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Leben & Soziales

94 Sirenen heulen am 10. September in der Stadt Heilbronn

Ein bundesweiter Warntag am Donnerstag, 10. September, soll flächendeckend die Warnsysteme erproben und die Bevölkerung für einen Ernstfall sensibilisieren. Am späten Vormittag werden auch in Heilbronn auf verschiedenen Ebenen Warnalarme ausgelöst. Bis zur Entwarnung wird es dann 45 Minuten dauern.

Das Bild zeigt eine Sirene auf dem Gebäude der Heilbronner Hauptfeuerwache. Per Funksignal werden die Sirenen in einem Ernst- oder Übungsfall ausgelöst.
So sieht eine der Notfall-Sirenen aus, hier auf dem Gebäudedach der Feuerwehr-Hauptwache in der Beethovenstraße. 94 Sirenen sind über das Stadtgebiet verteilt. (Foto: Feuerwehr Heilbronn)

Um 11 Uhr wird die Heilbronner Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet einen einminütigen Heulton mit verschiedenen Tonhöhen auslösen. Im Ernstfall bedeutet dieser Warnton für die Bevölkerung:

  • Schutz suchen in geschlossenen Räumen
  • Fenster und Türen schließen
  • Informationen in Radio und Fernsehen beachten.

Auch direkt angeschlossene Warnmittel wie zum Beispiel Warn-Apps wie Nina und der Mobilfunkwarndienst Cell Broadcast werden um 11 Uhr ausgelöst. Um 11.45 Uhr folgt die Entwarnung mit einem einminütigen Sirenen-Dauerton auf einer Tonhöhe. Der Warntag ist ein gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen. Er findet einmal im Jahr statt. 

In Heilbronn gibt es 94 Sirenen, eine weitere befindet sich im Gebiet Sachsenäcker in Neckargartach im Aufbau. Äußerlich haben die Sirenen teilweise noch alte Gehäuse, die Technik jedoch wurde immer wieder modernisiert. Ausgelöst werden die von einer Fachfirma regelmäßig gewarteten Sirenen durch die Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst per Funksignal. Heilbronn hat eines der wenigen durchgehenden Sirenennetze, weil die Sirenen vorausschauend nach dem Kalten Krieg nicht abgebaut wurden. 

Durchsagen über Lautsprecherfahrzeuge, die im Ernstfall ebenfalls ein geeignetes Mittel sind, wird es an diesem Warntag nicht geben.

Welche Warnmittel im Gefahrenfall eingesetzt werden können, stellt die beigefügte Grafik übersichtlich dar. Auslöser von amtlichen Warnungen für die Bevölkerung können sein

  • Naturgefahren und extreme Unwetter (z.B. Orkane, extreme Gewitter, massiver Schneefall, Hochwasser, großflächige Waldbrände)
  • Technische Gefahren und Unfälle (z.B. Unfälle in Chemieparks, Fabriken oder bei Transporten, wenn giftige Gase frei werden; Großbrände in Industrie oder Lagern; langanhaltende Stromausfälle, Ausfälle von Mobilfunknetz oder Wasserversorgung; Trinkwasserverunreinigungen) 
  • Sicherheitsrisiken und Kriminalität (Bombenfunde, Terrorlagen oder Amokläufe, Cyberattacken und Sabotage)
  • Zivilschutz und Verteidigungsfall (militärische Angriffe, z.B. durch Raketen oder Drohnen).

INFO: Tipps für eine sinnvolle private Vorsorge für einen Ernstfall sind unter dem Link www.bbk.bund.de/vorsorge des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe abrufbar.