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Gemeinderat macht Weg frei für Kita und Diakoniestation in Alt-Böckingen
Erhaltungssatzung für Grundstück aufgehoben
Der Gemeinderat hat den Weg für ein neues Bauprojekt der evangelischen Kirchengemeinde in Alt-Böckingen freigemacht. Auf dem Grundstück an Ludwigsburger Straße, Kappelstraße und Klingenberger Straße soll ein Neubau mit Kindertagesstätte, Diakoniestation und Tiefgarage entstehen. Dafür wurde die bestehende Erhaltungssatzung für diesen Bereich teilweise aufgehoben.
Vorausgegangen war eine kontroverse Diskussion: Das bestehende Fachwerkhaus Klingenberger Straße 128/1 aus dem Jahr 1901 gilt grundsätzlich als erhaltenswert. Dennoch sprach sich die Mehrheit des Gemeinderats dafür aus, die Satzung an dieser Stelle anzupassen. Ausschlaggebend war vor allem die hohe Bedeutung des Projekts für den Stadtteil.
Mit dem Vorhaben entstehen gleich zwei wichtige soziale Angebote: eine größere Kindertagesstätte sowie eine Diakoniestation für die ambulante Pflege. Gerade in diesen Bereichen besteht ein wachsender Bedarf. Auch wirtschaftliche und verkehrliche Aspekte wurden in die Entscheidung einbezogen.
Geplant ist, den bisherigen Petrus-Kindergarten in der Kappelstraße sowie das Gemeindezentrum in der Ludwigsburger Straße abzubrechen und durch einen Neubau an der Ecke Ludwigsburger Straße / Kappelstraße zu ersetzen. Die Tiefgarage wird über die Klingenberger Straße erschlossen und bereits so konzipiert, dass eine spätere Aufstockung, etwa für eine Kurzzeitpflege, möglich ist.
Für die Diakonie ist das Projekt besonders dringlich: In absehbarer Zeit entfallen notwendige Stellplätze für Einsatzfahrzeuge in der häuslichen Pflege.
Die Erhaltungssatzung für Alt-Böckingen schützt weite Teile des historischen Ortskerns mit seinen prägenden Gebäuden aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. In Einzelfällen kann der Gemeinderat sie jedoch anpassen, wenn besondere öffentliche Interessen dies erfordern.

