Entwicklung abgeschlossen sein. Vorgesehen ist ebenfalls der Bau zweier Parkhäuser bis 2017 – insgesamt sollen bis zu 1900 Stellplätze auf dem Areal entstehen. Entwickelt hat das städtebauliche Konzept für die neue Campus-Bebauung das Stuttgarter Büro Auer+Weber+Assoziierte, das im Dezember 2013 als Sieger aus einem städtebaulichen Wettbewerb mit sechs renommierten Architekturbüros aus ganz Deutschland hervorgegangen ist.

Die DHBW baut seit Oktober 2014 in Heilbronn das Center for Advanced Studies (CAS)  als zentrale Organisationseinheit mit bis zu 3000 Studienplätzen auf. Alle Master-Programme der zwölf DHBW-Standorte werden künftig durch das CAS gesteuert.

Die Hochschule Heilbronn (HHN) wird neben den bereits auf dem Campus am Europaplatz befindlichen Studiengängen International Business mit etwa 1600 Studierenden die gesamte Fakultät für Wirtschaft und Verkehr auf den neuen Standort verlagern. Die HHN wird dann am Campus mit etwa 3700 Studierenden vertreten sein.

Zum Konzept der Wissensstadt im weiteren Sinne gehört auch die Lern- und Erlebniswelt experimenta, die bis 2019 um einen spektakulären Neubau erweitert wird. Der von dem Berliner Büro Sauerbruch und Hutton geplante Bau besticht sowohl durch seine aufsehenerregende Fassade als auch das Raumkonzept, das auch ein Planetarium und einen Science Dome etwa für Experimentalshows umfasst.

 
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