Grünes Pilotprojekt wächst

Damit die Pflanzen der Gattung Akebia quinata, auch Klettergurke genannt, gute Wachstumsbedingungen haben, wurde der Bereich unmittelbar vor dem städtischen Gebäude eigens entsiegelt. Das Betriebsamt entfernte dafür den Pflasterbelag samt Unterbau. Anders als bei einer Bepflanzung in Kübeln können die Wurzeln so direkt ins Erdreich wachsen.
Die Maßnahme ist Teil des Sofortprogramms „Zukunft Innenstadt“ und zeigt, wie sich auch auf kleinen Flächen zusätzliche grüne Strukturen in der dicht bebauten City schaffen lassen. Fassaden- und Häuserrandstreifenbegrünungen setzen dabei nicht nur optische Akzente. Sie können durch Verschattung und Verdunstung zur Kühlung beitragen, das Mikroklima verbessern, Feinstaub binden und zusätzliche Lebensräume für Insekten schaffen.
Solche Projekte leisten zugleich einen Beitrag zu einer klimaangepassten und lebenswerten Innenstadt. Mit Blick auf das Jahr 2027, in dem Heilbronn den Titel Grüne Hauptstadt Europas trägt, soll Stadtgrün an möglichst vielen Stellen sichtbar und erlebbar werden.
Auch privat mehr Grün vor der Haustür
Wer selbst vor dem eigenen Haus mehr Grün schaffen möchte, kann das Häuserrandstreifenprogramm der Stadt Heilbronn nutzen. Damit können Flächen unmittelbar entlang von Gebäuden begrünt werden, sofern die örtlichen Voraussetzungen dies zulassen. Das Amt für Straßenwesen prüft jeweils, ob und in welcher Form eine Nutzung möglich ist.
Weitere Informationen, Voraussetzungen und den Antrag gibt es auf der Website der Stadt Heilbronn unter www.heilbronn.de/haeuserrandstreifen.
Die Begrünung an der Lohtorstraße 22 dient zugleich als Pilot für weitere mögliche Standorte. Wo es die örtlichen Voraussetzungen zulassen, sollen weitere Flächen entsiegelt und begrünt werden.



