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Hohe Qualität auch im zweiten Bauabschnitt

22 Investoren bauen mit 27 Architekten 28 Gebäude im Neckarbogen

In einem Jahr werden im Stadtquartier Neckarbogen die nächsten Wohnungen gebaut. Zwischen Floßhafen und Paula-Fuchs-Allee entstehen dann auf drei Baufeldern 28 weitere Gebäude.  Nach den Kriterien Nutzungskonzept, Architektur und technische Innovation hat das Bewertungsgremium im Investorenauswahlverfahren des zweiten Bauabschnitts unter 176 eingereichten Arbeiten 28 ausgewählt. Sie werden von 22 Investoren realisiert, darunter sind drei private Baugruppen, je eine pro Baufeld. 27 Architekten setzen ihre Entwürfe um. 

„Der Neckarbogen ist ein Vorzeigeprojekt unserer Stadtentwicklung“, sagt Oberbürgermeister Harry Mergel. „Die Erfahrungen aus dem ersten Bauabschnitt haben bewiesen, dass die kleinteilige Vergabe eine der vielen Qualitäten des Stadtquartiers ist. Im Neckarbogen zeigen wir, wie künftig Wohnen im urbanen Verdichtungsraum beispielhaft verwirklicht werden kann. Ich freue mich über die Nachhaltigkeit und Vielfalt, die auch den nächsten Bauabschnitt auszeichnen. Der Neckarbogen soll ein Quartier für alle sein - zum Wohnen, Leben und Arbeiten.“

„Nachhaltige Baumaterialien dominieren bei den 28 Gebäuden. Holz ist dabei der am häufigste verwendete Baustoff. In einem Fall wird Stampflehm mit Holzhybrid kombiniert. Insgesamt entstehen 379 Wohneinheiten, etwa ein Drittel ist geförderter Wohnraum.“

Reiner Nagel, Vorsitzender des Bewertungsgremiums und Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur in Berlin, sagt: „Auf den Neckarbogen sind viele Heilbronner Bürgerinnen und Bürger zu Recht stolz. Auch bundesweit schaut man auf das Modellvorhaben der Stadtentwicklung. Das Ergebnis der Auswahlsitzung überzeugt nicht nur durch die einstimmige Entscheidung. Es zeigt auch, dass es eine richtige Entscheidung der Stadt war, Architektur- und Nutzungsqualität zum Maßstab zu machen und es allen Beteiligten offensichtlich gelingt, das mit dem bisherigen hohen Standard gesetzte Ziel zu halten.“ 

Die Nutzungs- und Bewohnerkonzepte reichen von familiengerechtem Wohnen in großen Wohnungen bis zu Wohngemeinschaften. Vielfach erlauben flexible Grundrisse Veränderungsmöglichkeiten innerhalb eines Hauses, so dass Wohnungen um ein Zimmer vergrößert oder verkleinert werden können, wenn sich der Platzbedarf, beispielsweise für Senioren, ändert. In den Erdgeschossflächen ist im Baufeld K grundstücksübergreifend ein Bio-Lebensmittelmarkt vorgesehen, im Baufeld M ist ein Coworking-Space eingeplant sowie eine Diakoniestation. Ein Investor plant im Baufeld M ein Haus für Familien in besonderen Lebensumständen.

„Das Resultat des Investorenauswahlverfahrens übertrifft alle Erwartungen und steht in Architektur, Funktionalität und sozialem Zusammenleben dem ersten Bauabschnitt in keiner Weise nach“, sagt Baubürgermeister Wilfried Hajek. „Das Bekenntnis des Neckarbogens als Beispiel für die moderne Entwicklung der europäischen Großstadt wird bekräftigt.“

Unter den Architekturbüros sind international renommierte wie Hadi Teherani Architects aus Hamburg, Alleswirdgut Architektur ZT GmbH, München/Wien, Schneider und Schumacher Städtebau GmbH, Frankfurt, de Winter Architekten Berlin, oder Baumschlager Hutter aus München. Aber auch Heilbronner sowie regionale Büros sind gut vertreten.

Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung am 21. Dezember über die Auswahl entscheiden und die Anhandgabe der Grundstücke an die Investoren beschließen. Sie können dann exklusiv weiterplanen. Erst nachdem der Bauantrag eingereicht ist, wird der Kaufvertrag geschlossen. 

Bis voraussichtlich 2028 entstehen im Neckarbogen Wohnraum für 3500 Menschen plus 1500 Arbeitsplätze sowie eine internationale Schule.