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Umwelt & Mobilität

Neue Energieleitlinie hilft allen beim Energiesparen

Rund 400 Gebäude gehören der Stadt Heilbronn. Wie sich dort Energie, Kosten und Ressourcen sparen lassen, zeigt die aktualisierte Energieleitlinie – von der Neubauplanung über den Unterhalt der Gebäude bis zum richtigen Heizen und Lüften.

Die neue Energieleitinie der Stadt bietet auf 56 Seiten viele  Informationen zum Energiesparen in Gebäuden.
Die neue Energieleitlinie der Stadt bietet auf 56 Seiten viel Wissenswertes zum Thema Energiesparen in Gebäuden. (Fotos: Stadt Heilbronn/Pexels)

Viele tausend Menschen nutzen die 400 Gebäude der Stadt Heilbronn täglich – darunter Schulen, Kitas, Sporthallen und Verwaltungsgebäude. Entsprechend groß ist das Potenzial, durch das eigene Verhalten noch deutlich mehr Energie und Ressourcen zu sparen. Zum Beispiel wenn Nutzerinnen und Nutzer nach Ende ihrer Veranstaltung das Licht ausschalten, ein kaputtes Fenster an die Stadt melden, die Heizung herunterdrehen oder das Gebäude im Ferienbetrieb weniger beheizt wird. Das schont Umwelt und Klima und entlastet zugleich den städtischen Haushalt. 
Die Energiemanager der Stadt haben deshalb den Verbrauch von Wasser, Strom und Heizenergie kontinuierlich im Blick. Mit der grundlegend überarbeiteten Energieleitlinie geben sie Planern, Architekten, Handwerkern, Hausmeistern sowie allen Nutzerinnen und Nutzern städtischer Gebäude konkrete Empfehlungen und Vorgaben an die Hand.

Durch eigenes Verhalten
zum Energiesparen beitragen

Auf 56 Seiten hat das Kommunale Energiemanagement (KEM) zusammengefasst, worauf es bei Neubauten, Sanierungen und im täglichen Gebäudebetrieb ankommt. Die Themen  reichen von aktuellen Energieeffizienzstandards über Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Elektrotechnik bis zu sommerlichem Wärmeschutz, Photovoltaik und Gründächern – und in allen Feldern können die Nutzerinnen und Nutzer durch ihr Verhalten zum Einsparen von Energie beitragen.
Eine wichtige Rolle spielen die Hausmeister. Durch die richtige Steuerung der Heizungs- und Lüftungsanlagen  und die technische Gebäudeausstattung kann der Energieverbrauch erheblich beeinflusst werden. Rund zwei Drittel der Endenergie eines Gebäudes werden für das Heizen benötigt. Dementsprechend wichtig sind eine korrekte Grundeinstellung der Wärmeerzeuger, fachgerechte Wartungen und regelmäßige Kontrollen. Schon ein Grad mehr Raumtemperatur erhöht den Energieverbrauch um rund sechs Prozent.

Verweis auf empfohlene
Raumtemperaturen

Die Energieleitlinie orientiert sich bei den Raumtemperaturen an den geltenden arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben und legt darüber hinaus konkrete Solltemperaturen für unterschiedliche Raumnutzungen fest. Für Klassenzimmer, Büros und andere Räume, in denen sich Menschen überwiegend sitzend aufhalten, gelten 20 Grad als Richtwert. In Fluren und Treppenhäusern sind es 12 Grad, in Toilettenräumen 15 Grad.
Doch Technik allein reicht nicht. Auch das Verhalten jedes Einzelnen zählt. Jede bewusste Entscheidung beim Heizen, Lüften oder Beleuchten wirkt sich unmittelbar auf den Energieverbrauch, die Kosten und die Umwelt aus.
Auch mit Blick auf Heilbronns Jahr als Grüne Hauptstadt Europas 2027 zeigt die Energieleitlinie damit zudem ganz praktisch: Klimaschutz beginnt im Alltag. Die neue Energie-Broschüre ist auch ein Werkzeug und legt verbindliche Standards für ein effizientes Handeln fest -  bei Beschaffung, Unterhalt, Neubaustandards, Monitoring und Verbrauchsstatistiken. Dabei gilt: Energiesparen ist die Aufgabe von jedem und beginnt im Alltag. Vor Beginn der nächsten Heizperiode lohnt sich deshalb der Blick in die Energieleitlinie besonders. 


Link zur Energieleitlinie: https://heilbronn-sitzungsdienst.komm.one/bi/getfile.asp?id=22358&type=do