Natura 2000

Natura 2000 ist eine Schutzgebietskonzeption der Europäischen Union, die sich das Ziel gesetzt hat, das europäische Naturerbe zu bewahren und die biologische Vielfalt zu erhalten. Grundlage sind die FFH-Richtlinie (Fauna (Tierwelt)-Flora (Pflanzenwelt)-Habitat (Lebensraum)-Richtlinie) und die europäische Vogelschutzrichtlinie. Die Ziele sollen durch die Ausweisung besonderer Schutzgebiete erreicht werden, die ein europaweites ökologisches Netz bilden.

Im Stadtgebiet Heilbronn gibt es drei FFH-Gebiete, die jeweils auch in den Landkreis Heilbronn reichen:

  • Östlicher Kraichgau (insgesamt 565,7 ha, davon im Stadtgebiet 52,3 ha)
  • Löwensteiner und Heilbronner Berge (insgesamt 5427,5 ha, davon im Stadtgebiet 991 ha)
  • Nördliches Neckarbecken (insgesamt 1257,7 ha, davon im Stadtgebiet 35,4 ha)

Es gibt im Stadtgebiet keine Vogelschutzgebiete.


Kalktuffquelle an Muschelkalkfelsen
FFH-Lebensraum Kalktuffquelle an den Muschelkalkfelsen im Naturschutzgebiet „Prallhang des Neckars“/FFH-Gebiet „Nördliches Neckarbecken“.
Weichholzauenwälder am Altneckar Horkheim
Das Naturschutzgebiet „Altneckar Horkheim“ ist Bestandteil des FFH-„Nördliches Neckarbecken“. Die flussbegleitenden Weichholzauenwälder sind FFH-Lebensraum.
Gelbbauchunke
Die Waldheide als Teil des FFH-Gebietes „Löwensteiner und Heilbronner Berge“ ist wichtiger Lebensraum der Gelbbauchunke (Bombina variegata) in Heilbronn.
Gelbbauchunke
Gelbbauchunke
Hirschkäfer
Die eichenreichen Wälder im Stadtwald im Osten Heilbronns (FFF-Gebiet „Löwensteiner und Heilbronner Berge“) sind der Lebensraum des Hirschkäfers (Lucanus cervus).
Wasserdost mit Spanischer Flagge
An lichten Stellen im Stadtwald (FFH-Gebiet „Löwensteiner und Heilbronner Berge“) wächst der Wasserdost – eine wichtige Nahrungspflanze der Spanischen Flagge (Callimorpha quadripunctaria).
Kammmolch
Das Naturschutzgebiet Frankenbacher Schotter ist Bestandteil des FFH-Gebietes „Östlicher Kraichgau“. Hier hat der Kammmolch (Triturus cristatus) ein großes Vorkommen.
 
 
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