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Weitere Bushaltestellen werden barrierefrei
Verbesserung für Menschen mit Mobilitäts- und Seheinschränkungen
Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen in Heilbronn geht weiter. Bis November werden 15 weitere Haltestellen so umgebaut, dass Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, im Rollstuhl oder mit Kinderwagen leichter ein- und aussteigen können. Leitelemente im Boden verbessern zudem die Orientierung für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen.
Seit Beginn der jüngsten Baumaßnahmen im Juli wurden bereits die Haltestellen „Industrieplatz“ (stadtauswärts), „Pestalozzistraße“ (stadteinwärts) am Technischen Schulzentrum und „Stauwehrhalle“ in Horkheim umgebaut.
Bis in den Herbst folgen „Hallenbad/Bildungscampus Ost“ in der Mannheimer Straße in beiden Richtungen sowie „Industrieplatz“ (stadteinwärts), „Pestalozzistraße“ (stadtauswärts), „Karmeliterstraße“ (stadteinwärts), „Südbahnhof“ (stadteinwärts) und „LebensWerkstatt“ in Böckingen.
Im Zuge der Sanierung der Römerstraße werden außerdem die Haltestellen „Im Fleischbeil Nord“ und „Breslauer Straße“ jeweils in beiden Richtungen barrierefrei umgebaut. Die Haltestelle „Freibad Gesundbrunnen“ (stadteinwärts) wurde kürzlich zusammen mit der Einrichtung einer Busspur entsprechend umgestaltet.
Nach Abschluss der laufenden Arbeiten werden nahezu 80 Haltestellen in Heilbronn barrierefrei ausgebaut sein. Bei insgesamt rund 380 Haltestellen bleibt der barrierefreie Ausbau auch in den kommenden Jahren eine große Herausforderung.
Höhere Busborde und Leitelemente
Für den barrierefreien Umbau werden die vorhandenen Bordsteine durch höhere und breitere Busborde ersetzt. Sie erleichtern den Ein- und Ausstieg. Zusätzlich werden Leitelemente in den Boden eingelassen. Rillen, Noppen und eine kontrastreiche Gestaltung helfen Menschen mit Sehbeeinträchtigungen bei der Orientierung und markieren den Einstiegsbereich.
„Was nach Standard klingt, ist in der Realität oft Maßarbeit“, sagt Markus Kunert, Projektleiter beim Amt für Straßenwesen. Jede Haltestelle stelle andere Anforderungen. So müssten Bordsteine teilweise begradigt oder Haltestellen verlängert werden, damit auch Gelenkbusse sicher halten können. Auch das Gefälle müsse jeweils so angepasst werden, dass Regenwasser zuverlässig zur Straße abfließen kann.
Welche Haltestellen umgebaut werden, hat die Stadt mit dem Inklusionsbeirat abgestimmt, der die Interessen von Menschen mit Beeinträchtigungen vertritt. „Der barrierefreie Ausbau erleichtert vielen Menschen die selbstständige Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und ist damit ein wichtiger Beitrag zu mehr Teilhabe“, sagt Irina Richter, Inklusionsbeauftragte der Stadt Heilbronn.
Erstmals begrünte Dächer für Busunterstände
Im Zuge der Arbeiten stellt die Stadt erstmals Busunterstände mit begrünten Dächern auf. Die Begrünung soll bei Hitze zusätzlichen Sonnenschutz bieten und bei Regen Wasser zurückhalten. Damit verbindet die Stadt den barrierefreien Ausbau mit Maßnahmen zur Klimaanpassung und setzt zugleich einen weiteren Baustein auf dem Weg zur Grünen Hauptstadt Europas 2027 um.
Wo es die örtlichen Gegebenheiten zulassen, prüft die Stadt außerdem, ob Flächen entsiegelt und zusätzliche Bäume gepflanzt werden können. Nicht überall ist dies möglich, da an vielen Haltestellen wenig Platz zur Verfügung steht und Leitungen im Untergrund berücksichtigt werden müssen.
Für Beeinträchtigungen im Umfeld der Baustellen bittet das Amt für Straßenwesen um Verständnis.

