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Schmuckbild: Rathaus Heilbronn, historische Kunstuhr.

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Fünf Auszeichnungen für Stadt Heilbronn als Bauherrin

Architektenkammer zeichnet Heilbronner Bauprojekte aus

Die Stadt Heilbronn ist für ihre qualitätvolle Baukultur gleich mehrfach ausgezeichnet worden. Beim Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen“ der Architektenkammer Baden-Württemberg erhielten vier städtische Gebäude sowie der Stadtgarten eine Auszeichnung. Damit gingen fünf der insgesamt 22 Auszeichnungen, die im Stadt- und Landkreis Heilbronn für den Zeitraum 2020 bis 2026 vergeben wurden, an die Stadt Heilbronn.

Ausgezeichnet wurden das Trappenseeschlösschen, das seit 2020 das Literaturhaus Heilbronn beherbergt, die umfassend sanierte Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule, die auf deren Schulhof errichtete „Brezelbude“, die neugestaltete Stadtbibliothek im K3 sowie der Stadtgarten.

„Diese Auszeichnungen freuen uns sehr. Sie zeigen, dass wir in Heilbronn konsequent den richtigen Weg gehen: Wir bauen qualitätvoll, nachhaltig und mit einem hohen Anspruch an Gestaltung, Funktionalität und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Gute Architektur entsteht immer im Zusammenspiel engagierter Bauherrschaften und hervorragender Planerinnen und Planer. Mein Dank gilt deshalb allen Beteiligten, die diese Projekte möglich gemacht haben“, sagt Bürgermeister Andreas Ringle.

Mit dem Auszeichnungsverfahren würdigt die Architektenkammer Baden-Württemberg beispielhafte Architektur und Baukultur. Die Jury bewertete unter anderem die gestalterische Qualität, die Funktionalität, den Einsatz von Materialien, den Umgang mit dem städtebaulichen Umfeld sowie die ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit der Projekte.

Lob für Trappenseeschlösschen, Fritz-Ulrich-Schule, Brezelbude, Stadtbibliothek und Stadtgarten 

Besonders hervorgehoben wurde beim Trappenseeschlösschen der äußerst behutsame Umgang mit der historischen Bausubstanz. Die Jury lobte die sensible Sanierung, die den besonderen Charakter des Gebäudes bewahre und es zugleich für die Öffentlichkeit öffne. Maßgeblichen Anteil am Erfolg des Projekts haben das Gebäudemanagement der Stadt Heilbronn, das Heilbronner Büro gruppe sepia für das Ausstellungskonzept sowie die Dupper Landschaftsarchitekten aus Bad Friedrichshall für die Freiraumgestaltung.

Die Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule überzeugte durch ihre gelungene Weiterentwicklung eines Schulgebäudes aus den 1960er Jahren zu einem modernen Lernort. Neue Atrien, offene Begegnungsbereiche und flexible Lernlandschaften schaffen zeitgemäße Räume für Unterricht und gemeinschaftliches Lernen. Das ausgezeichnete Gesamtkonzept entstand im Zusammenspiel des Architekturbüros blocher partners GmbH sowie von Cornelia Biegert Landschaftsarchitektur Bad Friedrichshall.

Als „kleiner Bau mit großer Wirkung“ bezeichnete die Jury die Brezelbude auf dem Schulhof der Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule. Der vom städtischen Gebäudemanagement im Rahmen eines studentischen Projekts geplante Kiosk wurde insbesondere für seinen konsequenten Ansatz des zirkulären Bauens ausgezeichnet. Für den Bau kam wiederverwendetes Holz aus einem Heilbronner Bestandsgebäude zum Einsatz.

Die neugestaltete Stadtbibliothek im K3 würdigte die Jury als beispielhaften „dritten Ort“ – einen offenen, konsumfreien Treffpunkt für die Stadtgesellschaft. Das stimmige Farb- und Materialkonzept sowie die gelungene Verbindung von Kommunikationsbereichen und Rückzugsorten machen sie nach Ansicht der Jury zu einer Blaupause für die Bibliothek der Zukunft. Für das Konzept der Bibliotheksräumlichkeiten zeichnete Dittel Architekten aus Stuttgart verantwortlich, für die neuen Arbeitswelten der Bibliotheksmitarbeitenden das städtische Gebäudemanagement. 

Auch der Stadtgarten wurde ausgezeichnet. Die Neugestaltung nach den Plänen von Glück Landschaftsarchitektur, Stuttgart, verwandelte den früheren Angstraum in einen vielseitig nutzbaren Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Besonders gewürdigt wurden die behutsame Einbindung des vorhandenen Baumbestands, die qualitätvolle Bepflanzung und die gelungene Gestaltung, die den Stadtgarten heute zum „grünen Wohnzimmer der Stadt“ macht.

Insgesamt wurden 70 Projekte zum Auszeichnungsverfahren eingereicht, 22 davon erhielten eine Auszeichnung. Die Verleihung der Urkunden und Plaketten findet am Donnerstag, 19. November 2026, statt. Anschließend werden die ausgezeichneten Projekte in einer Ausstellung, einer Broschüre, im Internet sowie in der App „Architekturführer Baden-Württemberg“ präsentiert.

Neben den städtischen Projekten wurden im Heilbronner Stadtgebiet außerdem die Innovationsfabrik der Stadtsiedlung Heilbronn, die Lindenparkschule (Bauteil H), das Wohn- und Geschäftshaus „Hafenbande“ im Neckarbogen, das Start-up-Zentrum „Gravity“ der Campus Founders auf dem Bildungscampus sowie das Parkhotel Heilbronn ausgezeichnet.

Das Bild zeigt das Trappenseeschlösschen Foto: Jürgen Häffner Stadt Heilbronn

Trappenseeschloss/Literaturhaus - Foto: Stadt Heilbronn/Jürgen Häffner

Das Bild zeigt die Fritz-Ulrich-Schule Foto: Jürgen Häffner Stadt Heilbronn

Fritz-Ulrich-Schule - Foto: Stadt Heilbronn/Jürgen Häffner

as Bild zeigt den Kinderbereich der Stadtbibliothek Foto: Jürgen Häffner Stadt Heilbronn

Stadtbibliothek, Kinderbereich - Foto: Stadt Heilbronn/Jürgen Häffner